Beiträge von dagmarjung

    Ich kannte nur eine Lagottohündin wirklich gut, sie starb leider schon mit 6 an Krebs. Ich finde, man merkt Pudel und Lagotto durchaus an, daß sie eng verwandt sind. Auch die Wesensbeschreibung beider Rassen liest sich immer sehr ähnlich.

    Körperlich sind Lagottos etwas kräftiger gebaut, Pudel etwas leichter. Ich weiß nun nicht, ob das für deinen Freund den Unterschied zwischen hübsch und häßlich ausmacht, oder ob die Schur oder die helleren Augen des Lagotto dabei eine Rolle spielen. :ka:

    Leider kommen Lagottos derzeit sehr in Mode. Das hängt damit zusammen, daß Hunde vom Pudeltyp zur Zeit besonders gefragt sind, sie dürfen aber nicht Pudel heißen, weil Pudel uncool sind (besonders für Männer). Daher auch der Erfolg der Modemischlinge von Labradoodle bis Aussiedoodle.

    Nun kann man aber nicht aus einer seltenen Rasse innerhalb kürzester Zeit eine kopfstarke machen, ohne daß das auf Kosten der Qualität geht. Auch Vermehrer hängen sich blitzschnell an solche Trends dran.

    Ich würde deshalb bei der Züchterwahl besonders kritisch hinschauen, falls du einen Lagotto in Erwägung ziehst.

    Dagmar & Cara

    Bei uns latscht man kilometerweit dem angeleinten Hund hinterher bis man da ist.

    Ja, irgendwie schon, aber dann könnte man auch die Trümmersuche so beschreiben: Man glotzt den suchenden Hund so lange an, bis er bellt. Saulangweilig! :p

    Dagmar & Cara

    Gehört hier eigentlich nicht rein, aber ist das ein Bullterrier-Malinois-Mix? http://www.tierheim-koeln-zollstock.de/tiervermittlung/hunde.html?id=1210

    Ich finde, die Hündin sieht wirklich total danach aus. Die Kopfform ganz genau dazwischen, den Körper kann man nicht genau erkennen, weil er von oben fotografiert ist. Der dürfte in Wirklichkeit hochbeiniger und schlanker sein, als er auf dem Bild erscheint.

    - Was soll mit dem Ridge vom Thai-Ridgeback denn nicht stimmen? :???:

    Dagmar & Cara

    Als Familienhund, mit dem nur hobbymäßig gearbeitet wird, kann ich ganz gut auch mit weniger Leistung leben - da geht die Welt nicht unter, wenn die Freiflächensuche länger dauert oder der Hund 2 Mal am Suchgegenstand vorbeiläuft.

    Auch ein unkastrierter Hund macht mal Fehler oder braucht mal etwas länger, damit hat es nichts zu tun.

    Früh kastrierte Hunde haben sich nur deshalb als wenig geeignet für die Rettungshundearbeit erwiesen, weil ihnen das Durchhaltevermögen und die seelische Belastbarkeit eines wirklich erwachsenen Hundes fehlt. Wenn es eben nicht mehr über die Spaßmotivation läuft, sondern man sich an der Aufgabe auch mal wirklich abarbeiten muß, auch unter harten Bedingungen, die eben keinen Spaß machen.

    Natürlich sind das Leistungsgrenzen, die man mit einem Begleit- und Hobbysporthund nie ausloten wird. Trotzdem wünsche ich mir einen Hund als Begleiter, der sein volles Entwicklungspotential ausschöpfen kann. Ich möchte ganz einfach, daß mein Hund so erwachsen werden kann, wie das seinen Möglichkeiten entspricht, und ohne ihn darin auch nur im mindesten zu beschneiden.

    Dagmar & Cara

    Bei Hunden, die "arbeiten" sollen, ist es ja nochmal was anderes - aber warum nicht als normalen Familienhund?

    Ich möchte einen Hund, der sich wesensmäßig und körperlich genauso entwickeln darf wie ein Arbeitshund, auch wenn er "nur" ein Begleithund ist.

    Und ich wüsste gerne, welche medizinischen Indikationen es geben könnte, einen Welpen zu kastrieren, bevor er 5 Monate alt ist?

    Doch, die gibt es tatsächlich. Ein kleiner Rüde aus Caras Welpengruppe mußte aus medizinischen Gründen unbedingt vor der Geschlechtsreife kastriert werden, sonst wäre es schlimm für ihn geworden. Die genaue Indikation weiß ich leider nicht mehr, es hatte aber nichts mit den Hoden zu tun, sondern mit dem Penis, soweit ich mich erinnere. Es ging glaube ich um eine angeborene Fehlbildung.

    Da er einer Zwergrasse angehörte, die ja tendenziell früher in die Pubertät kommen, mußte der Zeitpunkt der Kastra sehr früh sein. Er hatte danach auch leider sehr große Probleme mit anderen Hunden.

