Beiträge von dagmarjung

    Haben sich, glaub ich, damals vom Elo gelöst und brauchten nen eigenen „Rassenamen“.

    Nein, das sind ganz andere. Die züchten kommerziell und haben ihre eigene neue "Rasse" erfunden. Mit den Elo-Züchtern haben sie ebensoviel oder wenig zu tun wie mit dem Pudelclub oder dem Club für britische Hütehunde.

    Es gibt eine Gruppe Züchter, die sich vom Elo-Zuchtverband getrennt haben, die züchten aber unter dem Rassenamen Chebo. Grund für die Namensänderung war lediglich die Rechtslage, da der Name Elo rechtlich geschützt ist. Chebos sind aber immer noch Elos, gleiche Abstammung, gleiches Zuchtziel. Die Gründe für die Abspaltung sind meiner Ansicht nach durchaus nachvollziehbar und nichts spricht gegen die Seriosität der Züchter.

    Dagmar & Cara

    Welpen sind immer spontan, leicht abgelenkt von allem und jedem und ungestüm. Deine Hündin ist heute erst zu dir gekommen, und das bedeutet erst einmal Stress und Aufregung. Sie wurde aus ihrer Familie herausgerissen und kennt ihr neues Zuhause und dich noch gar nicht. Die "Verspieltheit" ist in diesem Fall mehr Aufregung als Freude. Die Devise für die ersten Tage heißt erstmal gemeinsam richtig faule Tage genießen. Viel chillen. Häufige, aber kurze Gänge, immer zu denselben Stellen. Keine Action. Nicht stundenlang draußen Gassigehen und sich dann wundern, daß die Kleine drinnen aufgedreht ist. ;)

    Und auch wenn sie beim Züchter schon mal ein Halsband kennengelernt hat, ist sie auf keinen Fall leinenführig. Das müssen Hunde erst lernen, und das dauert einige Zeit. Leinenführigkeit gehört durchaus zu den fortgeschrittenen Lektionen. Das erfordert nämlich eine Maß an Ausdauer und Konzentration, das ein Welpe noch gar nicht leisten kann.

    Ein gut passendes Geschirr ist für die erste Zeit schonender als ein Halsband. Dann kann man beim normalen Gassigehen die Leine am Geschirr befestigen und dem Hund das Ziehen vorerst erlauben. Und zwischendurch mal für ganz kurze Übungen aufs Halsband umhaken und die Leinenführigkeit trainieren. Das ist aber keine Übung für die ersten Tage. Da ist anderes viel wichtiger, nämlich dich, deinen Haushalt und ihre neue Umgebung kennenlernen.

    Dagmar & Cara

    Ich versuche das noch mal Schritt für Schritt aus Hundesicht zu beschreiben:


    ich hab ihr nicht den Knochen weggenommen ich bin nur hinter ihr her

    Du hast sie also mit den Augen fixiert und sie dann verfolgt. Das alleine hat ihr schon Angst gemacht.

    Und sie hat von sich aus angegriffen als ich dann in ihrer Nähe war.

    Nicht von sich aus angegriffen, sondern sie hat auf dein Verhalten reagiert. Sie fühlte sich bedroht und hat sich verteidigt. Sie fühlte sich in die Enge gedrängt und hat aus Angst gebissen, nicht aus Angriffslust. Das ist ein wichtiger Unterschied.

    Was für dich im Umgang mit dem neuen Hund wichtig ist: ihr beide habt noch keine Vertrauensbasis wie du sie mit deiner alten Hündin hattest. Deine kleine Rumänin kent dich noch nicht und hat gar keinen Grund, die ihr Vertrauen zu schenken. Deswegen muß man mit einem neuen Hund sehr viel vorsichtiger umgehen als mit einem alten Kameraden. Sonst kann es schlimme Mißverständnisse geben.

