Beiträge von dagmarjung

    Woher soll man bspw als Interessent wissen für welche Krankheiten die Rasse anfällig ist und worauf man achten muss, wenn JEDER - also die meisten Halter, Liebhaber wie auch Züchter - so tun als gäbe es keine? DAS empfinde ich ehrlich gesagt als fatal. Denn würde jeder damit offen umgehen, könnte man dagegen steuern. Aber wenn es verschleiert wird...

    Falls das sich noch auf die Eurasier bezieht: Die KZG Eurasier ist der Zuchtverein, der so offen und transparent mit Erbkrankheiten und deren Bekämpfung umgeht, daß ich immer nur ganz neidisch werde. Ein solches Engagement, das alle Züchter und Halter der Rasse miteinbezieht, kenne ich in dieser Ausprägung von keinem andern Zuchtverein.

    Beim geringsten Verdacht, es könnte sich irgendwo ein Gesundheitsproblem häufen, das möglicherweise erblich ist, werden sofort Daten von Züchtern und Haltern erfragt, es wird in der Vereinszeitschrift öffentlich gemacht, untersucht und in die Zuchtplanung integriert. Mehr kann man wirklich nicht von einem Zuchtverein erwarten.

    Ich wünschte, das wäre Standard auch in anderen Rassezuchtvereinen.

    Dagmar & Cara

    Ich hab das Gefühl bei Kälte wollen die noch weniger aufheben, dabei hat man doch dann wenigstens etwas warmes in der Hand.

    Bäh, das hasse ich! Ich trage die Beutel am obersten Zipfel. Während des aufhebens halte ich die Luft an und ich finde die "abstrahlende Wärme" am schlimmsten. :ugly:

    Hier das Gegenteil. Ofenwarm ist gut, das ist von meinem lieben Hund, zubinden und gut ist.

    Kalt ist super eklig, versehentlich alte Kacke vom Fremdhund erwischt, IGITT!!!:kotz:

    Dagmar & Cara

    Das die Pfoten kalt sind, hat nichts zu sagen. Caniden sind biologisch sehr gut dafür eingerichtet. auch im Winter bei Schnee zu laufen. Wenn Hunde an den Pfoten Beschwerden haben, dann sind Split, Salz oder eben Eisklumpen zwischen den Zehen schuld.

    Frieren können Hunde natürlich schon, aber um kalte Pfoten muß man sich keine Sorgen machen. Das ist einfach etwas anderes als kalte Hände oder Füße bei uns.

    https://sciencev2.orf.at/stories/1693317/index.html

    "Geräumte Wege" war falsch ausgedrückt. Bei uns ist der Schnee auf den Bürgersteigen auch nicht weggeräumt, aber doch soweit plattgetreten, daß ein kleiner Hund nicht darin versinkt,

    Dagmar & Cara

    Was aber definitiv nicht beobachtet/beschrieben wurde, ist diese komische Idee vom Alpha Beta Omega Wolf, das ist wirklich ein Hirngespinst.

    Doch, das wurde schon korrekt beobachtet und beschrieben. Es waren allerdings Beobachtungen an Wölfen unter Gehegebedingungen. Durch die Enge, die meist willkürliche Zusammenstellung der Gruppen und die Unmöglichkeit, sich aus dem Wege zu gehen kam es regelmäßig zu sozialem Stress. Dadurch war viel Dominanzgebaren bis hin zu ernsten Auseinandersetzungen zu beobachten und eben auch strenge und deutliche Rangunterschiede. Natürlich ist das aber nicht.

    Im Freileben sieht das Zusammenleben von Wölfen ganz anders, und zwar sehr viel entspannter aus. Es sind nur Tiere zusammen, denen an einem gemeinsamen Leben liegt. Wem es in der Familiengruppe nicht mehr gefällt, der geht eben.

    Die Möglichkeit zu kontinuierlichen Freilandbeobachtungen gibt es aber noch nicht so lange.

    Fagmar & Cara

    Es kommt auch auf den Zusammenhang an.

    Auf Ablehnung stößt das Wort "Rudel" hier im Forum vor allem, wenn es in Threads über Erzirehung oder Verhaltensprobleme auftaucht. Wenn zB ein um Rat fragender TE davon spricht, er oder sie tue alles, um sich gegenüber seinem Welpen als Rudelführer zu etablieren, dann schrillen regelmäßig die Alarmglocken und es bleibt nicht unkommentiert.

    Wenn dagegen im persönlichen Plauderthread davon die Rede ist, wie schön der Rudelspaziergang mit mehreren Hunden war, habe ich noch keine Kritik an diesem Begriff gehört.

    Ein großer Unterschied zwischen einem wildlebenden Canidenrudel und einer Hundegruppe in Menschenhand ist die willkürliche Zusammenstellung der letzteren. Wir holen Hunde nach unseren eigenen Vorstellungen in die Gruppe und verhindern die Abwanderung. Die Hunde entscheiden das nicht selbst. Wenn sie sich trotzdem gut verstehen kann es dazu kommen, daß sie einander unterstützen so wie deine Spanier. Aber oft genug läuft es auf eine bloße Duldung hinaus, und manches Mal klappt es ja auch gar nicht.

    Dagmar & Cara

    .. einer artengemischte Gruppe mit familienähnlicher Struktur? :roll:

    Leider ist das handliche Wort "Rudel" zum einen durch eine bestimmte Richtung von Hundetrainern verbrannt, die sehr auf autoritäres Durchgreifen setzen. Zum anderen bezeichnet das Wort in der Verhaltensforschung korrekterweise eine Familiengruppe, die nicht zuletzt auch durch Fortpflanzung strukturiert wird und in der die Mitglieder durch Geburt oder freie Wahl zueinander gefunden haben.

    Daher fehlt uns leider heute ein passender, unmißverständlicher Begriff, um unsere Beziehung zu in der Familie gehaltenen Hunden zu definieren.

    Im täglichen Zusammenleben sehe ich trotzdem viele Parallelen zu einem echten Rudel, so wie du es ja auch schilderst. Manche schreiben das Wort ja in Anführungszeichen, um klarzustellen, daß es auf Mensch-Hundegruppen nur im übertragenen Sinne zutrifft. Aber eigentlich hätte ich schon gern einen einfachen und klaren neuen Begriff dafür.

    Dagmar & Cara

    Dein Hund hat in der Wohnung jederzeit Zugang zu dir. So hat sich das Verhalten etabliert, daß er so wie es ihm beliebt zu dir kommt und dich so lange belästigt, bis du irgendwann doch reagierst.

    Ich bin sonst nicht so fürs wegsperren, aber in diesem Fall plädiere ich doch sehr für einen Welpenauslauf, in dem du deinen Hund zu deinen Arbeitszeiten parken kannst.

    Es scheint mir hier wichtig für die Entspannung deines Hundes zu sein, daß du zeitweise wirklich und unmißverständlich nicht verfügbar bist.

    Dagmar & Cara