Beiträge von dagmarjung

    die Wahrscheinlichkeit von ausgeprägten Bellen und wenig Freude am Spielen mit Artgenossen.

    Gerade hatten wir einen Thread über einen Corgi hier im Forum, bei dem Artgenossenagression das Thema war und die Corgihalter hier im Forum wiesen darauf hin, daß Corgis recht ernsthafte Hunde sind, die andere Hunde lieber auf Abstand haben wollen.

    Grundsätzlich spielen aber Hunde aller Rassen im Erwachsenenalter wenn überhaupt, dann nur noch mit gut bekannten Hundefreunden, aber kaum je mit Fremdhunden.

    Was nicht heißt, daß du nicht gemeinsam mit anderen Hundehaltern und deren Hunden spazierengehen kannst.

    Dagmar & Cara

    In dem Video lauert der Hund von Sekunde 1 an auf die Erlaubnis zum Zupacken. Das ist keine Alltagssituation, sondern für den Hund glasklar als Training erkennbar. Mit der Person, die er als Figuranten kennt. Und natürlich hast du da einen triebigen Mali, der total auf solche Beutefangaktionen abfährt.

    Mit dem Alltag in Haus und Familie hat das genau 0,00 zu tun.

    Dagmar & Cara

    Sag das nicht - ich durfte mal mithören, wie ein Teenager seinem Kumpel gegenüber meinen Hund (ja, der im Avatar) "voll krass" nannte.

    Hintergrund; Als der Teenie noch ein paar Jahre jünger war, durfte Cara mit den Kindern auf der Wiese spielen und Kunststückchen zeigen, zB durch die Arme der Jungs springen. Dieses Erlebnis hatte sich offenbar tief in das jugendliche Hirn eingebrannt. Ergebnis: voll krasser Kleinpudel! :hust:

    Dagmar & Cara

    Ich habe noch nicht so recht verstanden was du willst.

    Möchtest du, daß die Hunde bellen, wenn jemand am Haus vorbeigeht? Das Grundsstück betritt? An der Tür klingelt? Das Haus betritt?

    Möchtest du, daß die Hunde bellen wenn jemand von der Familie da ist? Wenn alle abwesend sind?

    Möchtest du daß die 2,3 nicht zur Famile gehörigen Personen unbehelligt ins Haus dürfen, während die Hunde allein im Haus sind?

    Möchtest du scharfe Wachhunde, die Eindringlinge auch stellen und eventuell sogar beißen? Sollen sie das in deiner Anwesenheit tun oder selbstständig, wenn keiner da ist?

    Echte, scharfe Wachhunde sind nichts, was sich nach Belieben an- und ausknipsen läßt. Sie erfordern sehr viel Management und müssen in vielen Situationen schlicht weggesperrt werden. Wenn Besuch, Handwerker, Freunde der Kinder kommen. Sonst entscheiden sie gerne selber, wer darf und wer nicht oder sie haben richtig Stress, wenn sie gezwungenermaßen Fremde im eigenen Kontrollbereich dulden müssen.

    Hunde, die jedesmal eskalieren, wenn jemand am Haus vorbeigeht, sind einfach nur Nervensägen. Auch die lassen sich schlecht oder gar nicht abschalten. "So ähnlich, nur in kontrollierbar" ist daher eine reine Wunschvorstellung.

    Dazu kommt, wenn man gewohnt ist, daß der Hund täglich ein Dutzend mal ausrastet, wird man den einen Ernstfall unter den vielen Fehlalarmen gar nicht erkennen.

    Übrigens war schon mancher der dachte sein Hund wacht nicht, positiv überrascht, wenn dann doch mal der Ernstfall eintrat. Hunde können durchaus zwischen dem Alltag und dem Ausnahmefall unterscheiden und entsprechend handeln.


    Dagmar & Cara

    Wie alt sind deine Hunde?

    Wachsamkeit kommt, wenn der Hund die Anlage hat, normalerweise von selbst mit dem Erwachsenwerden.

