Beiträge von dagmarjung

    Die Züchterin meiner Pudelhündin, eine alte Dame, lebt in sehr ruhiger vorstädtischer Wohngegend im Einzelhaus mit Garten. Ich konnte von ihr nicht erwarten, daß sie die Welpen jenseits der 8 Woche noch intensiv fördert und mit der Außenwelt vertraut macht. Daher war ich froh, daß ich Cara mit achteinhalb Wochen übernehmen und früh an meine ganz andere Umwelt (Großstadt, Mehrfamilienhaus, Öffis, Fahrradkorb, andere Geräuschkulisse usw) gewöhnen konnte. Ich hätte sie ungern nach der 10 Woche übernommen, denn ich wollte schon das Zeitfenster nutzen, in dem Welpen sich sehr leicht an Neues gewöhnen. Schließlich kam Cara in ganz andere Verhältnisse, als sie gewohnt war.

    Natürlich ist Cara so auch relativ früh von Mutter und Geschwistern weggekommen. Gerade im Umgang mit den Geschwistern sehe ich auch ein Argument, die Welpen etwas länger im Züchterhaushalt zu lassen, das läßt sich im neuen Heim eben nicht oder nur sehr eingeschränkt ersetzen.

    Ich schließe mich also der Meinung an, daß es in jedem Einzellfall ein Abwägen ist, was Züchter bzw Neubesitzer dem Welpen jeweils an Lern- und Entfaltungsmöglichkeiten bieten können.

    Daß ein älterer Welpe schon etwas weiter in der Stubenreinheit ist, ist für mich dagegen nebensächlich.

    Dagmar & Cara

    Keinen großen Brocken werfen, sondern eine Handvoll kleiner. Zum einen braucht der Fremdhund länger zum Suchen und weiß auch nicht genau, wann er damit aufhören kann. Er könnte ja noch was übersehen haben.

    Zum anderen kennen es viele Hunde, daß ihnen Leckerchen geworfen werden. Das Geräusch einer prasselnden Handvoll Bröckchen ist also bereits positiv mit "Suchen lohnt sich!" verknüpft.

    Dagmar & Cara

    wenn die Hunde n Thema mit Ressourcen haben? ... wenn es dann noch mehrere andere Hunde sind, die sich auch nicht kennen und eh schon schlecht aufeinander zu sprechen sind?

    Gut für mich, dann sind sie abgelenkt von meinem Hund!

    Mal im Ernst, man macht sowas ja nicht zum Spaß, sondern um unmittelbare Gefahr vom eigenen Hund abzuwenden. Man wirft das Futter weg von sich, um den /die Fremdhunde abzulenken. Selbst wenn diese möglicherweise ressourcenagressiv sind, müssen sie sich erstmal von meinem Hund abwenden und sich auf die Bröckchen fokussieren, um zu merken, daß da überhaupt verteidigenswerte Ressourcen sind.

    Und ich nutze die gewonnene Zeit natürlich zum Rückzug.

    Wobei das für mich eher theorethisch ist, denn ich persönlich werfe im Ernstfall meinen Rucksack oder das Fahrrad und keine Leckerli. War zum Glück bisher in 12 Jahren nur zwei-, dreimal nötig. Blocken hat im Normalfall bei mir gut genug funktioniert, um dem Fremdhund den Schwung zu nehmen.

    Dagmar & Cara