Beiträge von dagmarjung

    Mein erster Gedanke bei solchen Storys: da will Jemand abkassieren.

    Ja, der Gedanke kam mir auch, und zwar bei diesen beiden Fällen:

    Joggerin kommt näher aber auf "unserer" Wegseite, nicht direkt am anderen Rand. Ca. einen halben Meter vor uns reißt sie die Arme hoch, brüllt AAAAAAAHHHHHH und rennt - AAAAAHHHHH schreiend - direkt an uns vorbei, streift sowohl mich wie auch die andere HH.

    Sie kam mir auf einem ca 2m breiten Waldweg entgegen und musste immer auf die Seite wechseln, auf der ich mit dem Hund ging. So ging es mehrfach hin und her bis ich es dann irgendwann gelassen habe und die ernsthaft in mich rein gerannt ist, obwohl ich vorher schon „Hallo?!?!“ meinte :omg: Eddy ist erstaunlicher Weise still geblieben und ich war doch etwas geschockt. Die ist danach auch einfach weitergelaufen. Den nächsten Hundehalter wollte sie dann allerdings auch umlaufen.

    Wer wirklich Angst vor Hunden hat, wird seinem natürlichen Instinkt folgend immer weg vom Angstauslöser streben und niemals drauf zu laufen, wenn Platz zum Ausweichen da ist.

    Dagmar & Cara

    "Pfuichen!" sagte die ältere Dame vorhin tadelnd zu ihrem Dackel, als der an Caras Pinkelstelle schnüffelte.

    Seither grübele ich darüber nach. Ist ein "Pfuichen" so etwas wie wie ein halbes Pfui, angebracht für harmlosere Vergehen? Ist die korrekte Steigerung "Pfuichen, Pfui, Doppelpfui"?

    Oder muß es beim Kleinhund grundsätzlich "Pfuichen" stattz "Pfui" heißen, weil das Dackelchen eben in seinem Körbchen schläft, mit einem Deckchen zugedeckt wird, Leckerchen aus seinem Näpfchen frißt und das Bällchen fängt?

    Fragen über Fragen...

    Dagmar & Cara

    Dein Hund ist erst seit ein paar Wochen bei dir und innerlich noch lange nicht angekommen. In deinem anderen Thread schreibst du, daß er draußen sehr gestresst ist, ganz besonders in neuer Umgebung. Die Probleme draußen wie Leinepöbeln und ruppiges Nehmen von Leckerli, zeigen diesen Stress.

    Bitte geh davon aus, daß dein Hund auch drinnen noch lange nicht mit der Umstellung seines Lebens fertig geworden ist. Das permanente Nachlaufen ist typisch für Hunde aus dem Tierschutz bzw nach einem Besitzerwechsel. Der Hund sucht dann eben äußerlich, was er innerlich noch nicht hat, nämlich die verläßliche Beziehung. Er kann sich noch nicht wirklich entspannen.

    Bei allen Trainingsideen solltest du im Hinterkopf behalten, daß dieses Verhalten für einen Hund in seiner Situation normal ist. Es geht darum, mit viel Fingerspitzengefühl zu ermitteln, woran man wirklich schon trainieren sollte, damit sich keine schlechten Gewohnheiten einschleichen, und was man in Ruhe abwarten sollte, weil es von selbst besser werden wird. Zuviel Training kann auch zu vermehrtem Stress führen, wenn der Hund noch nicht soweit ist.

    Dagmar & Cara

    Manche Vermehrer bieten Hunde mit oder ohne, äh, "Papiere" zu unterschiedlichen Preisen an. Tja, wenn man einen Dummen findet, der für ein Blatt selbstgedrucktes Klopapier in paar Hundert Euro extra ausgeben möchte, warum denn nicht? :ka:

    Der Chihuahuawelpe sieht klapprig aus, dazu der aufgetriebene Bauch. Eigentlich klassisch für starke Verwurmung, oder?

    Dagmar & Cara

    Schreib dir jetzt und im Laufe des Tages bis zum Termin morgen alle Fragen auf, die dir einfallen und geh den Zettel dann mit der Trainerin gemeinsam durch.

    Ohne Aufschrieb vergißt man in der Aufregung erfahrungsgemäß doch das eine oder andere.

    Dagmar & Cara

    Etwas OT, da es ja vor allem um Züchter- und Zwingernamen gehen soll, aber trotzdem:

    Die Züchterin meiner Cara ist eine alte Dame, die von Beruf Hundefriseurin war. Schwarze Kleinpudel, so erzählte sie, hatten in den Jahren, als Pudel sehr in Mode waren, eigentlich nur zwei Namen: "Blacky" als Rüde und "Susi", wenn es eine Hündin war. Kamen neue Kunden mit einem Kleinpudel zu ihr in den Salon, sprach sie schon mal den Hund an: "Na, wie heißt du denn? Susi?" Und die Besitzer dann verblüfft: "Woher wissen sie das...?" :emoticons_look:

    Dagmar & Cara

    Preisfrage: Frißt er wirklich unessbare Dinge oder kaut er nur drauf rum?