    An sich ist es doch kein Nachteil wenn der Hund aus Unsicherheit bellt. Hauptsache, er bellt und du weißt Bescheid, daß jemand kommt. Oder?

    Wenn es wirklich so ist, daß nur deine Familie und einige wenige Bekannte zu euch kommen, könnte es dann sein, daß deine Hunde eigentlich wachsam sind, aber nie Gelegenheit haben, es zu zeigen, weil einfach keine Fremder vorbeikommt?

    Dagmar & Cara

    Heute ist - man glaubt es kaum - Rosenmontag!

    Tag der Karnevalsumzüge!

    Und weil die dieses Jahr nicht auf der Straße stattfinden dürfen, haben sich Karnevalisten ganz reizende Alternativen einfallen lassen:

    Hier sehr liebevoll mit Playmobilfigürchen:

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    Oder, die Kölner, ganz nobel als Puppenspiel mit extra angefertigten Puppen und großer Bühne unter dem Motto "Der ausgefallendste Zoch": (Ab 29:00 geht's los)

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    De Zoch kütt - Kamelle!!!

    Dagmar & Cara

    Wie kann ich ihr denn jetzt zeigen, dass sie sich auf mich verlassen kann und ich sie beschütze?

    Indem du auf einen Wohlfühlabstand achtest. Bögen laufen, nicht frontal auf andere Hunde zu. Den eigenen Hund immer an der abgewandten Seite führen, so daß du ihr Deckung gibst. Auch mal einen Moment warten oder einen Umweg gehen. Ankommende Fremdhunde notfalls blocken.

    Deine Hündin soll darauf vertrauen dürfen, daß sie bei dir nicht von anderen Hunden belästigt wird.

    Auch im Freilauf bringen vielfache Hundekontakte keinen Mehrwert. Lieber einige wenige gut bekannte Hundefreunde, mit denen man gemeinsam spazierengeht, als alle 20 Meter eine neue Begegnung.

    Die offene Frage ist natürlich, inwieweit hat deine Hündin breits verinnerlicht, daß sie dem Kontakt/der Konfrontation nicht ausweichen kann, da du ihr nicht wirksam hilfst und sie daher eigene Lösungsstrategien entwickeln muß. Da kann eventuell mehr und gezielteres Training nötig sein. Die Basis wird aber immer das Vetrauen sein, daß du sie wirksam schützt. Das kannst du dir verdienen.

    Begegnungen zwischen Fremdhunden, auch wenn sie friedlich verlaufen, bringen immer eine gewisse Grundanspannung mit sich. Hunde sind an sich nicht darauf programmiert, in allen anderen Hunden immer Freunde zu sehen. Im Wildleben von Caniden hält das Rudel zusammen und verteidigt sein Revier gegen Artgenossen. Wir erwarten durch unserem Lebensstil mit belebten Gassigebieten und Hundewiesen von unseren Hunden daher eine enorme Anpassungsleistung.

    Gerade einem pubertierenden Junghund, der noch unsicher ist, kann das schon mal zuviel werden.

    Dagmar & Cara

    Durch das demütige Unterwerfen hat sie schon gezeigt, daß ihr unwohl war. Auch eine darauf folgende Spielaufforderung ist dann als "Fiddeln", also ein Versuch der Konfliktentschärfung zu verstehen, und nicht als Ausdruck von unbefangener Fröhlichkeit.

    Kennst du die 4 F's?

    Flight, Fight, Freeze (Erstarren) und Fiddle about (Herumalbern) sind die grundsätzlichen Handlungsalternativen, die wir höheren Säugetiere in einem sozialen Konflikt haben. Die sieht man natürlich nicht immer in Reinform, sondern sie können auch gemischt auftreten.

    Fiddeln heißt eigentlich: "Ich bin klein, lieb und welpig, greif mich nicht an sondern lass uns lieber spielen!"

    Weil es aussieht wie Spielen, wird es oft nicht als Konfliktverhalten erkannt. Auch Flight/Flucht wird in diesem Zusammenhang oft als Rennspiel mißverstanden.

    Dagmar & Cara