Beiträge von dagmarjung

    Ich hatte auch so einen Welpenratgeber, in dem seitenlang Listen aufgeführt waren, was der Welpe alles angeblich unbedingt bis Woche X kennenlernen müßte. Die Welpenzeit wäre gar nicht lang genug gewesen, um das alles abzuarbeiten. Vom gläsernen Aufzug über die Hängebrücke bis zur Fähre war glaube ich alles dabei. :roll:

    Dieser Stress ist aber zum Glück gar nicht nötig. Wichtig ist nur, daß der Welpe generell lernt, ab und zu gibt es was Neues zu erleben. Ab und zu, nicht ständig und jeden Tag. Neue Gerüche, neue Umgebungen, aber alles mit Augenmaß. Das Gefühl, wenn sich in einem Fahrzeug der Boden bewegt. Es gibt Tiere auf dieser Welt, und sie dürfen nicht! gejagt werden. Mein Mensch ist immer für mich da und überfordert mich nicht. Das ist das Allerwichtigste!

    Um beim Beispiel mit den Fahrzeugen zu bleiben: Wenn du bei Gelegenheit mal mit der Straßenbahn fährst, ist dein Hund damit auch für Bus, Zug, Fähre oder Auflugsboot bestens gerüstet. Du must nicht alles einzeln abarbeiten.

    Es geht nicht darum, jedes nur mögliche Ding früh kennengelernt zu haben, sondern darum daß der Welpe generell lernt, neben Vertrautem gibt es gelegentlich auch mal Neues. Und mit dir an seiner Seite ist alles sicher.

    Ein Hund, der auf diese Weise sanft gefördert und nicht überfordert wird, lernt das Lernen. Er wird auch lebenslang weiter lernen und offen sein für neue Erfahrungen. Du kannst dir also Zeit lassen. :smile:


    Dagmar & Cara

    Leider nicht! :D

    Bin auch ganz traurig, daß ich die Rütter-Serie nicht schauen kann. Weil ich weder RTL noch Bezahlfernsehen habe.

    Nein, ich befinde mich lesenderweise in Kairo, und zwar zu der Zeit, als Archäologie schon ein Hype, aber noch ein Abenteuer war. Man muß sich den Raum also als eine Art Haremambiente denken.

    Dagmar & Cara

    Es ist an der Zeit, diesen Thread mal wieder aufzuwecken! :nicken: Vielleicht sind ja noch ein paar Leseratten wach. Also:

    Ich befinde mich in einem luxuriös und überladen eingerichtetem Raum. Leuchtend rosafarbene Stoffe bedecken die Wände und die Fenster, kostbare Teppiche den Boden. Ich liege auf einem üppig mit Seidenkissen belegtem Sofa, ein Springbrunnen plätschert. Ich kann den Raum nicht verlassen, denn der Meisterschurke, dem ich seit Anfang des Buches auf den Fersen bin, hat mich entführt.

    Dagmar & Cara

    Absolut. In unserem Fall ging es aber nur das wir uns vorstellen. Hätte dem Züchter unsere Nase nicht gefallen, dann wären wir locker 800 km umsonst gefahren. Für den Welpen zu sehen, kein Problem. Er war aber noch nicht geboren!

    Als ich die Züchterin meiner Hündin zum erstenmal besucht habe, waren die Welpen zwar schon da, aber ich bin eigentlich nicht hingefahren, um die Welpen zu sehen. Sondern um die Züchterin, die Hündin, die Aufzuchtbedingungen und den Umgang der Züchterin mit den Hunden kennenzulernen.

    Die Welpen waren zu dem Zeitpunkt erst etwa 10 Tage alt, da gab es noch nicht viel zu sehen, geschweige denn auszuwählen. Der Besuch wäre genauso verlaufen, wenn die Kleinen noch gar nicht geboren gewesen wären. Und wären die Züchterin und ich nicht überein gekommen, daß es paßt, wäre eben nichts draus geworden, auch wenn die Welpen schon ein paar Wochen älter und herzbrechend niedlich gewesen wären..

    Dagmar & Cara

    Bei mir ist die Hundemarke auch nicht am Hund, sondern am Schlüsselbund. Cara hat mehrere Halsbänder und ich seh es nicht ein, die Marke ständig hin und her zu klemmen. Außerdem ist sie so besser vor Verlust geschützt, klimpert nicht und ich kann sie ja jederzeit vorzeigen. Mehr wollen die Kontrolleure doch gar nicht.

    Dagmar & Cara

    Hier war davon die Rede, daß man 2 Stunden täglich als extrem hoch ansieht. Und das ist es, auf einen längeren und mehrere kürzere Gänge verteilt einfach nicht. Kommt bei mir an ruhigen Tagen locker zusammen. Wenn das Wetter schöner ist auch gerne länger. Man hat ja auch Wegezeiten, wenn man nicht immer nur die Hausrunde laufen will, das kommt noch dazu.

    Dagmar & Cara

    daß der Hund nicht zu kurz kommt, da eben nicht gefordert wird.

    Das ist die Tragik vieler kleiner Begleithunde, die angeblich nicht viel Auslauf brauchen. Die werden dann aus Bequemlichkeit mit täglich 3x um den Block abgefertigt und sind so anpassungsbereit, daß sie trotzdem nicht die Bude zerlegen oder schwere Verhaltensstörungen entwickeln. Was aber nicht heißt, daß sie Auslauf und Qualitätszeit draußen nicht genauso brauchen wie größere Hunde und Arbeitsrassen. Sie leiden nur still und unauffällig.

    In der Länge der Spaziergänge sehe ich da keine Unterschiede, in der sonstigen Beschäftigung und Auslastung umso mehr.

    Eine Wohnung ist für das Nasenwesen Hund sehr langweilig. Die Spaziergänge sind die Highlights des Tages für Hunde aller Größen. Wer das nur als lästige Pflicht ansieht, sollte doch die Hundehaltung noch mal überdenken.

    Dagmar & Cara