Die Züchterin meiner Pudelhündin, eine alte Dame, lebt in sehr ruhiger vorstädtischer Wohngegend im Einzelhaus mit Garten. Ich konnte von ihr nicht erwarten, daß sie die Welpen jenseits der 8 Woche noch intensiv fördert und mit der Außenwelt vertraut macht. Daher war ich froh, daß ich Cara mit achteinhalb Wochen übernehmen und früh an meine ganz andere Umwelt (Großstadt, Mehrfamilienhaus, Öffis, Fahrradkorb, andere Geräuschkulisse usw) gewöhnen konnte. Ich hätte sie ungern nach der 10 Woche übernommen, denn ich wollte schon das Zeitfenster nutzen, in dem Welpen sich sehr leicht an Neues gewöhnen. Schließlich kam Cara in ganz andere Verhältnisse, als sie gewohnt war.
Natürlich ist Cara so auch relativ früh von Mutter und Geschwistern weggekommen. Gerade im Umgang mit den Geschwistern sehe ich auch ein Argument, die Welpen etwas länger im Züchterhaushalt zu lassen, das läßt sich im neuen Heim eben nicht oder nur sehr eingeschränkt ersetzen.
Ich schließe mich also der Meinung an, daß es in jedem Einzellfall ein Abwägen ist, was Züchter bzw Neubesitzer dem Welpen jeweils an Lern- und Entfaltungsmöglichkeiten bieten können.
Daß ein älterer Welpe schon etwas weiter in der Stubenreinheit ist, ist für mich dagegen nebensächlich.
Dagmar & Cara