    Als meine Kleinpudelhündin Welpe war, habe ich auch zum ersten Mal so richtig wahrgenommen, wieviel Müll hier rumliegt. Zigarettenkippen, Glasscherben, alles wurde ins Maul genommen. Ich habe mir ebenfalls große Sorgen gemacht.

    Allerdings war es bei Cara so, daß sie zwar alles ins Maul genommen hat, aber nur wirklich Essbares (naja, nach Hundemeinung essbar) auch wirklich gefressen hat.

    Genau wie kleine Kinder, untersuchen junge Hunde nämlich alles oral, das ist ein normaler Teil der Entwicklung. Die gute Nachricht: das geht von selbst vorbei.

    Harmlose Dinge wie Holzstücke und Nußschalen würde ich ihm deshalb einfach lassen. Vorausgesetzt, er kaut nur drauf rum, ohne sie zu schlucken.

    Stürzt man sich jedesmal auf den kleinen Hund und versucht ihm das Ding zu entreißen, kann es dazu kommen, daß er es allein deshalb runterschluckt, damit es ihm nicht weggenommen wird.

    Sprich, es gibt ein Abbruchkommando ausschliesslich für Dinge, die er in den Mund nimmt ("Lass!"), wenn er dann davon tatsächlich ablässt wird er belohnt (Leckerli),

      

    Im Prinzip ist das richtig, aber du mußt die darüber im klaren sein, daß du automatisch eine Verhaltenskette mittrainierst: Um die Belohnung zu bekommen, muß der Hund etwas Unerwünschtes aufnehmen. Dieses Verhalten wird also mitbelohnt, nicht nur das Ausgeben. Deshalb sollte der Hund möglichst wenig Gelegenheit haben, unerwünschte Dinge aufzunehmen.

    Ich weiß das ist leichter gesagt als getan.

    Kannst du wenigstens einmal am Tag mit dem Welpen irgendwo hin fahren, wo kein Zivilisationsmüll rumliegt?

    Ich sehe aus jeder Zeile, daß dich das Thema stark mitnimmt, das ist verständlich, denn wir alle machen uns Sorgen wegen Giftködern.

    Es kann aber sein, daß es gerade deshalb für deinen Welpen doppelt attraktiv und aufregend ist, Sachen aufzunehmen. Weil du dich ja offensichtlich ungemein dafür interessierst, müssen die Dinge ja wichtig sein. Verstehst, du was ich meine? Es ist möglich, daß ihr beide euch in einem Teufelskreis bewegt.

    Dazu kommt, daß dieses Verhalten - Dinge ins Maul nehmen und darauf kauen - auch dem Stressabbau dienen kann. Wenn du ihm den Stress aber selber zufügst, indem du ihn ständig bedrängst und ihm Sachen wegnimmst, ist das noch ein Teufelskreis im Teufelskreis.

    Ich stelle mir das ganze so vor, dass er ohne Maulkorb raus kann, aber sobald er das allererste mal nicht auf das Abbruchkommando eingeht, er sofort den Maulkorb übergezogen bekommt. Nach einer Weile kommt dieser ab, aber beim nächsten Ungehorsam jedesmal wieder drauf.

    Nein, das ist kein gangbarer Weg. zunächst mal soll der Maulkorb niemals Strafe sein. Zum zweiten kommt Strafe immer zu spät, denn der Hund hat sich bereits selbst für sein Verhalten belohnt, sobald er etwas ins Maul genommen hat. Dieses Verhalten war in dem Moment erfolgreich und wird daher wiederholt, ganz egal ob er danach bestraft wird oder nicht.

    In deinem Fall wäre es wichtig, zunächst mal genau abzuklären, obe dein Hund tatsächlich unessbare Sachen hinunterschlingt. Ist das der Fall, wäre ein Tierarzt der richtige Ansprechpartner.

    Falls nicht, würde ich mal mit einer Hundetrainerin reden, die Antigiftköderkurse anbietet. Ich weiß allerdings nicht, ob das für einen Welpen schon infrage kommt, wie geasgt, die orale Phase ist nichts, was durch Training bearbeitet werden muß, die geht von selbst vorbei.

    Das wichtigste ist natürlich Management in dem Sinne, daß du ihn an der Leine begleitest und vorher verhinderst, daß er Dinge aufnimmt.

    Dagmar & Cara

    Meine Faustregel beim Hundekauf ist: ich kaufe nur da einen Hund, wo mir die Mutter bzw die Eltern so gut gefallen, daß ich sie am liebsten selbst haben würde. Und wo es den Hunden so gut geht, daß ich da gerne selbst ein Hund wäre.

    Dagmar & Cara

    Wenn ein Welpe oder erwachsener Hund schläft, ruht sozusagen auch die Blase. Auch wir Menschen können nachts im Schlaf länger durchhalten als tagsüber.

    Wenn der Welpe aber wach, aktiv, vielleicht auch aufgeregt ist, regt das die Blasentätigkeit an und er muß viel öfter, oft auch mehrmals nach kurzer Zeit. Häufig ist es dann auch zu spät, sich zu melden.

    Dagmar & Cara