Beiträge von dagmarjung

    Laß sie einfach nicht mit jüngeren und schwächeren Hunden spielen. Gar nicht, auch nicht versuchsweise. Ein Hund, auch ein junger, muß nicht mit jedem spielen. Manchmal passt es eben nicht. Es reicht, wenn deine Hündin einige wenige Spielkameraden hat, mit denen sie sich gut versteht.

    Du mußt auch keine Angst haben, daß sie nicht gut sozialisiert wird, wenn sie nicht mit allen anderen Junghunden spielt. Im Gegenteil, es ist besser, wenn sie frühzeitig lernt, andere Hunde einfach zu ignorieren und in Ruhe zu lassen. Daß also der Anblick eines anderen, auch gleichaltrigen Hundes nicht automatisch bedeutet, daß die beiden jetzt interagieren müssen.

    Wenn du das beachtest, bereitest du dich mit deiner Amstaffhündin schon gut auf die Zukunft vor.

    Die Spiele junger Hunde aller Rassen setzen sich vor allem aus Elementen von Jagd und Kampf zusammen. Hetzen, Ringen, Raufen, Kräftemessen. Das ist ganz normal. Welpen und Junghunde spielen nun mal mit vollem Körpereinsatz, das heißt aber nicht, daß sie "dominant" sind. Junge Hunde lernen mit der Zeit, sich zurückzunehmen, wenn der Spielpartner sich entsprechend wehren kann. Das passiert aber nicht, wenn er erheblich schwächer ist und leicht untergebuttert werden kann.

    Im Wildleben wären alle Geschwister gleich alt und in etwa gleich stark. In der Welpengruppe einer Hundeschule ist das nicht so, hier treffen Welpen verschiedenen Alters und sehr verschiedene Kampfgewichte aufeinander. Da ist einfach nicht jeder Welpe für jeden anderen ein passender Spielpartner. Die Trainerin sollte darauf achten und zB die Gruppe fürs freie Spiel nach Größe trennen oder nur jeweils zwei passende Welpen miteinander spielen lassen.

    Für die Sozialisation reicht es, wenn Welpen Hunde verschiedener Rassen und Größen kennenlernen und so als Artgenossen einordnen können. Kennenlernen ist aber nicht gleichbedeutend mit spielen.

    Dagmar & Cara

    Aber viele haben mich vorher verunsichert, wie ich mir einen Rüden zutrauen kann. Und wenn einem dann gesagt wird, dass mich mein Rüde bald beißen wird und jetzt schon Dominanzverhalten zeigt (weil er z.B. nach dem großen Geschäft mit den Hinterpfoten scharrt), bekommt man eben Angst.

    Achso, Rüden sind dominante Beißer und Hündinnen sind sanfte Engelein und singen fromme Lieder? - Wieder was dazugelernt! :roll:

    - Zur Zeit habe ich gelegentlich den Zwergpudel einer Freundin in Pflege. Ein kleines, eher unsicheres Weichei, aber er scharrt nach dem Häufchenmachen und nach dem Pinkeln wie ein Weltmeister. Ich vergleiche das mit Leuten, die in Foren oder auf Facebook immer zehn Ausrufezeichen hinter jeden Satz machen!!!!!!!!! Da hat hier wie da nix mit Dominanz zu tun!!!!!!!! Sich ein bißchen wichtigmachen ist keine Dominanz.:smile:

    Im übrigen ist Scharren an Hunde gerichtet und keine Botschaft an den Menschen.

    Die Hundetrainerin bildet auch Jagdhunde aus. Sie hat den einen Hund die letzten Male auch mit bei gehabt und im Nachhinein kam mir dieser Hund sehr „unnatürlich“ vor. Er hat die gesamte Stunde über den selben Gesichtsausdruck gehabt und hat sich ohne ihre Erlaubnis keinen Zentimeter bewegt.

    Man kann Hunde auch zu Sklaven machen. Gut, daß du da weg bist.

    Ich sage es euch rechtzeitig, wenn die Übernahme der Weltherrschaft durch den Pudel bevorsteht. (Schlimmer als Trump ist er nicht, versprochen.)

