Beiträge von dagmarjung

    Hab Geduld! :smile:

    Seit wann habt ihr die Hündin?

    Kennt sie es überhaupt, im Freien zu sein? Für manche Kleinsthunde aus Wohnungsaufzucht ist das ja etwas ganz Neues und durchaus furchterregend.

    Auch wenn das nicht zutrifft, ist sie draußen nach deiner Schilderung gestresst und nicht etwa gelangweilt. "Interessanter machen" würde also zu noch mehr Stress und Überforderung führen.

    Such dir am besten ein ruhiges, grünes Eckchen, setz dich dazu und laß sie ganz in Ruhe ihre Umgebung erforschen. Geh immer dieselben kleinen Runden, damit sie Routine und Sicherheit gewinnt.

    Daß junge Hunde sich anfangs nicht trauen, sich überall zu lösen ist ganz normal. Von Natur aus bleiben Welpen am Bau und wagen sich nicht weit weg davon. Immerhin hat deine Kleine schon eine Lösestelle draußen, das ist sehr gut! Es gibt Welpen, die trauen sich anfangs gar nicht und halten so lange ein, bis sie wieder im "sicheren" Zuhause sind

    Dagmar & Cara

    Es ist keine gute Idee, 15 Meter Leine einfach frei hinter dem Hund herflitschen zu lassen. Warum, habt ihr ja inzwischen gesehen. Unfälle mit Menschen und Hunden passieren da schneller, als man gucken kann. Gerade wenn Hunde spielen und sich einer mit einem Bein in der Leine verfängt und mitgerissen wird. Hunde sollten daher nie an einer Schleppleine spielen dürfen, das ist für die Spielpartner sehr gefährlich.

    Grundsätzlich sollte eine Schlepp so geführt werden, daß je nach Bedarf auf- und abgewickelt wird und der Hund quasi jederzeit nach einem Meter zum Stoppen gebracht werden kann.

    Wen du eine Leine zum freien Hinterherschleppen benutzen willst, und dein Hund auch damit spielen soll, dann sollte sie nur ganz kurz sein, höchstens zwei Meter, um den anderen Hund möglichst wenig zu gefährden.

    Ich würde hier aber einen anderen Weg wählen und den Rückruf mit sehr hochwertiger Belohnung zunächst in weniger hoher Reizlage wieder einzuüben. (Man neigt bei einem insgesamt braven Hund dazu, den Rückruf allmählich etwas schleifen zu lassen, ich kenne das:hust:)

    Und dann langsam die Anforderungen steigern, alles ganz ohne Leine. Da dein Labrador ja insgesamt gehorsam ist, bekommst du auf diese Weise bestimmt einen Fuß in die Tür. Rückruf muß sich einfach wieder richtig lohnen!

    Dagmar & Cara

    Es gibt Dutzende solcher Clubs unter verschiedenen Namen. Die Papiere, die sie ausstellen, kannst du in der Pfeife rauchen. Nach Vereinsrecht reicht es wenn sich drei Personen zu einer Vereinsgründung zusammenfinden. Dann darf sich der Verein auch gerne mal Dachverband für Irgendwas oder auch Verein zur Förderung der Gummibärchenzucht nennen. Das ist vereinsrechtlich egal.

    Abstammungsnachweise werden ohne Kontrolle der Zuchtstätten einfach auf Bestellung ausgedruckt, um für Welpen "mit Papieren" höhere Preise zu erzielen. Das ist ein wesentlicher Kritikpunkt an solchen Vereinen, daß sie nämlich auf Kontrollen von Zuchtstätten und Gesundheit üblicherweise verzichten und sich ganz auf die Angaben der Züchter verlassen.

    Ein gutes Indiz für solche Vereine ist es, wenn ein Dutzend Rassen mit jeweils nur einem oder wenigen Züchtern "betreut" werden. Ein echter Rassezuchtverein betreut nur eine Rasse (Deutscher Pudelklub) oder eine zusammengehörige Rassegruppe (Deutscher Windhund Zucht- und Rennverband) und er ist Mitglied im VDH.

    Ein Dachverband betreut verschiedene Rasseclubs. Er ist selbst kein Rassezuchtclub. In Deutschland gibt es nur einen echten Dachverband und das ist der VDH. Ist ein Rasseclub dort nicht Mitglied, besser Finger davon lassen. Ausnahmen gibt es nur für bestimmte, hier noch nicht offiziell anerkannte Rassen oder bestimmte reine Arbeitsrassen.

    - Ein weiteres Indiz für solche eher windigen Verein sind die "Internationalen Weltsiegerausstellungen" in der Gemeindehalle von Hinterkuhfladen. Dort werden dann sämtliche teilnehmenden Hunde mit Goldmedallien geadelt, denn wiederum: Siegerabstammung macht Eindruck und verkauft sich besser.

    Klar, in den Auftritten im Internet werden jede Menge seriös klingende Worthülsen aufgeschäumt. Darf man nix drauf geben.

    Einen Verein, der nicht mal für jede angeblich betreute Rasse einen Standard oder eine Zuchtordnung veröffentlich hat, würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser.

    Das zum Beispiel ist ein weiteres klares Zeichen für mangelnde Seriosität.

    Dagmar & Cara

    Ich hatte schon beim Lesen deines Eingangsbeitrags den Eindruck, daß du deine Entscheidung im Grunde schon getroffen hast. Wenn der Zustand sich ganz langsam verschlechtert, braucht es oft eine Person von außen, die den Anstoß gibt, damit man den richtigen Zeitpunkt nicht verpaßt. In deinem Fall waren es die Worte deiner Tierärztin. Denn von Tag zu Tag ändert sich ja so wenig, daß man sich schleichend daran gewöhnt.

