Beiträge von dagmarjung

    Das mit dem Retten klingt immer gut, da müssen aber auch alle Voraussetzungen stimmen. Mit einem geretteten Hund aus dem Tierschutz ist die Devise: Alles kann klappen, aber nichts muß.

    Wenn der Hund zB lebenslang nie fremdbetreut werden kann, nicht alleinbleibt, in der Stadt überfordert ist und Männer haßt, ich aber alle Möglichlkeiten habe, ihm das auch zuzugestehen - prima.

    Du hast aber ganz konkrete und soger recht anspruchsvolle Anforderungen an deinen Hund, der dich möglichst sogar zur Arbeit in der Psychatrie begleiten soll - allein das ist schon eine hohe Anforderung an die Gelassenheit und das Anpassungsvermögen eines Hundes. Angefangen von der Größe bis zur Wesensfestigkeit, Menschenfreundlichkeit und Verträglichkeit hast du Wünsche, die nicht jede Rasse und nicht jedes Individuum erfüllen kann. Jung und gesund zählt vermutlich auch dazu.

    Die Sorte Hund, die du dir wünschst, mußt du nicht retten. Dafür gibt es in jedem Tierheim Wartelisten. Hunde dieser Art schaffen es nicht mal bis auf die Homepage, die sind schon vorher vergeben. Wenn du also einen Welpen vom Züchter erwirbst, verurteilst du damit garantiert keinen anderen Hund zum Zwingerdasein.

    Das nur als Argumentationshilfe gegenüber deinen Mitmenschen.

    Dagmar & Cara

    Ich würde die weitere Entwicklung aber sorgfältig im Auge behalten, denn die verspielte Kindheit geht irgendwann in wenigen Monaten zu Ende, und pubertierende Junghunde sind dann eine ganz andere Kategorie. Oft muß man in dieser Zeit die Kontakte stark begrenzen und sehr eng überwachen.

    Dagmar & Cara

    PS: warum überhaupt übers kastrieren nachdenken?:???:

    Wenn du auf eine Pension angewiesen bist, (oder auch eine Privatbetreuung) dann macht es absolut Sinn, ihn dort vorher schon mal einzugewöhnen. Ich würde ihn für die ersten ein, zwei Male für ein paar Stunden hinbringen, dann mal für einen ganzen Tag. Dabei ruhig mehrere Tage direkt nacheinander wählen. So kann er eine gewisse Routine entwickeln.

    Danach muß man aber nicht alle 2,3 Wochen einen Pensionstag einlegen, nur damit der Hund das nicht wieder vergißt. Wenn er später wieder hingeht, auch nach einer längeren Pause, erinnert er sich auch wieder.

    Wenn ich mit Cara Verwandte besuche, die ich nur sehr selten sehe, findet sie sich trotzdem sofort wieder im Haus und in der Umgebung zurecht.

    Als ich den leicht angstagressiven Hund einer Freundin betreute, brauchte er mehrere Tage, um sich einzugewöhnen, wobei jeder neue Tag sichtbare Fortschritte brachte. Als ich ihn später nach einer längeren Pause wieder betreute, rechnete ich damit, daß wir von vorne anfangen müßten, aber er fand sich gleich so gut zurecht wie am Ende der ersten Betreuungszeit.

    Dagmar & Cara

    Ich habe bedenken, das ich einen Züchter "auf die Nerven" gehe, wenn ich im Vorfeld Unmengen an Fragen stelle, auch wenn er momentan keine Welpen hat. Oder jetzt schon anfrage, obwohl es eigentlich noch 1,2 oder hoffentlich 3 Jahre dauern kann, bis es bei mir soweit wäre.

    Züchter wissen es meist sehr zu schätzen, wenn man sich im vorhinein über die Rasse und die Zucht informieren will, also nicht erst dann, wenn Welpen da sind. Dann ist auch viel mehr Zeit für Gespräche.

    Gerade bei einer als sensibel bekannten Rasse wie dem weißen Schäferhund wäre es mir sehr wichtig, die Züchter und ihre Zuchthunde vorher kennenzulernen. Natürlich kann und soll man viele Daten zB Gesundheitsuntersuchungen, wie oft werfen die Hündinnen, eventuelle Arbeitsnachweise der Hunde, was sind die Zuchtziele usw soweit möglich vorher abklären. Von solchen Eckdaten abgesehen stelle ich mir beim Züchterbesuch zwei Fragen:

    - möchte ich bei diesen Menschen Hund sein?

    - möchte ich die erwachsenen Hunde, die ich hier sehe als eigene Hunde haben?

    Um diese Fragen zu beantworten, muß man sich schon ein eigenes Bild vor Ort machen.

    Dagmar & Cara

    In der Zucht bestimmter Farben beim Pudel kommt es nicht so selten zu sogenannten Fehlfarben. Die sehen in aller Regel allerliebst aus, zB milchkaffefarben oder creme mit dunkleren Ohren. Aber im FCI Standard sind sie eben - leider - nicht erlaubt. Papiere kriegen sie aber trotzdem und es ist auch kein Hinweis auf Vermehrerzucht außerhalb der anerkannten Pudelclubs, wenn in einem Wurf Fehlfarben auftreten. (Es sei denn natürlich, daß fehlfarbige Tiere trotz fehlender Zuchtzulassung in die Zucht genommen werden.)

    Der Standard in Amerika unterscheidet sich auch vom europäischen FCI-Standard, was die Akzeptanz bestimmter Farben angeht. Da Zuchttiere in beide Richtungen ausgetauscht werden, kommt es auch dadurch zu "Fehlfarben", je nachdem, was genetisch drinsteckt.

    Dagmar & Cara

    Manchmal sind Hunde komisch und da soll mir mal einer sagen, man muss mit dem Hund in den Wald. Nur da sind Hunde happy.

    ?

    Cara steht jedes Jahr im Advent vor der Wahl, nach links in den dunklen, stillen Stadtwald oder nach rechts auf den Weihnachtmarkt zu gehen. Bitte nur einmal raten, was sie bevorzugt.

    (Kleiner Tip: es ist eng, laut, riecht nach Glühwein und auf dem Boden liegen zerdrückte Schmalzkuchen)

    Dagmar & Cara

    Cara ist auch schon immer großer Baumarktfan gewesen. Wenn ich ihr die Leine lang lasse und ihr mit "jetzt darfst du" die Führung übergebe, leitet sie mich über kurz oder lang zu:

    - Dünger (Hornspäne/Naturdünger)

    - Fischfutter für Gartenteichfische

    - Igelfutter und Meisenknödeln

    (ich meine, einen gewissen Trend zu erkennen... )

    Dagmar & Cara