Beiträge von dagmarjung

    Wie alt ist dein Hund denn?

    Wie lange schon bei dir?

    Er läuft nicht zu anderen Hunden oder Menschen hin ... Treffen wir nun auf andere Hunde läuft die Begegnung wie folgt ab.

    Das widerspricht sich aber. In welchen Situationen läuft dein Hund denn nun zu anderen Hunden hin und in welchen nicht?

    Die letzten Male habe ich ihn einfach am Geschirr gehalten. Er hat dann recht schnell akzeptiert, dass er nicht hinterher darf.... Nur so richtig gut fühlt sich das für mich auch nicht an.

    Warum nicht? Ich finde das sogar sehr gut!

    Du must ihm ja irgendwie deutlich machen, daß er bei dir bleiben soll und nicht zum fremden Hund laufen.Das unerwünschte Verhalten verhindern ist der erste Schritt dazu.

    An der Leine verhält er sich inzwischen sehr ruhig und macht kein Theater bei anderen Hunden.

    Prima. Er kann es also im Prinzip. In welchen Situationen und unter welchen Voraussetzungen genau kann er es nicht? Siehe Frage oben.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Am Anfang habe ich viel versucht ihn super positiv zu belohnen wenn er wieder da war., also super Leckerli oder Spiel oder so

    Wenn du ihn erst machen läßt und ihn dann belohnst, wenn er endlich genug hat und wieder zu dir kommt ist, belohnst du alles, was er vorher getan hat automatisch mit. Also das Hinrennen und Belästigen des anderen Hundes.

    Eine Riesenbelohnung wäre nur dann angebracht, wenn er hinstürmen will, du ihn abrufst und er sofort umdreht und zurückkommt. Oder besser noch, gar nicht erst losrennt.

    Dagmar & Cara

    Die Frage nach Vollzeitjob und Hund ist nicht leicht zu beantworten. Läuft oft auf Fremdbetreuung hinaus, zB bei Eltern, die schon in Rente sind. Oder auf Umstieg auf Teilzeitarbeit. Zeitversetzte Arbeit bei 2 Partnern ist auch eine Möglichkeit.

    Sehr viele Menschen verzichten eben auf den Hund, wenn das nicht machbar ist.

    Wenn Eltern aus irgendwelchen Gründen nicht möchten, dass ein Hund in der Kita-Gruppe oder in der Schulklasse ihres Kindes anwesend ist, können sie dann verlangen, dass der Hund nicht dabei ist?

    Ja, das können sie. Das wurde weiter vorne im Thread schon besprochen.

    Dagmar & Cara

    Am Mittwoch bist du bei Doc Rosin in der Praxis, oder habe ich das falsch verstanden?

    Ja, aber leider nicht bei ihm selbst. Deswegen überlege ich noch. 400 km fahren ist halt auch nicht ohne.

    Wenn jemand eine Facharztpraxis mit einem sehr guten Ruf führt, dann ist es egal, ob man beim Chef höchstselbst oder bei einer seiner qualifizierten Angestellten landet. Die Erfahrung ist da. Der gute Ruf der Praxis bezieht sich auf alle MitarbeiterInnen, nicht nur auf den Chef.

    Dagmar & Cara

    Ich sehe zwei Herangehensweisen beim Thema pädagogischer Begleithund. Die erste ist: Die Erzieherin hat einen Hund, den sie nicht gern allein zu Hause lassen will, also muß er mit. Hunde sollen Kindern ja so gut tun, da schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Hauptgedanke ist aber: Man ist darauf angewiesen, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen, sonst ist die Hundehaltung nur schwer oder gar nicht möglich. Die Kinder stehen hierbei nicht im Mittelpunkt, sonderen das Eigeninteresse der Erzieherin.

    Zweite Herangehensweise: Die Erzieherin möchte einen Mehrwert für die Kinder erreichen. Sie hat einen geeigneten Hund und bildet ihn und sich aus. Den Hund bringt sie dann zeitweise mit, so wie es ins pädagogische Konzept paßt und so, daß der Hund niemals überlastet wird. Sie kann ihn aber auch jederzeit zuhause lassen, ohne daß der Hund im mindesten zu kurz kommt.

    Hier stehen die Kinder im Mittelpunkt.

    Welche Herangehensweise aus Elternsicht die einzig akzeptable ist, dürfte wohl klar sein.

    So sehr es uns Hundefreunden wehtut: Man kann Hunde nicht immer und nicht an jeden Arbeitsplatz mitnehmen. Für den Hund und sein Wohlergehen muß zunächst einmal außerhalb der Arbeit Zeit genug da sein. Erziehung und Training eines Junghundes dauert seine Zeit. Auch der bestgeeignete Hund ist mal krank, fällt aus anderen Gründen aus oder wird irgendwann zu alt für seinen Job. Dadurch darf nicht gleich die ganze Hundehaltung infrage stehen.

    Passt dann alles, kann die zeitweilige Begleitung eines Schul- oder Kitahundes eine Bereicherung sein.

    Planen sollte man die Hundehaltung aber nur unter der Voraussetzung, daß der Hund aus dem einen oder anderen Grund gar nicht mit zur Arbeit kommen kann. Wenn das ohne Bauchschmerzen möglich ist, kann das Abenteuer Kita-Hund ohne Druck angegangen werden.


