Beiträge von dagmarjung

    Auch und gerade die "privat Welpen" sind im Moment hoffnungslos überteuert, dank Corona und Homeoffice. Wenn der Markt leergefegt ist, steigen halt die Preise. Da kauft man vermutlich beim wirklich seriösen Züchter eher günstiger.

    Wobei das ja nix Neues ist. Für langweilige Pudelwelpen mit allen Papieren kann ich nicht annähernd soviel Geld verlangen wie für angesagte Pudel-Modemixe.

    Dagmar & Cara

    Man kann doch predigen, machen und tun was man will von wegen "geht zum vernünftigen Züchter". Bei solchen Preisen und einer solchen Preisentwicklung ... muss man sich doch nicht wundern wenn die Leute zum Vermehrer rennen.

    Aber das hier ist doch auch ein Vermehrer, nur halt ein überteuerter. :ka:

    Sie züchten außerhalb des Retrieverstandards und außerhalb der anerkannten Retrieverzuchtvereine. Dreisterweise wird zwar mit der FCI Abstammung des Rüden geworben, von der Charcoal (Weimaranermix) Hündin mit dem labradoruntypisch weichem Fell ist in diesem Zusammenhang aber wohlweislich nicht die Rede.

    Dagmar & Cara

    Ich finde es nicht zielführend, wenn man einem Hund Gefühle und Handlungsweisen unterstellt, die eher menschlich sind, wie "Ist launisch", "testet aus" "will seinen Willen durchsetzen" "mich austricksen"usw.

    Grundsätzlich kann man davon ausgehen, daß Tiere für ihr Verhalten einen Grund haben und nichts aus reiner Widerborstigkeit tun. Oft ist Überforderung bis hin zum Stress die Ursache für aufgedrehtes Verhalten, oder es ist einfach normales Welpenverhalten.

    Wenn man bisher nur erwachsene Hunde hatte,( und danach klingt dein Post für mich) ist ein Welpe schon eine ganz neue Erfahrung, so ging es mir auch. Die Kleinen ticken einfach in mancher Beziehung anders als ältere Hunde.

    Hier sehe ich einen Welpen, der vor kurzem aus seiner vertrauten Umgebung gerissen wurde und vollauf damit beschäftigt ist, sich neu zurechtzufinden. Einen Welpen, der von seinem Alter her vieles noch nicht kann und erst lernen muß, zum Beispiel Beißhemmung und Frustrationstoleranz. Welpen sind eigentlich immer recht zahnbetont unterwegs, die Threads hier im Forum "Hilfe mein Welpe beißt" sind Legion.

    Wir spielen z.B. ganz normal mit ihm und plötzlich ist er der Meinung er müsse in unsere Hände beißen.

    Welpenspiele sind nun mal Kampf- und Jagdspiele, also wird gerungen und gebissen. Auf erlaubtes Beißspielzeug (Zergelseil o. Ä ) umlenken kann helfen. - Was heißt denn bei euch "ganz normal spielen"?

    Erst kuschelt er mit uns, im nächsten Moment beißt er mit seiner vollen Welpe Kraft uns ins Ohr

    Er kuschelt mit Euch? Das finde ich toll und rührend. :herzen1: Meine Kleinpudelhündin wollte im selben Alter noch gar nicht schmusen, sondern ging immer direkt ins Beißspiel über. :D

    Was das Hundebett betrifft, der beste Ratschlag ist, für einen Welpen erst mal übergangsweise was ganz Einfaches anzuschaffen, denn er wird es höchstwahrscheinlich sowieso zerlegen. Erst wenn er dann aus dem Gröbsten raus ist, lohnt sich die Anschaffung eines besseren Hundebetts. Dann weiß man auch, wie groß es sein muß.

    Dagmar & Cara

    Ist zwar nicht ganz Hannover, aber kann mir jemand sagen, ob man ums Steinhuder Meer einmal rumlaufen kann und ob das eine schöne Strecke ist? Falls ja, wie viele Kilometer sind das ca.?

    Wie schon beschrieben, Rad- und Fußweg ist eins und oft eng. An schönen Wochenenden ist es auch im Herbst sehr voll. Wenn du die ganze Runde machen willst, würde ich eher das Rad empfehlen.

    Als Fußstrecke würde ich nicht unbedingt den ganzen Rundweg wählen, sondern eher die Teilstrecke durchs Moor zwischen Steinhude und Mardorf. Wenn du kannst, an einem Werktag, ansonsten früh am Morgen oder gegen Abend ist das nicht überlaufen und sehr stimmungsvoll. Für mich der schönste Teil des Rundwegs. Der kleine Abstecher zum Vogelbeobachtungturm ist sehr zu empfehlen, gerade jetzt zur Zeit des Vogelzugs.

    Dagmar & Cara

    Da Du mit dem Weimaraner einen "EinMannHund" in Deiner Liste hast/hattest: achte, wenn Du Eltern oder andere Fremdbetreuer einplanst, besser auch darauf, dass der gewünschte Hund in dem Punkt eine gewisse Flexibilität mitbringt und außerdem bestenfalls auch körperlich gut handelbar ist.

    Das ist wirklich ein Punkt, den man nicht unterschätzen darf.

