Beiträge von dagmarjung

    Die Erfahrung vieler Hundehalter, besonders von kleineren Hunden, ist die, daß eine freundlich geäußerte Bitte um Abstand sehr, sehr oft ignoriert wird, gern mit dem Klassiker: "der tut nichts!" Deshalb der resolute Ton. Nimm es nicht persönlich, aber akzeptiere es bitte und halte Abstand.

    Die vielen möglichen Gründe, warum Hundebesitzer keinen Kontakt wollen, wurden ja schon genannt. Sogar wenn der andere Hund selbst den Kontakt möchte, kann es gute Gründe geben, warum er nicht darf.

    Ich gehe großen Hunden auch aus dem Weg, weil meine Kleinhündin einfach nicht gerne von größeren durchkontrolliert werden möchte. Und ich hatte früher selber eine Schäferhündin, kenne also auch die andere Seite.

    Dagmar & Cara

    Allgemein habe ich den Eindruck, daß Viele das heute gelassener sehen als noch vor Jahren. Der Anspruch ist vielfach doch nicht mehr so die historische Genauigkeit, sondern es geht um den Spaß. Dazu paßt auch, daß zeitreisende Steampunker oder Karibische Piraten nicht nur als Besucher kommen, sondern sich auch mit eigenen Ständen und Aktionen auf Mittelaltermärkten beteiligen.

    Dagmar & Cara

    Cara, Kleinpudelhündin, 11 Jahre:

    Cara geht dem direkten Kontakt zu Fremdhunden normalerweise aus dem Weg. Sie weicht aus, hält Abstand, benutzt mich als Poller und ist zufrieden, wenn sie nicht belästigt wird. Für eventuelle Markierstellen interessiert sie sich aber sehr und kontroliert sie nach der Begegnung. Ich nenne das "Hinterherschnüffeln". Bei kleineren Hunden ist sie entspanner als bei größeren, da kommt auch mal gelindes Interesse auf und man beschnüffelt sich kurz gegenseitig.

    Rüden in ihrer Größe oder kleiner, die sich als echte Gentlemen mit vollendeten Manieren zeigen, finden auch mal Gnade vor ihren Augen und es kommt zum freundlichen Kontakt mit kurzem Spiel. Das ist aber selten.

    Dagmar & Cara

    Bitte achte darauf, daß du deine Hündin nicht überforderst und mit deinen Erwartungen überfrachtest. Für Tricks und Suchspiele und lange Spaziergänge wirst du auch später noch viel Zeit haben. Daß sie keine Leckerlis annimmt, ist ganz normal, dafür ist die ständige innere Anspannung noch viel zu groß. Ähnliches gilt fürs Spielen. Sie ist erst vor 5 Tagen zu dir gekomen und alles ist ganz neu für sie. Sämtliche Gerüche, deine Wohnung, die Umgebung, du, dein Freund, eure Stimmen, eure Körpersprache, alles ist neu. Es wird dauern, bis sie wirkliches Vertrauen aufbaut. Im Moment zeigt sie eine Anhänglichkeit, die eher auf Abhängigkeit beruht, weil sie nichts anderes hat als dich. Das wird erst mit der Zeit zu einer echten Freundschaftsbeziehung werden, in der man sich kennt und vertraut. Sie wird ihr Köfferchen schon noch auspacken, und einige schöne und vielleicht auch weniger schöne Eigenschaften zeigen, wenn sie sich wirklich bei dir daheim fühlt.

    Laß es langsam angehen und gib ihr und auch dir Zeit. Die Anfänge klingen ja durchaus positiv.

    Die Beziehung zu deinem Freund solltest du bitte außerhalb dieses Forums klären. Da du aber schreibst, daß eine Abgabe der Hundin für dich auf keinen Fall in Frage kommt, hast du ja eine grundlegende Entscheidung anscheinend bereits getroffen.

    Dagmar & Cara

    Auf den Eurasierspaziergängen triffst du mit Sicherheit viele Menschen, die sich freuen, daß du du ihre Rasse kennenlernen willst. Damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Du mußt dich auch nicht rechtfertigen und schon den kompletten Plan inclusive Unterschrift des Vermieters bereit haben. Sag einfach, daß der Hundekauf wenn, dann erst in zwei Jahren geplant ist. Bis dahin wird sich ohnehin noch einiges in deinem Leben ändern.

