Beiträge von dagmarjung

    Oje, das klingt aber sehr verkopft und sehr nach " ich brauch ganz viel Theorie um mich in der Praxis sicher zu fühlen".

    Oder einfach nach einer Leseratte - ich bin auch eine! ;)

    In Rassebüchern sind die Kapitel über Erziehung gewöhnlich die schlechtesten. Meist sind es Züchter, die Rassebücher schreiben oder einfach Rasseliebhaber, die sich mit Rassegeschichte, Zucht und rassespezifischer Pflege befassen. In punkto Erziehung und Training geht der Kenntnisstand aber nicht über den eines durchschnittlichen Hundehalters hinaus.

    Bei Büchern speziell über Hundeerziehung und Training ist die Wahl für den Laien leider wirklich schwierig. Da man sich mit der Materie noch nicht auskennt, ist es kaum möglich, die Qualität zu beurteilen. Von hervorragenden Fachleuten bis hin zu (Fernseh)Gurus tummelt sich da wirklich vieles auf dem Markt.

    Oft ist in einem Ratgeber auch allerhand Nützliches neben eher fragwürdigen Tips enthalten. Das Problem dabei ist, wer sich noch nicht auskennt, kann das eine nicht vom anderen unterscheiden.

    Ich kann mir auch vorstellen, daß der "8 Wochen-Plan für Welpen" an sich viele gute Tips zum Übungsaufbau usw enthält, nur muß man die Art der Präsentation sehr kritisch sehen, weil sie den frischgebackenen Welpenbesitzer unter Zeit- und Leistungsdruck setzt. Was für die gute Beziehung zum Welpen nachteilig ist.

    Dagmar & Cara

    Hunderatgeber lesen ist gut. Am besten so drei bis fünf auf einen Sitz, dann merkt man, daß die Autoren alle nur mit Wasser kochen und jeder die einzig richtige Methode propagiert, aber jeder eine andere. Das relativiert. Etwas Nützliches bleibt immer hängen.

    Anschließend die Bücher bitte aufs oberste Regal stellen, wo man nur mit der Leiter drankommt, und ab jetzt vom HUND lernen. Eurer Welpe ist euer bester Lehrer, da kann kein Ratgeberautor mithalten. Schaut und hört aufmerksam zu, was das Pudelchen euch sagt, dann wird das schon. ;)

    Auf den Folgetrieb ist nicht immer Verlass. ZB konnte mein Kleinpudel als Welpe nicht immer gleich einordnen, ob ich das bin oder wer anders und ist gelegentlich anderen Personen nachgelaufen, die zB schneller liefen als ich. Sie hatte mein Körperbild auf etwas größere Entfernung noch nicht so abgespeichert und lief öfter mal auf Verdacht zu anderen Leuten hin.

    Dagmar & Cara

    Wir versuchen jetzt, die Angriffe auf unsere Möbel auf das Spielzeug zu lenken. Das klappt im Großen und Ganzen gut, aber gedanklich haben wir die Möbel sicherheitshalber schon einmal abgeschrieben. Hatte ich unterschätzt, die knabbern wirklich alles an.

    Im Zoofachhandel gibt es "Bitter Apple", eine Tinktur, die man auf Möbelbeine und andere gefährdete Stellen streichen kann. Das Kauen wird dem Hund dadurch vergällt. (Wirkt natürlich am besten, wenn schon die allerersten Kauversuche eklig schmecken, ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.)

    Dagmar & Cara

    Also mal im Ernst. Ich bin auch wirklich eher der Wattebauschwerfer in der Hundeerziehung. Aber wenn mein Hund am Straßenrand irgendwas aufnimmt, dann gibts auch mal ein Donnerwetter.

    Wir reden hier von einem Welpen. In einem bestimten Alter nehmen die einfach alles ins Maul, um es zu erforschen, wie die kleinen Kinder. Das bleibt nicht so, diese Phase geht vorbei, wobei Fressbares natürlich immer interessant bleibt. Aber in dieser Phase ist Aufmerksamkeit der Halter gefragt, eventuell eine Leine zur besseren Kontrolle und viel Tauschen, kein Donnerwetter.

    aber sie fängt damit an, wenn wir gerade einmal 5 Schritte vom Grundstück runter sind. Und im Garten ist alles tutti.

