Beiträge von dagmarjung

    Dann die Erklärung, dass ja Hunde Schulen zu haben und sie 6 Monate sei. Deshalb sei sie ja so. Also auch nicht viel älter wie unsere beiden :ka:

    Wird wohl die neue Standard Ausrede werden für jegliches Verhalten.

    Ach, irgendwas an Ausrede geht immer. Vor Corona hieß es so: "Wir waren ja mit ihm in der Hundeschule, aber das hat bei ihm gar nichts geholfen."

    Auf Nachfrage erfährt man dann, daß 4, 5 mal eine Welpenstunde besucht wurde und seither nichts weiter trainiert und geübt wurde. Das muß man auch nicht, weil der Hund zu stur/zu wild/zu unfähig ist um Grundgehorsam zu lernen.

    Dagmar & Cara

    Fahrradkorb oder Fahrradanhänger kaufen und dann ab in den Park! :smile:

    Weniger Training, mehr Welt erforschen!

    - Die Fahrradgeschäfte sind auch im Lockdown geöffnet.

    Mit 15 Wochen muß ein junger Hund nicht mehr 20 von 24 Stunden schlafen. 15 - 17 Stunden Schlafen, Dösen und Ruhen sind vollkommen normal.

    Dagmar & Cara

    Wenn es zu so Situationen kommt ist es so, dass sie zur Spielecke geht und sich einfach hinlegt. Ich lass das übrigens nur dann zu, wenn ich dabei sitze. Sonst schicke ich sie auf ihren Platz.

    Da würde ich die Hündin konsequent wegschicken, Sie hat die Spielecke der Kinder genauso durch Abstandhalten zu respektieren wie die Kinder ihren Ruheplatz.

    Dagmar & Cara

    Es wird euer erster Hund, stimmt's? ;)

    Deine Überlegungen klingen nämlich arg therorethisch.

    Im praktischen Leben verläuft das ganz anders und mehr so, wie es der Alltag vorgibt. Du setzt dich nicht weg vom Hund - der Welpe wackelt dir dann eh hinterher - sondern du gehst einfach mal aufs Klo und machst die Tür hinter dir zu. Ich liebe meinen Hund, aber auf dem Klo bin ich auch gerne mal alleine. :D Am nächsten Tag dasselbe mit der Dusche, das dauert dann naturgemäß schon ein bißchen länger. Mal zum Briefkasten. Müll rausbringen.

    Beim Welpen ist zu bedenken, daß er Treppen zwar kennenlernen soll, aber nicht täglich viel Treppen rauf und runter steigen soll. Also auch hier ruhig mal eine Tür zumachen oder ein Kindergitter vor der Treppe anbringen.

    Der natürliche Drang von jungen ebenso wie von erwachsenen Hunden ist es, bei ihren Menschen - in ihrer sozialen Gruppe - zu sein. Das gewöhnt man ihnen durch Alleinbleibetraining auch nicht ab. Hunde sind ja unter anderem auch neugierig und wollen immer da sein, wo was Interessantes passieren könnte. Sie müssen nur lernen, daß sie zeitweise auch mal ohne uns auskommen müssen.

    Im Sommer kann es bei hohen Temperaturen aber vorkommen, daß ein Hund mit dickem Fell wie der Eurasier sich tatsächlich gerne alleine im kühlen Keller aufhält, um der Hitze zu entgehen. Das hat dann logischgerweise nichts mit Ungeselligkeit zu tun.

    Dagmar & Cara

    Mit 6 Monaten ist dein Hund noch in der Lernphase. Das heißt, daß man das Kommando nur dann gibt, wenn man 50 Euro darauf verwetten würde, daß er es in diesem Moment auch befolgt.

    Gibt man es zu früh im "Ernstfall" (andere Hunde, Wild, sonstige größere Ablenkung) riskiert man, daß der Hund es nicht befolgt und damit verinnerlicht, daß der Abruf nicht notwendigerweise mit seinem Herankommen verknüpft ist. Mit anderen Worten: man versaut sich das Signal.

    Das Befolgen kann man natürlich dadurch unterstützen, daß man die Schleppleine dranläßt. Nicht um ihn damit heranzuangeln, sondern um eine weiteres Entfernen zu verhindern.

    Die Anforderungen und Ablenkungen steigert man natürlich stetig, aber mit viel Fingerspitzengefühl.

    Zu oft üben am Tag kann ein Signal auch "auslutschen". Da ist weniger oft mehr. Rückruf und Belohnung soll immer spannend bleiben. Was man 10, 20 mal am Tag tut, ist aber nicht mehr spannend.

