Beiträge von dagmarjung

    "Malteser Pudel Bolonka usw"

    Ich sehe jetzt nicht, daß die Leute einen Wunderhund wollen. Sie suchen eben einen Hund mit entsprechendem Haarkleid, für Allergiker geeignet. Aus einer Reihe von möglichen Rassen. Geschenkt wollen sie ihn ja auch nicht, allerdings in Raten bezahlen.

    Letzteres dürfte allerdings schwierig werden, vermute ich.

    Dagmar & Cara

    Du hast alles richtig gemacht. :streichel:

    Wenn es so plötzlich kommt, ist es ein Schock. Man hat keine Chance, sich vorher darauf einzustellen.

    Aber: deinem Hund wurde eine längere Leidenszeit erspart. Wenn es von Tag zu Tag immer nur ein klein bißchen bergab geht, ist es sehr schwer den rechten Zeitpunkt zu finden.

    Dein Hund hatte bis ganz zuletzt eine sehr gute Lebensqualität. Das ist - hoffentlich- ein Trost dafür, daß das Lebensende so plötzlich kam.

    Dagmar & Cara

    Schwieriger fände ich den Fall, wenn ein Interessent ohne Zuchtinteresse einen Hund mit sagen wir Knickrute ablehnt und auf einem mängelfreien Welpen besteht. Da kann man sicher schön drüber diskutieren.

    Frage ist, wie wahrscheinlich ist der Fall überhaupt, daß ein gravierender Mangel sich erst zwischen 6 Wochen und Abgabe entwickelt? Vom Hodenabstieg mal abgesehen.

    Dagmar & Cara

    Es gibt einen Unterschied zwischen Frustquengeln und echter Not. Frustquengeln soll man tatsächlich nicht durch Aufmerksamkeit belohnen, aber echte Not darf man nicht ignorieren, sondern man muß helfen. Ein sozial ausgeschlossener Welpe wäre in der Natur ein toter Welpe, da werden Urängste wach.

    Hunde lernen ortsbezogen. Das ist für uns etwas umständlich, wenn der Welpe dieselben Kommandos an verschiedenen Orten jeweils "neu" lernen muß, bis er generalisiert hat, daß es auf dein Signalwort ankommt und nicht darauf, ob ihr im Schlafzimmer oder auf der Wiese seid.

    Hier ist es aber zu deinem Vorteil: Du kannst deiner Bonnie problemlos beibringen, daß sie auf dem Sofa schlafen darf, dein Bett aber tabu ist.

    Mein Ziel ist es, dass ich sie aktiv einlade, auf das Sofa zu kommen.

    Ja, gute Idee. Dann lade sie doch gleich abends ein, die ganze Nacht mit dir zusammen auf dem Sofa zu verbringen.

    Dagmar & Cara

    Wenn ich Interesse an einem Welpen im Hinblick auf künftige Zucht anmelde und es sich im Verlauf der ersten Wochen herausstellt, daß der Welpe deutliche Standardmängel hat, dann ist der Welpe schlicht nicht geeignet für meinen Zweck. Nicht ich als Käufer habe es mir plötzlich anders überlegt. Sondern die Geschäftsgrundlage - Kauf eines potentiellen Zuchthundes - ist entfallen. Daher darf in meinen Augen der Züchter die Kaution nicht einbehalten. Die Kaution soll ja nur gegen willkürliches Abspringen beider Seiten schützen.

    Bei meiner Rasse gibt's vermehrt die Berichte, dass Züchter vorherige feste Interessenten wieder abschieben und den Preis der Welpen treiben und neu ausschreiben.

    Das ist ja ein ganz mieses Geschäftsgebaren! :rotekarte:

    Dagmar & Cara

    Für mich sind es zwei verschiedene Aspekte.

    Das eine ist eine Frage der Kommunikation zwischen Züchter und Käufer: Was will der Käufer mit dem Hund tun: ganz sicher- vielleicht- auf keinen Fall. Und danach werden dann die Welpen an die passenden Interessenten vergeben. Wer Zucht anstrebt oder zumindest nicht ausschließt, der bekommt dann entsprechende Welpen. Seriöse Züchter sind ja daran interessiert, daß die Nachkommen ihrer Hunde ihre Linien weiterführen.

