Die klassischen Begleithunderassen würde ich hier auch in erster Line empfehlen.
Shiba Inu und Chow Chow sind leider ganz ungeeignet für deine Ansprüche.
Ich bin also regelmäßig den ganzen Tag auf Achse und kann den Hund glücklicherweise überall hin mitnehmen (auch ins Büro).
Hunde brauchen viel Zeit zum Schlafen und Dösen. In Freilandbeobachtungen verwilderten Hunden kam man auf durchschnittlich 17 Stunden pro Tag. Man tut also einem Hund nicht unbedingt einen Gefallen, wenn man ihn permanent überall hin mitnimmt.
Natürlich ist es positiv, wenn du ihn ins Büro mitnehmen kannst. Dort sollte er dann ganz überwiegend schlafen und ruhen.
Stichwort Tierschutz: Sei dir im klaren darüber, daß du recht hohe Anforderungen an deinen zukünftigen Hund hast. Das ist nichts schlechtes, meine Anforderungen sind ähnlich, aber lange nicht jeder Hund ist in der Lage, sie zu erfüllen. Du erwartest eine sehr hohe soziale Anpassungsleistung im Alltag. Bei einem Hund aus dem Tierschutz ist es eher wahrscheinlich, daß du dich viel mehr an den Hund anpassen und auf seine Grenzen Rücksicht nehmen mußt. Muß nicht so sein, aber ist halt Glückssache.
Das heißt nicht, daß eine Suche im Tierschutz vergeblich sein muß. Aber Diamanten, wie du sie suchst, schaffen es kaum jemals bis auf die Homepage des Tierheims. Dafür gibt es Wartelisten. Von daher relativiert sich auch der Gedanke, einen Hund aus dem Tierheim zu "retten". Hunde dieser Art sind immer hochbegehrt, es gibt viel mehr Bewerber als Hunde.
Die Aufzucht eines Welpen vom guten Züchter ist auch kein Hexenwerk, wenn man sich darauf einläßt. Bei Rückläufern und älteren Hunden vom Züchter muß man aufpassen, was inzwischen mit diesen getan oder eben nicht getan wurde. Ein Hund, der im Züchterhaushalt nur so mitlief und kaum rauskam, ist eher wenig an Außenreize gewöhnt und kann dann entsprechende Anpassungsprobleme haben.
Du wirst in der ersten Zeit mit Hund - egal ob Welpe oder erwachsener Hund - auf jeden Fall kürzer treten, Zeit investieren und andere Dinge zurückstellen müssen.
Stichwort Training: Hunde sind anpassungsfähige Wesen. Aber: versuche trotzdem nie, gegen die Anlagen eines Hundes anzutrainieren. Das ist immer hart, langwierig, mit fraglichem Erfolg. Stell es dir so vor, als müßtest du Mozart das Klavierspielen abgewöhnen.
Es ist unendlich viel leichter und erfreulicher, einen von vorneherein passenden Hund für dein Leben auszuwählen und dann dessen Talente zu fördern, anstatt sie zu unterdrücken.
Preise beim Züchter: 2000 Euro finde ich reichlich viel. Einige Moderassen werden allerdings sehr teuer angeboten, allerdings bei Vermehrern eher noch teurer als beim seriösen Züchter.
Auf der anderen Seite sind die laufenden Kosten sowieso allemal höher als der Kaufpreis. Krankenversicherung ist auf jeden Fall eine gute Idee.
Wie wird dein Leben nach dem Studium aussehen?
Dagmar & Cara