Ein Hund ist nicht wie ein Computer, einmal programmiert und dann kann jeder gleichgut damit arbeiten.
Andererseits, wenn eine Person mit ihm ein Kommando geübt hat, fällt es dem Hund anschließend schon leichter, das Gelernte auch auf andere Menschen zu übertragen, aber nur, wenn diese auch selbst mit ihm üben.
Hunde lernen kontextbezogen, das heißt, die Stimme, die Körpersprache des Menschen gehört für den Hund mit zum Kommando dazu. Da jeder Mensch anders spricht und sich verhält, ist es gerade für einen jungen Hund nicht egal, ob Frauchen oder Herrchen ein "Sitz" von ihm verlangt. Wenn bisher nur Frauchen mit ihm geübt hat, versteht er zunächst gar nicht, was Herrchen von ihm will, weil dessen Stimme ganz anders klingt. Deshalb muß jede/r auch mal selber mit dem Hund üben und kann nicht ohne weiteres das abverlangen, was der oder die andere dem Hund schon beigebracht hat.
Ansonsten hängt auch viel von der Beziehung ab, genau wie bei einem Kind: Ob, Mutti, Vati oder Oma, ein Kind stellt sich auf andere Menschen ein und "hört" dann mehr oder weniger gut. Hunde sind eben sehr soziale Wesen, die ihr eigene Beziehung zu den Menschen in ihrer Umgebung finden.
Dagmar & Cara