    Gerade wenn man einen lerneifrigen, gut motivierbaren jungen Hund hat, neigt man dazu, allzu anspruchsvoll zu werden. Ein neues Kommando leicht zu erlernen ist aber nicht gleichzusetzen mit der sicheren Ausführung in allen Lebenslagen. Dazu gehören einfach sehr, sehr viele Wiederholungen.

    Dagmar & Cara

    Die brachyzephalen Rassen haben kein Gesundheit"Risiko". Die Brachyzephalie ist selbst bereits der anatomisch vorhandene Schaden an der Gesundheit. Man kann Knochen wegzüchten, aber das innenliegende Gewebe verkleinert sich nicht im nötigen Maße mit. Daraus folgen logisch konsequent die Probleme, auch wenn Züchter und Besitzer das vielfach ableugnen. Nicht alle Hunde sind gleichermaßen eingeschränkt, aber Brachyzephalie und Gesundheit schließen sich logisch aus.

    Hierzu zwei Beiträge eines erfahrenen Tierarztes.Zwar werden in erster Linie Möpse und Bulldoggen angesprochen, aber es trifft ganz genauso auf seltenere Rassen mit gleicher Anatomie zu.

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=19799

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=20194

    Dagmar & Cara

    Das Hormonchaos und das Markieren im Haus wprde mir weniger Sorgen machen als die Frage der Umweltgewöhnung.

    Ich kenne einige Hunde und habe auch selbst Erfahrung mit einem, die erst spät - also etwa mit einem Jahr - vom Züchter abgegeben wurden. Beim Züchter laufen solche Junghunde in aller Regel nur so mit. Selten wird etwas mit ihnen einzeln unternommen, meist nimmt man halt die ganze Gruppe mit und der junge Hund orientiert sich dann vor allem an den anderen Hunden.

    Alleine und in ungewohnter Umgebung kann das zu Problemen führen, die nicht durch etwas Geduld und Gewöhnung behoben werden können. Es sind halt doch ganz andere Verhältnisse als die, an die er sich sein Leben lang angepasst hat. Wobei das alles schon für normale Zeiten gilt, die coronabedingtne Einschränkungen gar nicht eingerechnet.

    Ich würde es auch von Typ und Rasse abhängig machen. Gilt die Rasse eher als sensibel oder sind es kleine Draufgänger? Mein damaliger Hund war ein Sheltie, also der sensible Typ. Der war mit dem Wechsel vom Rudelleben zur Einzelhaltung und von der ruhigen Vorstadt in eine Großstadt-WG definitiv überfordert. Nicht zuletzt auch von den Begegnungen mit größeren Artgenossen, bis dahin kannte er ja nur Shelties.

    Damals schwor ich mir, einen Hund ähnlichen Typs künftig wenn, dann nur als Welpe zu überrnehmen, damit ich von Anfang an die Umweltgewöhnung selber in die Hand nehmen kann.

    Dagmar & Cara

    Die "garantiert reinrassigen" Merlepudel, die häufiger auftauchen, sind in aller Regel Zwerg/Kleinpudel. In dem Fall aber keine Spontanmutation, sondern die gab es schon immer!!1!1! Das sieht man ja eindeutig an historischen Abbildungen in leider restlos verschollenen Büchern.

    Die Vorsehung und die gütige Genetik wollten es, daß diese Merlepudel zufällig gerade dann wieder zum Vorschein kamen, als Merlehunde jedweder Rasse sich verkauften wie geschnitten Brot. Und - auch das ein reiner Zufall - als Shelties, die lange eine sehr seltene Rasse waren, immer beliebter und damit leicht verfügbar wurden. Rein zufällig sind sich Zwergudel und Shelties in Größe und Körperbau übrigens sehr ähnlich, wenn man mal von der Ohrenstellung absieht.

    (Schecken gab es beim Pudel tatsächlich, bevor man sich auf Einfarbigkeit festlegte. Daher konnte man gescheckte Pudel auch wieder rückzüchten. Merle gab es aber nie.)

    Ist jetzt alles, was kurzhaarig, mittelgroß und schlappohrig ist, ein Labrador?

    Nicht nur jetzt, das war im Stuttgarter Tierheim schon vor über 40 Jahren so. Fun Fact: damals konnte man Labradore noch mit der Lupe suchen. Ich kannte die Rasse damals nur aus Büchern, im Straßenbild sah man sie nicht.

    Ich habe mich immer gefragt, wo der unglaublich potente Labbi-Casanova sich wohl versteckt hielt, auf dessen Konto angeblich all die kurzhaarigen, hängeohrigen, schwarzen Mischlinge gingen.

    Dagmar & Cara