    Er sieht zumjindest sehr viel besser aus! :lol:

    Dagmar & Cara

    Ich sehe in deinen Zeiten keinen Hinderungsgrund.

    Hunde ruhen ohnehin viel mehr als Menschen. Nach Freilandbeobachtungen an verwilderten Hunden schlafen und dösen sie um die 17 Stunden am Tag. Mit einer längeren Ruhezeit am Tage tust du deinem Hund also nichts Unrechtes. Ein typischer Sonntag bei mir sieht zB so aus, daß nach einem kürzeren Gang vormittags erstmal Ruhe für den Hund ist, während ich mich zuhause beschäftige, auch einen Mittagsschlaf mache, und nachmittags so um 17.00 Uhr starten wir dann zum großen Spaziergang. Also ganz ähnlicher Ablauf wie bei dir.

    Daß du ihn zur Arbeit mitnehmen kannst, ist doch super.

    Hunde leiden nicht selten unter dem Alleinesein, aber sie leiden nicht unter Langeweile, wenn zuhause zeitweise nix los ist. Voraussetzung ist natürlich, daß der Hund jeden Tag seine Bewegung, Beschäftigung, Ansprache bekommt.

    Dagmar & Cara

    In was für Situationen genau bekommt der Hund denn von euch "Schimpfe"?

    - Schimpfen hinterher löst keine Probleme und ändert kein Verhalten. Wenn der Hund nach euch schnappt, dann vermutlich zur Abwehr, weil er sich bedrängt fühlt. Schimpfen ist da keine Lösung.

    Eine gewaltfrei arbeitende TrainerIn sollte euch zeigen, wie ihr sachgerecht damit umgehen könnt. Bitte keinen Trainer konsultieren, der noch nach veralteten Dominanztheorien arbeitet. Abwehrknurren und Schnappen hat nämlich nichts mit Dominanz zu tun, sondern mit Angst und mangelndem Vertrauen.

    Dagmar & Cara

    Es ist vermutlich ein kleiner Hund. Da neigen viele Menschen dazu, Knurren und Schnappen nicht so ernst zu nehmen. Kleines Gedankenspiel: stell dir vor, es wäre ein Rottweiler. Und nimm das Verhalten des Kleinen genauso ernst, wie du es bei einem großen Hund tun würdest.

    Was die Hitze betrifft, früh am Morgen und abends sind die geeigneten Zeiten für längere Gänge, tagsüber dann nur mal kurz zum Lösen raus. Aber das macht ihr ja sicher schon, oder?

    Wie alt ist Charly denn?

    Auch mal abgesehen von versehentlichen Tritten, das Leben mit einer demezkranken Person als einziger Bezugsperson ist für einen Hund sehr schwierig. Weil die Kommunikation zunehmend verwirrt und unklar wird. Das führt zur Verunsicherung beim Hund.

    Dagmar & Cara

    Ich habe leider keine hifreichen Tips und wünsche nur mal gute Besserung. :streichel:

    - Warum hat deine Hündin während der Läufigkeit Tag und Nacht ein Höschen an? Sie kann sich ohne Höschen viel besser selbst sauberhalten.

    Hier kommt das Höschen nur kurzfristig zum Einsatz, wenn ich bei anderen Leuten zu Besuch bin.

    Dagmar & Cara

    Will der Hund nicht raus oder ist ihm das Anleinen an sich unangenehm?

    Ein Tip, aber nur für Management: Hausleine dranlassen - eine Strippe ohne Schlaufe - so daß man den Hund greifen kann, ohne ihm zu nah zu kommen. Damit darf man den Hund aber nie ohne Aufsicht alleinelassen.

    Wenn das Anleinen das Problem ist, kann man das hoffentlich schönfüttern. Also nicht dem Hund nachlaufen, sondern ihn mit Leckerchen zu sich locken. Manchmal ist auch das Drüberbeugen das Problem, dann je nachdem den Hund im Sitzen zu sich rufen.

    Manche Hunde mögen keine Halsbänder, die man über den Kopf streift. In dem Fall hilft eines mit Klickverschluß.