    Ich war auch schon auf Club-Spaziergängen oder Veranstaltungen verschiedener Rassen dabei, obwohl ich zu der Zeit keinen Hund halten konnte, einfach um die Hunde kennenzulernen. Es geht nichts über die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Hunden einer Rasse mal live im richtigen Leben kennenzulernen. Da sieht man nicht nur die top-erzogenen braven Hunde, sondern auch gerade die weniger perfekten, ungestümen Jungspunde zeigen dir das Wesen der Rasse. Man sieht bestimmte Tendenzen wie Sensibilität, Verträglichkeit, Jagdtrieb, Temperament und bekommt einen Eindruck davon, ob diese Rasse einem liegt oder eher nicht.

    Die Hundehalter waren immer sehr aufgeschlossen und freundlich. Jeder Hundehalter redet schließlich gern über seinen Liebling. ;)

    Dagmar & Cara

    Mal ausprobieren werd ich es trotzdem, vielleicht haben wir ja zusammen Spaß dran, wenn nicht, auch super. Ich bin gar nicht so der Sport Typ und find es schön, wenn meim Hund sp ausgeglichen ist, dass auch mal weniger Spazieren und mehr Couch angesagt sein kann.

    Das ist die richtige Einstellung für das Leben mit einem Eurasier! :gut:

    Und schade, dass die Eurasier Schwimmen nicht so toll finden ...

    Es hat auch Vorteile. Du kannst unbesorgt an stinkenden Tümpeln und reißenden Gewässern vorbeigehen, ohne daß dein Hund in alles springt, was nass ist. Erst spazierengehen und anschließend Freunde besuchen, ohne vorher einen klatschnassen, miefenden Hund säubern und trocknen zu müssen.

    Dagmar & Cara

    Leider leider ist es eine wirklich sehr zugrunde gerichtete Rasse.

    ich weiß nicht ob das immer schon so war,

    Jedenfall nicht erst seit gestern. Ich habe vor Jahrzehnten "Das Große Mollosserbuch" gelesen, und schon damals wurde die Gesundheit gerade der Bordeauxdogge sehr kritisch betrachtet, auch im Verhältnis zu anderen Molosserrassen. Das Buch erschien 1999, beleuchtet also den Zustand der Siebziger und Achziger Jahre. Zu den üblichen Molosserproblemen durch Größe und Gewicht kommt noch die geringe Zuchtbasis, also Inzuchtprobleme. (Die Rasse war zeitweilig vom Aussterben bedroht.)

    Dagmar & Cara

    Die 5-Minuten-Regel bezieht sich nur auf das stramme Mitlaufen von A nach B, wobei der Hund sich dem Tempo des Menschen anpassen muß. Diese künstliche Bewegungsweise überfordert den Welpen nämlich schnell, sowohl körperlich als auch geistig. Die Regel bezieht sich aber nicht auf den Aufenthalt im Freien insgesamt. Der Welpe darf und soll seine Welt erkunden, in seinem Tempo. ZB auf einer Wiese schnüffeln, spielen, rennen, ausruhen nach Belieben. Dafür muß man nicht auf die Uhr schauen.

    Die häufigen Gänge zum Lösen sind wieder etwas anderes. Da ist es besser, den Welpen immer zur selben, langweiligen Stelle zu bringen. Denn Welpen sind schnell abgelenkt. Wenn es draußen zu spannend ist, lösen sie sich oft nicht und holen das beim Heimkommen in der Wohnung nach.

    Mach dir nicht zu viel Gedanken um die Stubenreinheit. Wir bringen unseren Hunden die Stubenreinheit nämlich nicht bei wie ein schwieriges Kunststück. Wir geben ihnen lediglich die Möglichkeit, ihrer angeborenen Neigung zu folgen und den eigenen Wohnbereich sauber zu halten. Das tun wir einfach, indem wir oft mit dem Welpen rausgehen. Es ist viel mehr ein innerer Reifungsprozess des Hundes als eine pädagogische Meisterleistung unsererseits. Geduld reicht aus. ;)

    Dagmar & Cara