    Das ist aber natürlich ein seltener Fall.

    Dagmar & Cara

    Gammeltage sind was Schönes. Aber ich finde doch, innerhalb von 24 Stunden kann man schon mal 5 oder10 Minuten erübrigen, um mit seinem Hund rumzukaspern, wenn der das so gerne möchte. Warum denn nicht? Ein Einzelhund hat ja keine anderen Spielpartner als uns.

    Wenn man schwer im Stress oder krank ist, ist das eine andere Sache.

    Dagmar & Cara

    Mantrailing gefällt Pudeln genauso gut wie anderen Rassen auch.

    Ich kenne aber durchaus auch einige "Hüpfdoing"-Pudel. Irgendwie waren das meistens Kleinpudel in fawn/apricot.

    Das ist lustig, der lebhafteste Kleinpudel in meiner Bekanntschaft ist tatsächlich auch ein Apricot-Rüde. "Hüpfdoing" trifft es ganz gut.

    Viel hängt auch von den Menschen und dem Umgang mit dem Hund ab. Pudel spiegeln ihre Menschen oft sehr. Erregbare, nervöse Menschen haben auch entsprechende Pudel. Ruhige Menschen vermitteln auch dem eher temperamentvollen Pudel Ruhe, sofern natürlich das Bedürfnis nach Bewegung und Betätigung befriedigt wird. Die einzige mürrische und schlechtgelaunte Kleinpudelhündin, die ich kenne ist das getreue Spiegelbild ihrer Herrin.

    An sich sind Pudel fröhliche Hunde. Cara hat eine optimistische Haltung zum Leben. Auch zu Menschen.

    Nach ihrer Ansicht hat Gott die Menschen zu dem Zweck erfunden, kleine Pudel zu bewundern und zu lobpreisen. :D

    Dagmar & Cara

    Seit 11 Jahren begeleitet mich nun meine Kleinpudelhündin Cara.

    Meine Beschreibung von Cara: wesensfest, ausgeglichen, temperamentvoll, aber auf keinen Fall hibbelig. Sie kann auch sehr gut abschalten. Ich mußte ihr nicht mühsam das Ruhehalten beibringen, das ergab sich ganz von selbst. (Allerdings lebe ich im ruhigen Singlehaushalt.)

    Die hibbeligen, nervösen Pudel, die ich im Laufe der Zeit kennengelernt habe, waren alle das Produkt falschen Umgangs und falscher oder mangelnder Erziehung. ZB ein Hund, der unter seinem unberechenbaren Frauchen und deren mangelndem Einfühlungsvermögen litt und gleichzeitig mit Bällchenjagen hochgepuscht wurde.

    Manche Halter, besonders ältere, wünschen sich einen betont ruhigen Begleithund. ich meine aber, daß ein Pudel aktiv und temperamentvoll sein darf und auch entsprechend geistig gefördert werden sollte.

    Alleinebleiben hat Cara ohne Probleme gelernt.

    Wachsamkeit: Ich pflege zu sagen, Cara ist keine Wachhund, sie ist eine Empfangsdame... :roll: Sie neigt nicht zum Türen- oder Zaunkläffen. Ich mußte da erzieherisch nix dran tun.

    Sport und Beschäftigung: Cara macht alles gerne mit und zeigt ausgeprägten will to please. Wir haben im Laufe der Jahre vieles ausprobiert und teils auch vertieft. Mantrailing (hobbymäßig) Obedience (erfolgreich Turniere bis Klasse 2) , Dummytraining (das liegt ihr am meisten), Gegenstandssuche, genug Tricks für eine kleine Zirkusnummer. Leider mußte ich aus Gesundheitsgründen den Hundesport aufgeben. Aber wir sind jetzt Besuchshundeteam im Altersheim bei den Maltesern.

    Die Grenzen von Caras Ausbildungsfähigkeit lagen stets bei mir, nicht bei ihr.

    Cara ist aber kein Workoholic, man kann mit ihr auch wunderbar faulenzen und "nur" normale Spaziergänge machen, auch über längere Zeiträume hinweg.

    Verträglichkeit mit Hunden: Sie war schon als Welpe mehr ein Menschenhund als ein Hundehund. Sie kommt sehr gut mit anderen Hunden klar, ist aber eher wenig interessiert an ihnen, von einigen alten Freunden abgesehen. Sie geht Konflikten aus dem Weg.

    Dagmar & Cara

    Das mit der Box habe ich überlesen.

    Ich weiß auch nicht, wie sinnvoll Spielzeug während eines längeren Transportes ist. Ein gestresster Hund spielt ja eh nicht und Platz zum Spielen ist in der Box auch nicht. Wenn, dann sollte der Hund eher was zum Kauen bekommen, oder?

    Allerdings soll man auch Kauartikel nur unter Aufsicht geben, wegen der Gefahr des Verschluckens.

    Dagmar & Cara