    Dagmar & Cara

    Ich bin ja großer Rollercoaster Tycoon Fan gewesen. Und aktuell ist Rollercoaster Tycoon World für 2,49 Euro glaube ich im Angebot.

    Aber Planet Tycoon und Zoo Tycoon fand ich deutlich besser.

    Kennst du den Youtube-Kanal "Let's game it out"?

    Der Typ holt mehr aus Simulatorspielen raus, als deren Entwickler sich in ihren kühnsten Alpträumen vorstellen können. Achtung, rabenschwarzem Humor!

    Zum Beispiel hier:

    Planet Zoo

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Planet Rollercoaster

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    dagmar & Cara

    Nix wie weg da! Unfassbar, was sich so alles Hundeschule nennen darf... gar keine Hundeschule zu besuchen ist besser als so eine.

    ich war total verunsichert, als es in der ersten Stunde hieß, dass Levi später total dominant wird und mich beißen wird

    Das Lustige ist, der Trainer (oder die Trainerin) hat in gewisser Weise recht mit dieser Prophezeiung. Natürlich nur, falls du dort bleiben würdest. Gewalt erzeugt Gegengewalt, und mit wachsender Reife wird der mißhandelte Hund ernsthafter zurückbeißen. Natürlich nicht aus Dominanz, sondern aus Notwehr. Eine klassische selbsterfüllende Prophezeiung also.

    Was muß ein Hund mit 5 Monaten können? Noch gar nix.

    Was sollte er in dieser Zeit lernen, ohne den Anspruch, es schon perfekt zu beherrschen? - Alltag, wie hier schon erläutert. Rückruf mit toller Belohnung. Sachen hergeben.

    Spielerisch, mit viel Belohnung und ganz ohne Zwang, kann man auch schon mal Sitz, Platz und Leinenführigkeit anbahnen. Das ist aber nicht Kern der Erziehungstätigkeit, sondern eher Beiwerk.

    Viele ErsthundehalterInnen verwechseln das übliche SitzPlatzFußtraining mit Erziehung, und machen sich Sorgen, wenn es noch nicht klappt. Das ist es aber nicht. Sieh es mehr als Tricks wie Pfötchengeben an. Wenn die Grundlage stimmt, was gegenseitiges Vertrauen und Alltag betrifft, lernt der Hund solche Dinge auch später noch leicht.

    Auch für Dummytraining hast du noch massig Zeit. Fördern kannst du deinen Hund in dieser Zeit, indem du ihm nicht alles aus dem Maul reißt, was er so findet und mit sich rumträgt. Also indem du ein freundliches, auf Tauschen basierendes "Aus" einübst und ihm Sachen nur dann abnimmst, wenn es nötig ist. Ihn auch mal dafür lobst, wenn er was rumträgt.

    Falls du Spielzeuge wirfst und Levi hinterherlaufen darf, nimm alles andere, aber kein Dummy. Das Dummy ist dann fürs spätere Arbeiten reserviert, im Gegensatz zu Spielzeug, mit dem rumgealbert werden darf. Also mit Spielzeug bitte kein korrektes Zurückkommen und Ausgeben erwarten oder trainieren. Sondern Spiel bleibt Spiel, wobei der Hund auch zum Fang-mich-doch auffordern darf.

    Dummytrainig ist dann Arbeit mit ganz bestimmten Gegenständen und vorgegebenen Regeln, aber das kriegen wir später. ;)

    Da du einen Pudelmix mit Pudelfell hat, ist Levi sicher schon daran gewöhnt, daß er oft angefaßt, festgehalten und gebürstet wird. Das ist jetzt dein Vorteil, da er von Anfang an auch an freundlich-sanfte körperliche Manipulation gewöhnt ist. Dadurch wird es ihm leichterfallen, das unfreundliche Runterdrücken zu "vergessen". Zumal du den Ort des Grauens ja nicht mehr betrittst. (Hunde lernen ortsgebunden und verknüpfen Vorgänge mit dem Ort, an dem sie passieren.)

    Dagmar & Cara