    Und klar, auch als Nichtzüchter möchte ich auf eventuelle Fehler hingeiesen werden. Kommunikation ist wie gesagt das Zauberwort.

    Das andere ist ein Preisnachlass für weniger vollkommene Welpen. Da sehe ich keinen Sinn drin, ausgenommen gesundheitsrelevante Fehler. Aber wenn ein Hund eine Fehlfarbe, eine Knickrute oder eine falsche Ohrenstellung hat, dann kommt er für den züchterisch interessierten Käufer ohnehin nicht in Frage, auch nicht für ein paar Hundert Euro Preisnachlass.

    Für andere Käufer dagegen spielt es gar keine Rolle, den der Hund erfüllt ja sonst jeden gewünschten Zweck, sei es als Familienhund, im Sport oder als Arbeitshund. Also sehe ich auch hier gar keinen Grund für einen geringeren Preis.

    Dagmar & Cara

    Eurer Hund ist erst seit drei Monaten bei euch und wie du schreibst ängstlich. Aus dem rumänischen Tierheim in die Großstadt, das ist schon eine ganz gewaltige Veränderung. Das steckt ein Hund nicht so einfach weg. Mit dem Trubel in einem Münchner Park ist er schlicht überfordert.

    Du hast vorhin aber schon eine mögliche Lösung genannt, als du schriebst, abends ist es besser als tagsüber.

    Was spricht dagegen, den Stress draußen so gut wie möglich zu begrenzen, indem ihr den großen Spaziergang auf die ruhigen Abendstunden verlegt und tagsüber nur kurze Löserunden macht?

    Dafür, daß er erst so kurz bei euch ist hat er schon tolle Fortschritte gemacht und scheint überhaupt ein Hund zu sein, der einfach nur Zeit zur allmählichen Eingewöhnung braucht. Gebt ihm bitte diese Zeit. Nach deiner Beschreibung wird er sich auch weiter gut entwickeln, wenn ihr ihn nicht überfordert.

    Dagmar & Cara

    Rassehunde sind keine Fabrikprodukte, die immer einheitlich ausfallen. Und der Rassestandard ist eine Idealvorstellung, der nicht jeder real existierende Hund in vollem Maß entspricht. Es ist keine Musterbeschreibung für industriell hergestellte Produkte.

    Ich bin der Meinung, man kann beim Kauf eines Hundes nicht dieselben Maßstäbe anlegen wie beim Kauf eines genormten Fabrikproduktes. Leider geht die Entwicklung der Hundezucht seit vielen Jahrzehnten allerdings in genau diese Richtung, die optische Einheitlichkeit steht ganz oben. Daß das für die genetische Vielfalt schädlich ist und die Rassehundezucht insgesamt in jene Sackgasse führt, die Genetiker seit langem kritisieren, gehört in eine andere Diskussion.

    Ein unguter Nebeneffekt dieser Entwicklung ist allerdings auch, wenn Käufer, obwohl sie nicht züchten oder ausstellen wollen, nur den absolut standardgerechten Hund als "fehlerfreies Produkt" akzeptieren.

    Dagmar & Cara

    Wenn ich die Werdegänge von Züchtern lese, kommt das doch häufig vor, daß der erste Hund noch ganz ohne Zuchtambitionen gekauft wurde, man dann aber doch Blut leckt und in die Sache hineinwächst. Der Ersthund legt den Grundstein und weckt die Liebe zur und das tiefere Interesse an der Rasse. Entwickelt er oder sie sich positiv, wird damit gezüchtet, wenn nicht, wird bald ein zweiter Hund gezielt für die Zucht angeschafft.

    Dagmar & Cara

    Du kannst einen Hund ohne Probleme getreidefrei ernähren und ihm trotzdem Kohlehydrate geben. Es gibt inzwischen viele Trockenfutter mit Kartoffeln, Süßkartoffeln oder anderen getreidefreien KH-Quellen.

    Einige Hunde mögen kaltgepresstes Trockenfutter nicht so gern wie das übliche. Was spricht dagegen, zu wechseln?

    Eine gemischte Ernähung aus Fleisch, Gemüse und KH wird von den allermeisten Hunden gut vertragen und verwertet. Ich würde gerade einem Welpen nicht ohne Not ein Element davon entziehen.

    Dagmar & Cara