    Das ist die eingebaute Kindersicherung aller Caniden: die Welpen bleiben in der unmittelbaren Nähe des Baus, in den sie bei Gefahr flüchten können. Die Eltern können jagen gehen, ohne daß die Welpen ihnen folgen.

    Dieses Verhalten verliert sich mit der Zeit von selbst. Es zeigt, daß der Welpe sich jetzt bei euch zuhause fühlt.

    Dagmar & Cara

    Nach dem Lesen deines Eröffnungsbeitrages stand mir auch das Bild eines Labrador oder Golden Retrievers vor Augen. Da würde wirklich alles gut passen. Gerade auch, wenn ihr Interesse an Dummyarbeit habt und Gewässer in eurer Nähe, wo der Hund schwimmen kann. Auch als Teilzeit-Bürohund, der mit anderen Menschen kein Problem haben soll, ebensowenig wie mit Kinderbesuch.

    Daß eine Rasse gut in bestimmte Lebensverhältnisse passt und dort auch beliebt ist, ist ja nichts Negatives. Ein Jäger kauft sich ja auch keinen Barsoi oder Hovawart, nur um sich von der Masse abzuheben, sondern eben einen Jagdgebrauchshund.
    Familienbegleithunde sind keine langweiligen Schlaftabletten, sondern einfach Hunde, die gut mit den speziellen Anforderungen eines mitunter lebhaften Familienlebens zurechtkommen.

    Jeder Hund mit gesunden Sinnen ist im Grunde wachsam und macht seine Leute aufmerksam, wenn etwas Ungewohntes passiert, die allermeisten bellen auch, egal welche Rasse. Der eigentliche Wachtrieb im Sinne von Verteidigungsbereitschaft ist etwas, was man mit Familie (Kinderbesuch usw) gar nicht so gerne haben wil. Es kann leicht dazu führen, daß der Hund dauernd weggesperrt werden muß.

    Dagmar & Cara

    Bevor unser Golden hier einzog, habe ich mich sehr intensiv mit dem Toller beschäftigt und ich empfinde ihn definitiv nicht als Familienhund, der ab und an mal Dummyarbeit macht, aber ansonsten mitläuft. Ich sehe den nur in der wirklich ernsthaften Dummyarbeit (oder eben jagdlich geführt), das war auch für alle Züchter, mit denen ich Kontakt hatte ein Abgabekriterium.

    Alle Toller, die ich kenne, sind nicht nur sehr ernsthafte Arbeitshunde (Rettungshund, Leistungssport) sondern auch Einpersonenhunde, die neben ihrer Bezugsperson keine anderen Menschen um sich brauchen.

    Als Familienhund möchte man doch lieber einen Charakter, der zu jedem Familienmitglied eine herzliche Beziehung pflegt.

    Vernünftige Züchter von Rassehunden züchten in einem Verein welcher dem VDH angeschlossen ist.

    Achtung: Es gibt jede Menge Zuchtvereine außerhalb des VDH, die ihre eigenen Papiere ausstellen. Warum auch nicht? Schließlich reichen 3 Personen aus, um einen Verein zu gründen und die Welpen "mit Papieren" teurer zu verkaufen. Nach Qualität wird da nicht groß gefragt.

    Dagmar & Cara

    Dein Ernst? Du willst dich hier darüber austauschen wie Hunde kotzen? :fear:

    Warum nicht? :ka: Dies ist ein Hundeforum. :D

    Ich finde es interessant, wie unterschiedlich deine Hunde und Katzen sich verhalten, Rübennase. Als Einzelhundhalterin hab ich da nicht so den Vergleich. Cara macht wenig Umstände. Steht auf, pumpt einige Male, kotzt und das wars, Thema erledigt.

    (Also für sie, nicht für mich, logischerweise.)

    Dagmar & Cara

    Neulich ist beim Gassi ein Fremdhund in unser Rudel gerannt. Da kein Halter in Sicht, haben wir sie machen lassen... naja, jetzt hab ich ne neue Deko fürs Aquarium...

    Respekt vor deinen Hunden! - An deinen Zoologiekenntnissen mußt du allerdings noch arbeiten: Der "Fremdhund" war in Wirklichkeit ein Tyrannosaurus Rex. Wahrscheinlich gerade aus dem Ei geschlüpft, der Arme.

    Dagmar & Cara