    Dagmar & Cara

    Was mir an deinen Rassewünschen auffällt, ist bei aller Verschiedenheit ein ähnliches optisches Erscheinungsbild. Klar, der eigene Hund soll einem auch optisch gefallen, aber wenn man einen Hund für einen bestimmten Arbeitseinsatz sucht, muß es vor allem im Wesen passen, die Optik ist nebensächlich. Am Schluß ist der eigene Hund sowieso immer der schönste.

    In der Freizeit würden wir gerne Agility, Dog Dancing, Dummy Training sowie Fährtenarbeit ausprobieren. Je nachdem was dem Hund halt am besten gefällt. + ausgiebige Waldspaziergänge.

    Wenn du offen für Dummytraining und Nasenarbeit bist, möchte ich dir noch einmal die Labrador und Golden Retriever ans Herz legen. Außer den leider inzwischen sehr plumpen Showlinien und den triebigen Arbeitslinien gibt es durchaus noch gemäßigte Zuchten, bei denen du einen passenden, auch optisch schönen Hund finden kannst.

    Allerdings ohne Stehohren. :smile:

    Dagmar & Cara

    Der Begriff "Therapiehund" wird oft nicht ganz sachgemäß auch für Hunde benutzt, die man eigentlich besser als Sozial-Begleithunde bezeichenen sollte. Darunter fallen auch Schulhunde oder Besuchshunde im Altenheim.

    Therapiehunde im engeren Sinne werden tatsächlich im Rahmen einer Therapie eingesetzt, also nur von Therapeuten.

    Die Anforderungen an die Gutmütigkeit, Wesenfestigkeit und Lenkbarkeit des Hundes sind natürlich ähnlich. Aber welche Ausbildung für welchen Zweck erforderlich ist, kann sich schon unterscheiden.

    Dagmar & Cara

    er Elo wird ja oft sehr angepriesen als perfekter Familienhund, kein Jagdtrieb und super geeignet für den Einsatz als Begleit-, Schul-, Therapiehund, etc.

    Hierbei scheinen sich dann aber doch die Geister zu scheiden... Gerade was es den Jagdtrieb angeht der ja anscheinend bei manchen Exemplaren doch etwas ausgeprägter ist.

    Beim Elo muß man zwischen dem formulierten Ziel und dem langen Weg dorthin unterscheiden. Das Ideal ist das, was angestrebt wird, aber längst nicht in jedem Hund verwirklicht ist. Die Rasse ist ja auch noch sehr jung, da kann man keine allzugroße Einheitlichkeit erwarten.

    Der Aussie bringt einige Eigenschaften mit, mit denen bereits normale Familien oft überfordert sind. Wie andere Arbeitshunde auch sind sie sehr reizoffen und können nicht immer gut abschalten. Als ehemalige Treibhunde kontrollieren sie gern und lösen Konflikte auch mal mit den Zähnen. Wenn die Halter darum wissen und die Hunde entsprechend führen, ist das kein Problem. Aber Hunde mit dieser Wesensart sind eben keine guten Kandidaten für den Einsatz in trubeligen Kindergruppen.

    Schau dir die "Aussie in Not"-Vermittlungen an und du wirst sehen, wie sich typische Abgabegründe immer und immer wiederholen, die auf rassetypischen Eigenschaften der Aussies beruhen. Meist sind die Hunde zwischen 1 und 3 Jahre alt,das ist das Alter, in dem die Hunde auch mental erwachsen werden.

    Als Gegenbeispiel werden Pudel kaum je abgegeben, weil sie ihre Halter überfordern, sondern wegen Trennung. Krankheit oder Tod der Halter.

    Ich will dir damit keinen Pudel aufschwatzen, nur sagen, daß verschiedene Rassen sich schon deutlich in ihrer Wesensart unterscheiden.

    In einem ausführlichen Beitrag in der Zeitschrift "SitzPlatzFuß" vor einigen Jahren wurden Halterinnen von Schul/Therapie/Sozialhunden nach ihren Erfahrungen mit verschiedenen Rassen befragt. Geeignete einzelne Hunde finden sich zwar in vielen verschiedenen Rassen, aber das läßt noch keinen Rückschluß auf die Eignung der Rasse als Ganzes zu.

    Es zeigte sich aber, daß die Labrador und Golden Retriever ihren guten Ruf als Sozial-Begleit und -Arbeitshunde tatsächlich verdienen. Auf die Frage "Würden Sie dieselbe Rasse als Therapiehund wieder wählen" antworteten die Labrador- und Goldenhalter durchweg mit ja, während Halter anderer Rassen wesentlich reservierter waren und oft einen Wechsel in Betracht zogen.

    Dagmar & Cara

    Da schafft man für die 77 jährige Oma und 11 jährige Tochter einen Schäferhund an

    Es war ja wohl die 77-Jährige selbst, die den Hund für sich und eventuell auch für die Enkelin angeschafft hat. Auch ältere Menschen treffen eigene Entscheidungen.

    Leider ist es manchmal schwer zu akzeptieren, daß man etwas im höheren Alter nicht mehr so schafft wie früher, trotz langjähriger Erfahrung. Egal, ob es um Hunde oder um den Führerschein geht, da hängt eben auch das eigene Selbstbild mit dran,

    Ich finde die Idee der Leute gar nicht so schlecht. Vorausgesetzt, sie suchen eher ein "Reitbeteiligung" um der Hündin im Hundesportverein rassegerechte Auslastung zu ermöglichen, und nicht jemanden, der die Hündin für sie erzieht und alltagstauglich macht.

    Dagmar & Cara