Beiträge von dagmarjung

    Hat er die Fährte dann folgt er ihr auch wenn das Herrchen dann mehrere hundert Meter weg ist.

    Das geht absolut gar nicht. Schleppleine dran!

    Nasentechnisch darf er sich schon auslasten indem er zweimal die Woche Futterbeutel suchen darf.

    In welcher Form?

    Vielleicht wäre es an der Zeit, ihm anspruchsvollere Aufgaben zu stellen, sei es sportliche Fährtenarbeit, Mantrailing oder jagdliche Sucharbeiten. Dann aber mit guter Anleitung und Besuch eines Kurses.

    Dagmar & Cara

    ich mag es gar nicht aussprechen, aber diese Trauer trifft mich stärker als zum Beispiel der Verlust meiner Großeltern. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich da so ohnmächtig gefühlt habe.

    Das ging mir vor vielen Jahren ähnlich, und ich habe einige Zeit gebraucht um zu begreifen, wieso. Ich hatte eine sehr gute Beziehung zu meiner Großmutter und habe sie bestimmt nicht weniger geliebt als meinen Hund. Der Unterschied lag darin, daß meine damalige Hündin weite Teile meines Tagesablaufs bestimmte mit Spazierengehen, Spielen, Trainieren, Füttern usw. Während meine Großmutter in einer anderen Stadt lebte. Wir sahen uns ab und zu in den Ferien, aber sie war nicht Teil meines Alltags. Als sie starb, war ich traurig, aber mein Alltag blieb, wie er war.

    Wenn man den Hund verliert, brechen auf einmal viele tägliche Routinen und Gewohnheiten weg. Zum Verlust des Hundes an sich kommt noch der Verlust der Alltagsroutine.

    Das zu begreifen half mir damals, die Dinge im richtigen Verhältnis zu sehen.


    Dagmar & Cara

    Es gibt eine Faustregel, die gilt für den Rückruf mit der Stimme genauso wie für die Pfeife: (In der Lernphase!)

    Rufe oder pfeife nur, wenn du in diesem Monent 100 Euro darauf verwetten würdest, daß dein Hund auch kommt.

    Nur so trainiert man einen sicheren Rückruf/Rückpfiff. Weil der Hund den Ruf oder Pfiff nur dann wirklich mit seiner Aktion verknüpft. Ruf/Pfiff = Herkommen.

    Wenn das nicht gegeben ist, dann kann man den Hund abholen, heranlocken, einen "unverbindlichen" Ruf verwenden (bei uns heißt das "komm weiter"). In der Lernphase gibt man das Rückrufkommando nur zum Trainnig und nie im Ernstfall.

    Der Vorteil einer Pfeife ist, wie du schon gesagt hast, daß das Geräusch prägnanter ist als die Stimme. Deshalb weckt es die Aufmerksamkeit zunächst einmal besser, solange es dem Hund noch relativ neu ist. Daher erscheint es fast so, als ob der Hund ganz von selbst besser auf die Pfeife reagiert. (Ich wurde sogar schon mal gefragt, was für eine Art von Pfeife ich verwende, weil mein Hund so toll darauf hört. Die Fragerin wollte sich dann auch so eine kaufen, in der Erwartung, daß die Zauberkraft auch auf ihren Hund wirkt. :lol:)

    Leider nutzt sich der Überraschungseffekt des Pfeiftons schnell abh, wenn kein sauberes Training damit verbunden ist, genauso wie beim Rückruf mit der eigenen Stimme. Das Training ist in beiden genau Fällen dasselbe und wird so aufgebaut, wie l'eau das beschrieben hat.

    Nach drei Wochen ist noch nicht zu erwarten, daß dein Hund das beherrscht, ihr beide seid erst am Anfang der Lernphase. Deshalb laß dir mehr Zeit und übe in Ruhe und nur da, wo die Voraussetzungen wirklich gegeben sind. Überall sonst nutze die Schleppleine zur Absicherung, dann bleibt ihr beide entspannter.

