Beiträge von dagmarjung

    Normalerweise brauchen Rüden eine Anregung von außen. Der Geruch läufiger Hündinnen oder mindestens ein Rammelspiel unter Rüden, auch das gibt es. Aber so aus dem Schlaf heraus und das in der von dir beschriebenen Häufigkeit, das ist nicht normal. Ich denke da auch an die Prostata. Laß es tierärztlich untersuchen.

    Alarmierend ist auch, daß dein Rüde schon seit Jahren ausgewachsen ist und diese Verhaltensänderung erst in der letzten Zeit aufgetreten ist.


    Dagmar & Cara

    Meine Welpen spielen täglich mit sich selbst oder anderen Hunden. Und da geht auch die Post ab.

    Daran denke ich immer, wenn du schilderst, wie lange und wie oft du mit deinen Hunden/Junghunden rausgehst, nämlich viel kürzer und seltener als andere HH, und daß du auch eher wenig mit deinen Junghunden spielst.

    Aber die sonstigen Lebensumstände sind eben kaum vergleichbar mit dem Leben von Stadt- und Wohnungshunden.

    In deinem Fall hältst du deine Hunde zu mehreren in Haus und Hof, sicherlich auch mit Zugang zu einem größeren Garten mit offenbar vielfältigen Spiel- Erkundungs- und Bewegungsmöglichkeiten. Da ist über den Tag verteilt immer mal wieder was los und die Hunde erhalten Anregung vielfältigster Art.

    Mein Hündin lebt als Eizelhund im Singlehaushalt in einer kleinen Etagenwohnung, also in einer denkbar reizlosen Umgebung. Ich bin also darauf angewiesen, mit ihr länger und öfter rauszugehen, damit sie sich überhaupt bewegen kann und etwas erlebt, und zwar schon seit dem Welpenalter.(Wobei rausgehen eben rausgehen heißt und nicht gleichzusetzen ist mit stramm marschieren.)

    Dagmar & Cara

    Ein Hund braucht 18-22h Ruhe/Schlaf.

    Das ist so nicht korrekt. 22 Stunden Zwangsruhe kann genauso zu Verhaltenstörungen führen wie zuwenig Ruhe.

    In Freilandbeobachtungen an verwilderten und streunenden Hunden wurden tägliche Ruhezeiten von etwa 17 Stunden ermittelt. (zB Bloch, "Die Pizzahunde" und andere).

    Dagmar & Cara

    Ganz seltsam, die Spitzanzeige. Ich habe jetzt der Züchterin eine Mail geschrieben und sie auf die Anzeige aufmerksam gemacht. Auf der Homepage der Züchterin wird Bärle übrigens als Deckrüde geführt, aber die Adresse ist eine andere als die aus der Anzeige. Der Stil der Anzeige paßt auch in keiner Weise zur Homepage der Züchterin, Also gehe ich davon aus, daß der Besitzer des Hundes eine andere Person ist.

    Vielleicht ist der Besitzer ja gestorben und die Erben versuchen, den Hund loszuwerden und zu Geld zu machen, ohne die Züchterin zu kontaktieren.

    Dagmar & Cara

    Selektiert man nun nur noch nach optischen Kriterien entstehen gern mal wesenschwache Hunde, Hunde die viel wollen, aber nicht mehr können, Hunde die unbrauchbar für ihre Arbeit sind - aber auch gern mal im Alltag anstrengend. Man kann über 100 Jahre Zuchtgeschichte und Selektion nicht innerhalb von wenigen Generationen umkehren und aus einem sensiblen, eifrigen Hütehund einen anspruchslosen Begleiter für die Stadt machen.

    Das kann man gar nicht genug hervorheben. Wenn die Selektion auf Arbeitseigenschaften durch die Selektion auf Schönheitsmerkmale ersetzt wird, bekommt man genau das: Schöne Hunde. Nicht aber automatisch ausgeglichene, wesensfeste, nervlich belastbare Hunde, denn das ist kein Zuchtkriterium in der Showzucht. Ein tauglicher Familien- und Begleithund entsteht nicht nebenbei, sobald nicht mehr auf Arbeitseigenschaften selektiert wird.

    Oft sind die ursprünglichen Neigungen teils noch vorhanden, aber weniger gut kontrollierbar als beim Arbeitshund.

    Dagmar & Cara