    Dagmar & Cara

    Du kannst durchaus längere Zeit mit einem Welpen im Grünen zubringen. Beim Züchter dürfen und sollen sich die Kleinen ja auch viel draußen im Garten. aufhalten.

    Mach es dir mit einer Picknickdecke und einem Buch im Schatten gemütlich. An einer langen Leine - je nach Möglichkeiten auch ohne - kann der Welpe die nähere Umgebung erkunden und wenn nix los ist, sich auch ablegen.

    - Warum das Buch? - Damit du dich auch innerlich etwas vom Welpen löst. Das hilft ihm wiederum zu akzeptieren, daß jetzt erstmal nichts Interessantes passiert.

    Man soll den Welpen nur nicht stundenlang an der Leine von A nach B schleppen. Das wäre Überforderung. Aber es spricht nichts dagegen, daß man einfach draußen ist.

    Für drinnen gibt es im Zoofachhandel Kühlmatten. Feuchte Tücher können auch halfen.

    Dagmar & Cara

    Dieses "es sich leichter machen" würde ich als ganz großen Vorteil empfinden, denn es gilt ja genausogut andersrum: als Riesenbonus für den Hund. Je mehr er dir liegt und entspricht, desto weniger muß er sich im Zusammenleben anpassen und "verbiegen". Desto mehr kann er genau das sein, was er genetisch ist, und ihr seid beide damit zufrieden. Also ein großer Pluspunkt für beide Seiten.

    Danke, Terriers4me, das hast du sehr treffend auf den Punkt gebracht.

    Dagmar & Cara

    ..was'n das?

    Welpenblues ist abgeleitet von Babyblues. Kommt gar nicht so selten vor. Obwohl sie sich den Welpen sehr gewünscht haben, fallen so manche Neu-hundebesitzer zunächst ins tiefe Loch, fühlen sich überfordert und außerstande, dem Welpen gerecht zu werden, und haben diffuse Ängste, manchmal bis hin zur Depression. Sie haben das Gefühl, ihr Leben wird umgekrempelt. Gerade solchen Menschen, die sich sehr sorgfältig vorbereitet haben, passiert das nicht selten.

    Wenn der neue Alltag mit Hund sich dann allmählich einspielt, ist der Welpenblues vergessen.

    Dagmar & Cara

    Als meine wirklich sehr geliebte Großmutter starb war ich zwar traurig, aber nicht enfernt so belastet wie nach dem Tod meiner Schäferhündin. Wobei ich meine Großmutter mein ganzes Leben lang kannte und liebte, meine Schäferhündin dagegen erst 2 Jahre.

    Beide starben relativ kurz hintereinander.

    Ich habe darüber nachgedacht, und ich glaube, zu wissen, warum das so war. Meine Großmutter lebte in einer entfernten Stadt, und wir sahen uns nur gelegentlich zu Ferienzeiten, während meine Hündin ein wichtiger Teil meines täglichen Lebens war. Das bedeutet, der Tod meiner Großmutter war zwar ein persönlicher Verlust, aber mein Alltag blieb derselbe wie vorher.

    Wenn man nun einen stark pflegebedürftigen Hund hat, um dessen Bedürfnisse quasi der gesamte Altag kreist, dann trauert man bei dessen Tod nicht nur um einen geliebten Freund, sondern es fällt gleichzeitig auch ein Lebensmittelpunkt weg. Und diese Umstellung fällt erst mal schwer, obwohl es objektiv gesehen ja eine Erleichterung sein sollte.

    Seit mir das klar wurde, kann ich das besser ins Verhältnis setzen, was wirkliche Trauer ist und was, nennen wir es mal "Umstellungsstress" ist. Umstellungsstress, das sehen wir ja an diversen Welpenblues-Threads, ist zwar belastend, geht aber von selbst vorbei.

    Nimm dir die Zeit, die du brauchst, und dann wirst du auch wieder bereit für einen neuen Hund in deinem Leben sein. :streichel:

    Dagmar & Cara