    (PS: Die Schleppleine dient beim Rückruftrainig nur zur Absicherung und niemals dazu, den Hund nach dem Kommando heranzuzuppeln.)

    Drei Wochen sind wirklich noch gar nichts. Laß dir und deinem Hund mehr Zeit. :smile:

    Dagmar & Cara

    Ach so. Ja, in Spanien sind die Verhältnisse sicher anders als hier, was den Tierschutz betrifft. Ich weiß natürlich nicht, wie die Nachfrage nach jungen Hunden in Spanien gerade ist, meine Bemerkung bezog sich auf Deutschland.

    Dagmar & Cara

    Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, daß ein Tierheim (?) dir die beiden Welpen überhaupt anvertraut hat in deiner jetzigen Lage. Denn es ist offensichtlich, daß der Hundekauf nicht gut überlegt war, obwohl deine Beweggründe und Verlustgefühle verständlich sind.

    Im Moment sind Hunde, und zumal junge, derart gesucht, daß man überhaupt keine "retten" muß. Ich würde die beiden wirklich sofort zurückgeben, denn mit jedem Tag länger wächst ja auch die Bindung zu den Tieren und der Abschied fällt umso schwerer.

    Zwei gleichgeschlechtliche Wurfgeschwister auf einmal zu nehmen ist grundsätzlich keine gute Idee. Die Welpen beschäftigen sich dann vorzugsweise miteinander und der Mensch wird unwichtig. Wenn es dann in die Pubertät geht, kommt es häufig zu Unverträglichkeiten untereinander, denn dann sehen sich die Schwestern oder Brüder als KonkurrentInnen. Oft muß von einem solchen Geschwisterpaar dann doch eine/r weggegben werden, weil es zu ernsthaften Beissereien kommt. Denn da man sich nur allzugut kennt, wird keine/r nachgeben.

    Tu dir und den Hunden einen Gefallen und bring sie zurück.

    Dagmar & Cara

    Beim Augenbrauen zupfen reißt man aber lebendes, fest verwurzeltes Haar aus. Beim Trimmen soll es ja das bereits lose, nicht mehr verwurzelte Haar sein. Das ist natürlich ein ganz großer Unterschied in punkto Schmerz.

    Und wenn deine Hündin dann so dramatisch reagiert, kann ich es schon verstehen. daß die Frau diesen einen Zupfer hochrechnet auf das ganze Fell und dann davon überzeugt ist, daß Trimmen eine Tierquälerei darstellt.

    die Wildhunde früher vermutlich eher kein Trimmfell hatten (keine Ahnung, vermute ich aber mal).

    Nein, Wildcaniden hatten und haben niemals Trimmfell, sondern einen Haarwechsel, wobei sich die Haare von selbst lösen und das neue Haar nachschiebt.

    Dagmar & Cara

    Als positiven Ausblick möchte ich erwähnen, daß ein anderthalbjähriger Hund mitten in der brodelnden Teenagerzeit steckt. Da passiert gerade so viel im Hundehirn, der Bursche weiß ja gar nicht, wohin mit sich. Mit 3 Jahren, wenn der Hund mental ausgereift ist, wird das ein ganz anderer Hund sein, auch wenn er von Natur ein sensibler Typ ist. Vorausgesetzt, du gibst ihm in dieser Phase die Führung, die er braucht.


    Dagmar & Cara

    Hetzen ist auch Jagderfolg. Die Glückshormone werden ausgeschüttet, egal ob der Hund den Hasen erwischt oder nicht. Dasselbe gilt für andere Arten des Jagens, wie Spuren verfolgen, Mäuseln usw. Das ist alles bereits stark selbstbelohnend. Erwischt man das Jagdobjekt, ist das allenfalls wie die Sahne auf dem Kuchen: ist schön, der Kuchen schmeckt aber auch so.

    Dagmar & Cara.