    Ganz besonders, wenn deine Eltern keine oder wenig Hundeerfahrung mitbringen, ist es nicht fair, das bei der Auswahl nicht mit zu berücksichtigen. Egal ob du selbst dank Sittererfahrung auch mit einem größeren, stärkeren oder schwierigeren Hund gut zurechtkommen würdest.

    Ich sehe hier so manche ältere Menschen, die ihren Kindern zuliebe deren Hunde betreuen und damit ganz schön an ihre Grenzen kommen.

    Dagmar & Cara

    Martin Rütter erlebt eine bizarre Podiumsdiskussion in "Verstehen Sie Spaß?"

    Für mich ganz besonders unterhaltsam, weil ich einige Personen im Publikum und auf der Bühne aus meinem Hundesportverein kenne - besonders den so harmlos guckenden Professor, die miese Ratte! :D

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    Dagmar & Cara

    Ein großer Hund mit langen Beinen kann pro Minute eine größere Strecke zurücklegen als ein kleiner - aber das heißt nicht, daß kleinere Hunde weniger Zeit draußen brauchen als große.

    Der tägliche Auslauf hat nämlich weniger was mit Strecke machen zu tun als mit Erlebniszeit - Schnüffeln, Erkunden, Spielen, Lernen, Seele baumeln lassen, Menschen- und Hundefreunde treffen. Und das brauchen kleine Hunde im selben Maß wie große.

    Dagmar & Cara

    Ich kann deine Ungeduld verstehen, aber ein stabiles Umfeld ist wichtig, egal ob du dich für einen Welpen oder einen erwachsenen Hund entscheidest. In jedem Fall helfen Tagesroutine und stabile Beziehungen sehr bei der Eingewöhnung. Sehr viel unterwegs sein in den ersten Monaten ist weder für einen Welpen günstig (Stubenreinheit!) noch für einen Tierschutzhund, der ja auch aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wird und eventuell so einige Baustellen hat, die nicht gleich offensichtlich sind.

    Ich sehe an deinen Überlegungen zur Rassewahl auch, daß du dich noch nicht sehr intensiv mit den Wesenseigenschaften und auch mit der Gesundheit verschiedener Rassen und Hundetypen beschäftigt hast. Es ist aber schon wichtig, den passenden Typ zu wählen. Der Hund muß ja nicht nur mit dir selbst, sondern auch mit deinem Lebensumfeld zurechtkommen. Nicht im Aussehen, wohl aber im Wesen gibt es zB markante Unterschiede zwischen Viszla und Weimaraner.

    Was den süßen Mischling aus dem Tierschutz betrifft: auch der ist eine Mischung verschiedener Rassen, die entweder zu deinem Leben passen oder auch nicht. Er ist nicht unbedingt gut sozialisiert und vielleicht nicht gemacht für einen Job als Bürohund mit Kundenkontakt, usw. Auf jeden Fall erfordert die Auswahl mindestens ebensoviel kühlen Verstand wie die eines passenden Rassehundes, und mit süßem Aussehen ist es nicht getan.

    Die französische Bulldogge ist leider - man muß das so hart sagen - komplett kaputtgezüchtet. Egal ob aus anerkannter Zucht oder vom Vermehrer, egal wie angeblich gesund oder freiatmend - man kann nur ganz dringend von dieser Rasse abraten.

    Google dazu bitte auch das Stichwort "Bracyzephalie" bzw "brachyzephales Syndrom".

    Sehr lesenswert dazu der Beitrag eines erfahrenen Tierarztes:

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=20842

    Dagmar & Cara

    Viele Hunde lieben die Abwechslung und sind bei neuem Futter zunächst mal ganz aus dem Häuschen. Diese Begeisterung legt sich üblicherweise mit der Zeit.

    Begeisterung für eine neue Sorte ist für mich kein Grund, diese für besser zu halten als das bisherige Futter. Wohl aber dafür, öfters die Sorten zu wechseln und keine großen Beutel zu kaufen. Wenn mein Hund Abwechslung liebt, darf er sie haben.

    Dagmar & Cara

    Etwa 5min/Lebensmonat raus gehen,

    Das ist ein - leider häufiges - Mißverständnis. Die 5-Minuten Regel bezieht sich nicht aufs Rausgehen, also den Aufenthalt im Freien, sondern lediglich auf das Mitlaufen an der Leine im vorgegebenen Tempo des Menschen. Das also, was viele Leute als "Spazierengehen" bezeichnen und allzu früh mit dem Welpen machen wollen. Dieses stramme Mitlaufen an der Leine ist aber mental und körperlich sehr anstrengend für den jungen Hund.

    Man darf sich aber gerne mit dem Welpen länger draußen aufhalten, ohne die Minuten zu zählen. ZB gemeinsam eine Wiese oder ein Bachufer erforschen, so daß der Welpe sich nach eigenem Ermessen bewegen und nach Bedarf auch mal eine Pause einlegen kann.

    Definition von Ruhezeit versus Aktivität: So wie ich es aus der Literatur (ZB Bloch) kenne: Ruhezeit heißt Schlafen und Dösen. Darauf beziehen sich die 17 Stunden aus dem Beispiel der Toskana-Hunde. Aktivität ist alles andere, auch sehr ruhige Beschäftigungen im Liegen wie Beobachten, was so in der Umgebung passiert (tun Hunde sehr gerne und länger) oder auf Dingen herumkauen.

    Dagmar & Cara