    Du nimmst deinem Hund keine qualitätvolle Lebenszeit, sondern du ersparst ihm Leid. Ich wünsche dir und euch ganz viel Stärke. :streichel:

    Dagmar & Cara

    Man bringt den Welpen ja extra auf Erde oder Gras, damit er sich eben nicht auf dem Gehweg löst, wo Leute reintreten können. Der Rinnstein war zu Urgroßvaters Zeiten eine anerkannte Alternative, aber heutzutage parken dort Autos, und sowieso lege ich großen Wert darauf, die Bordsteinkante als Grenze zu etablieren. Wenn mein Hund bei jedem Harndrang runter vom Gehweg streben würde, wäre das ganz und gar nicht in meinem Sinne.

    Für mich sieht eine normale Kotkonsistenz so aus, daß die ersten Bröckel fest sind, danach kann aber noch ein etwas weicheres Würstchen kommen. Und das letzere läßt sich gerade vom Gehweg dann nicht ganz spurenfrei entfernen. Im Gras ist das einfacher, weil man besser drunter greifen kann. Alles ganz normal und kein Anlaß, sich um die Fütterung Gedanken zu machen.

    Was den Trend angeht, Bauminseln am Gehwegrand "schön" zu bepflanzen und Schilder aufzustellen, die Hunde fernhalten sollen: das sehe ich sehr kritisch. Man kann nicht einfach öffentliches Eigentum als privat markieren und dann darüber bestimmen. Ich verstehe, daß liegengelassener Hundekot ein Ärgernis ist, aber auch noch das letzte Restgrün für Hunde sperren geht gar nicht. Irgendwo müssen Hunde ja auch mal dürfen. Und im öffentlichen Grün - anders als in fremden Privatgärten - dürfen sie, sofern man den Kot entfernt, was hier ja gegeben ist.

    Ich wohne auch mit Hund in der Großstadt und nehme Cara öfters mit in die Innenstadt. Ich finde immer irgendwo etwas Grün oder Erde, damit Cara sich zwischendurch mal lösen kann. Sogar wenn ich Zug fahre und auf längeren Fahrten umsteigen muß, hat sich sogar in Bahnhofsnähe immer ein Fleckchen gefunden, notfalls reichen ein paar Löwenzahnpflanzen in der Steinwüste.

    Dagmar & Cara

    Großer ungestümer Welpe und kleiner, zarter Althund ist eine ganz schlechte Kombi. Jedenfalls, was Spielen betrifft. Der Labradorwelpe war in dem von dir geschilderten Vorfall schon dabei, die Bolonkahündin als Beutespielzeug zu benutzen. Das quiekte ja so schön...


    Haltet sie auseinander, wie andere schon schrieben. Hausleine habt ihr bestimmt - ein Stück dicke Schnur reicht! Oder die normale Leine.

    Toleranz und ein friedliches, angstfreies Nebeneinander ist, was die beiden lernen sollen. Die Bolonkahündin muß sich jederzeit sicher fühlen dürfen.

    Dagmar & Cara

    aber ich bewundere immer wieder Hunde, die mit Menschen leben, die ich nach fünf Minuten schon kaum noch ertrage).

    Das habe ich auch schon sehr so oft gedacht... im Grunde passiert sehr wenig, wenn man sich mal die Masse der Hunde anschaut, die guten Grund zur Gegenwehr hätten. Hunde sind schon unglaublich anpassungswillig.

    so finde ich sahen Bissverletzungen "früher" auch irgendwie anders aus.

    Nein, auch früher gingen immer wieder mal schreckliche Bilder durch die Presse. Die üblichen Verdächtigen waren damals aber Schäferhunde, Rottweiler, Boxer, Doggen. Am häufigsten waren es seelisch verwahrloste Wachhunde, die dann doch mal vom Grundstück entkamen. Besonders gefährlich, wenn sie zu zweit waren und dann ihren Jagdtrieb an Menschen, zB Kindern auslebten. Den "sonst immer lieben" Familienhund, der "plötzlich und aus dem Nichts" zubiß, den gab es aber auch schon.

    Meine persönliche Theorie zur Frage, warum es gefährliche Hunde gibt, ist - außer falscher Rassewahl - weder zu strenge noch zu positive Erziehung sondern schlicht gar keine Erziehung. Erziehung erfordert Mühe und Arbeit, auch einen Plan, um Ziele zu erreichen. Ich habe ja nun eine Rasse, die es mir wirklich leichtmacht, aber auch meine Pudelhündin hat sich nicht von alleine erzogen. Da steckt schon Arbeit drin.

    Viele Hundehalter in meiner Umgebung muckeln sich halt so durch. Die Erwartung ist die, daß der Hund nach höchstens ein paar Wochen Welpenkurs (und das ist schon viel Engagement) lebenslang funktionieren soll. Tut er's nicht, bleibt er fortan an der Flexi, "er hört halt nicht".

    Ein bißchen Leinenruck hier, ein bißchen Schimpfen da, "der tut nichts" oder "er mag XYZ nicht" "sie kommt aus dem Tierschutz" (darf deshalb mobben)

    das alles ist nun mal keine Erziehung welcher Art auch immer. Bei kleinen Begleithunden entstehen dabei weniger Probleme für die Umwelt, der Husky aber, der sich jahrelang allzu frei entfalten durfte, wurde seinem Besitzer inzwischen entzogen und sitzt im Tierheim. (Er hat keine Menschen angefallen, aber durfte u. A. alljährlich auf derselben Weide Lämmer reißen).

    Dagmar & Cara