Ich hatte auch so einen Welpenratgeber, in dem seitenlang Listen aufgeführt waren, was der Welpe alles angeblich unbedingt bis Woche X kennenlernen müßte. Die Welpenzeit wäre gar nicht lang genug gewesen, um das alles abzuarbeiten. Vom gläsernen Aufzug über die Hängebrücke bis zur Fähre war glaube ich alles dabei. ![]()
Dieser Stress ist aber zum Glück gar nicht nötig. Wichtig ist nur, daß der Welpe generell lernt, ab und zu gibt es was Neues zu erleben. Ab und zu, nicht ständig und jeden Tag. Neue Gerüche, neue Umgebungen, aber alles mit Augenmaß. Das Gefühl, wenn sich in einem Fahrzeug der Boden bewegt. Es gibt Tiere auf dieser Welt, und sie dürfen nicht! gejagt werden. Mein Mensch ist immer für mich da und überfordert mich nicht. Das ist das Allerwichtigste!
Um beim Beispiel mit den Fahrzeugen zu bleiben: Wenn du bei Gelegenheit mal mit der Straßenbahn fährst, ist dein Hund damit auch für Bus, Zug, Fähre oder Auflugsboot bestens gerüstet. Du must nicht alles einzeln abarbeiten.
Es geht nicht darum, jedes nur mögliche Ding früh kennengelernt zu haben, sondern darum daß der Welpe generell lernt, neben Vertrautem gibt es gelegentlich auch mal Neues. Und mit dir an seiner Seite ist alles sicher.
Ein Hund, der auf diese Weise sanft gefördert und nicht überfordert wird, lernt das Lernen. Er wird auch lebenslang weiter lernen und offen sein für neue Erfahrungen. Du kannst dir also Zeit lassen. ![]()
Dagmar & Cara