Beiträge von dagmarjung

    Lieber Gott,

    ich will dich hier wirklich nicht verurteilen,

    Beim Threadersteller handelt es sich nicht um Gott, sondern lediglich um einen Menschen, der sich Max nennt. Daher besteht auch kein Grund, den Allmächtigen an dieser Stelle zu verurteilen. Er war's nicht! ;)

    Ist der Hund eigentlich schon seit 4 Wochen bei euch wie hier im Thread geschrieben wurde oder erst seit knapp 3 Wochen, wie im Vorstellungsthread geschildert?

    Dagmar & Cara

    Genau darum ging es doch nicht, hier wurden auf den mittlerweile 10 Seiten die Trainingsdiscs verteufelt. Ja, ich weiß noch nicht, wie ich die Discs einsetzen soll. Aber genau für solche Zwecke habe ich a) Literatur und b) den Trainer.

    ... und wenn man nicht aufpasst...

    Ja, eben, wenn man nicht aufpasst... Wenn du dich von deinem angeleinten Hund 8 mal zur selben Kackwurst reißen läßt ohne vorher wahrzunehmen, was der Hund im nächsten Moment vorhat, bist du zu langsam und zu unaufmerksam.

    Du hast jetzt die Idee, dich mit den Discs aufzurüsten, aber das wird dir nichts bringen, wenn du weiterhin so langsam bist. Denn da du erst dann reagierst, wenn der Hund die Wurst schon im Fang hat, hat sich der Hund bereits selbst wirksam belohnt, und dein Strafreiz kommt zu spät.

    Deswegen solltest du zunächst lernen, deinen Hund und die Situation besser zu beobachten. Wenn du das aber kannst, brauchst du die Discs ohnehin nicht mehr. Denn dann bist du in der Lage, schon auf deinen Hund einzuwirken, wenn er gerade erst daran denkt, sich zum Leckerbissen hinzubewegen.

    Dagmar & Cara

    Ich hab jetzt nicht alle 8 Seiten gelesen.

    Versteh aber den "Geschiss" um die Traiingsdisc nicht.

    Wenn das Timing stimmt und man genau weiß, was man tut, kann man im Einzelfall auch Trainingsdiscs oder andere Hilfsmittel richtig anwenden. Das ist hier aber nicht der Fall, weil die nötigen Voraussetzungen beim Halter nicht gegeben sind. (Wie sich in den 8 Seiten gezeigt hat.)

    Jedes Werkzeug ist nur so gut wie der Anwender. Trainingsdiscs sind kein Ersatz für Aufmerksamkeit und vorausschauendes Handeln.

    Dagmar & Cara

    Hasenlauf = Bunny hop: Das übertriebene Hüpfen im spielerischen Lauf, besonders bei Welpen und Junghunden. Natürlich nicht auf Möpse beschränkt.

    Andere Bedeutung: das Hoppeln, das durch Probleme wie HD entsteht. Hier wohl eher nicht gemeint (und auch nicht fehlinterpretiert).

    Dagmar & Cara

    Sabine Winkler ist nicht irgendwer, sondern eine ganz hervorragende Fachautorin. Ich habe insbesondere ihr Buch "So lernt mein Hund" hier schon oft empfohlen. Das ist quasi die Grammatik des Hundetrainings insgesamt, mit diesem Grundwissen kann man die Arbeit von Trainern aller Sorten verstehen und beurteilen. Keiner erklärt so glasklar, wie und warum bestimmte Ansätze wirken und was die Vor- und Nachteile sind.

    Die Trainingsdiscs sind keine Zaubermittel. Man kann sie so oder anders konditionieren und erhält je nachdem eine unterschiedliche Wirkung. Oder eventuell auch gar keine oder eine ganz unerwünschte.

    Lieber TE, bevor wir über Handwerkszeug irgendwelcher Art reden, laß uns über das eigentliche Problem sprechen: Dein (sorry) miserables Timing. Das ist nicht böse gemeint, jeder fängt mal an und Timing ist Übungssache.

    Wenn dein Hund 7, 8 mal an dieselbe Kackwurst kommt, egal wo sie auf der Wiese liegt, dann ist deine Aufmerksamkeit und Reaktion das eigentliche Problem, an dem du arbeiten must, sonst wird sich nichts ändern.

    Als eiserne Regel gilt: Strafe kommt immer zu spät. Der Hund hat sich schon in dem Moment selbst belohnt, in dem er die Wurst zwischen den Zähnen spürt und er wird dieses erfolgreiche Verhalten wiederholen.

    Du mußt also auf den Hund einwirken, bevor die Nase am Leckerbissen ist. Erfolg verhindern heißt die Devise. Das kannst du aber nur, wenn du sehr wach bist und vor dem Hund bemerkst, was Sache ist. Leine dran ist mal das erste und wichtigste. Ob du dann ein Wort als Abbruchsignal oder von mir aus auch "sanft" aufkonditionierte Discs als neues Abbruchsignel verwendest - alles hat nur dann einen Effekt, wenn das Timing stimmt und du jeden Erfolg 100%ig verhindern kannst.

    Ganz ehrlich, ich würde aber wegen einmal Kackefressen jetzt kein Faß aufmachen. Dein Hund ist noch jung und oft ist einfach weiterüben das richtige. Es ist normal, daß bei einem jungen Hund mitten im Lernprozess noch nicht alles immer klappt. Dann war eben im Einzelfall der Reiz zu groß. Nicht zu viel auf einmal verlangen, sondern die Anforderungen allmählich steigern ist die Devise.

    Dagmar & Cara

    Und obwohl Chip jetzt kein Hund ist, den es zu den Häufchen anderer Hunde zieht, fand er dieses Stück unwiderstehlich. Beim ersten Mal habe ich die Wurst einfach nur aus dem Mund geschüttelt. Beim zweiten Mal schon etwas energischer. Beim 3,4,5 Mal gab es schon etwas mehr Ärger. Er hat schon ganz sicher verstanden, dass er die nicht in den Mund nehmen darf. Dennoch zog es ihn beim 6, 7 und 8 Mal wieder hin.

    Einige Verständnisfragen:

    Wollte er sieben, acht mal zum selben Kackhaufen? Wenn ja, warum hast du das zugelassen? (Anleinen, blocken, wegschicken...)

    - Oder waren es jeweils andere Haufen an verschiedenen Stellen?

    Falls letzteres, zieht es ihn wohl doch öfters zum Kot anderer Hunde? Oder war es kein Hundekot, sondern Mensch oder Katze?

    Dagmar & Cara

    Leider ist der erste Impuls nicht zu mir, wahrscheinlich ist die Bindung nach der kurzen Zeit nicht stark genug nehme ich an...

    Man muß sich ja erst einmal gegenseitig besser kennenlernen, bis eine echte Freundschaft entstehen kann...

    - außerdem ist es ganz normal, daß ein Welpe sich zunächst an den sicheren Bau (deine Wohnung, dein Haus) gebunden fühlt und bei Gefahr dorthin zurück strebt. Das tun alle Canidenwelpen. Diese angeborene Kindersicherung ermöglicht es Fuchs- und Wolfseltern, jagen zu gehen und die Welpen am Bau zurückzulassen. Mit zunnehmendem Alter verliert sich dieses Verhalten.

    Dagmar & Cara