k.A. = Keine Ahnung
Dagmar & Cara
k.A. = Keine Ahnung
Dagmar & Cara
Als meine Kleinpudelhündin 9 Monate alt war, stellte eine erfahrene Pudelzüchterin durch abtasten fest, daß sich die Wachstumsfugen geschlossen hatten. Höhenmäßig kam dann auch nichts mehr dazu.
Ich glaube also nicht, daß du bei einem noch deutlich kleineren Hund, dessen Wachstum ja noch früher abgeschlossen ist, jetzt noch besondere Rücksicht nehmen mußt.
Dagmar & Cara
Wir kennen auch diese Regel „1 Minute pro Lebenswoche Beschäftigung bzw. Gassi-Gehen“.
Seufz.
Diese ominöse Minuten-Regel wird offenbar nach dem Prinzip von "Stille Post" weitergereicht. Und man weiß ja noch vom Kindergeburtstag, was für
seltsame Ergebnisse nach 12 mal Weitersagen herauskommen.
Der ursprüngliche Sinn der Regel bezieht sich nur aufs Mitmarschieren an der Leine im Tempo des Menschen. Das ist für den Welpen nämlich eine hohe Anpassungsleistung, die er im jungen Alter weder geistig noch körperlich erbringen kann.
Es gibt halt Menschen, die wollen gleich von Anfang an am liebsten stramme Spaziergänge machen, "denn ein Hund braucht ja Bewegung". Um da eine Idee zu vermitteln, wie man zunächst angemessen schonen und später langsam steigern kann, dafür wurde diese Faustregel erdacht.
Sie bezieht sich ausdrücklich nicht auf Beschäftigung allgemein und Aufenthalt und Bewegung im Freien. Wenn der Welpe nach eigenem Bedürfnis spielen, schnüffeln, erkunden und zwischendurch ausruhen kann, muß man nicht auf die Uhr schauen. Cara hat als Welpe und Junghund viel Zeit draußen verbracht, es war ja Sommer.
Dagmar & Cara
denn eine Züchterin in unserer Umgebung möchte für ihre Welpen 7.000€ Und das erscheint mir zu überzogen)
Das scheint nicht nur so, daß ist maßlos. Ich wette, das ist auch keine seriöse Züchterin, sondern eine schlichte Vermehrerin. Bietet sie zufällig sogenannte "Sonderfarben" wie Silber und Charcoal an?
Die seriösen Züchter machen den derzeitigen Hype, was die Preise betrifft, durchweg nicht mit. Klar wird auch da ein bißchen angehoben, aber 7000 Euro für einen Labrador ist ja nun jenseits von gut und böse.
Vernünftige Labradorzüchter sind beim Deutschen Retrieverclub organisiert. (Nicht zu verwechseln mit dem DRC Soltau, das ist nur ein weiterer Dissidenzverein!)
Dagmar & Cara
Ich meinte das mehr, falls er eines der Exemplare ist, die wirklich alles inhalieren. Egal was für Material.
Ist er ja offenbar nicht, wenn er mit ungenießbaren Dingen angerannt kommt.
Diese "orale" Phase machen alle Junghunde durch. Alles wird ins Maul genommen und mal probeweise drauf rumgekaut. Ich gebe zu , das hat mir auch Sorgen gemacht mit Cara damals. Gefühlt war die Welt voller Müll. Aber es gehört nun mal zur normalen Junghundeentwicklung dazu, daß man die Umwelt auch mit dem Maul erforscht. Deshalb finde ich einen hier Maulkorb fehl am Platz.. Diese Phase geht sowieso von selbst vorbei.
Fressbares bleibt natürlich immer Interessant, und klar muß man da erzieherisch dranbleiben. Aber man kann die Junghundezeit nun wirklich ohne Maulkorb bewältigen.
Dagmar & Cara
Aber es ist eben auch mittlerweile "normal" dass viele Hunde zum Tierarzt müssen, weil sie draußen irgendwas verschluckt haben, was gefährlich ist. Soll heißen, dass das wohl deutlich zugenommen hat in den letzten Jahren, zumindest hat man uns das vor einer Weile mal in der Tierklinik erzählt.
Es wird einfach daran liegen, daß es in den letzten Jahren immer mehr Hunde gibt.
Ich meine das nicht böse, aber Du treibst dich gerade selber in den Wahnsinn. Du gehst ja auch über die Straße, ohne permanent über Unfallstatistiken nachzugrübeln. Eine Reißzwecke im Wald ist ein ganz ungewöhnlicher Zufall, aber kein Grund für Angstvorstellungen, wenn der Hund nur mal hinterm Baum schnüffelt.
Ich glaube wirklich, du mußt das Problem bei dir selbst sehen und bearbeiten und nicht versuchen, deinen Hund zu ändern, geschweige denn ihn mit Schreckreizen zu verunsichern.
Dagmar & Cara
Das kommt ja daher, dass er sich eben schon mitten im Wald eine Reißzecke eingefangen hatte oder mit Teilen von Glasflaschen, Ekeltaschentüchern etc. etc. angerannt gekommen ist.
Ja, angerannt gekommen! Nicht runtergeschlungen! Da hat er sich meiner Meinung nach ein Lob für verdient! Wenn mein Hund mir verdächtige Sachen bringt, tausche ich gegen was Leckeres und freue mich!
Dagmar & Cara
Das ist jetzt glaube ich schon die dritte Anzeige. Und jedesmal andere Fotos, aber jedesmal ängstlich.
Ein in der Wohnung bei Menschen aufgezogener Hund ist doch mit 12 Wochen nicht derartig verstört, wenn er mal aufs Sofa gehoben wird. Irgendwas ist da faul.
Dagmar & Cara
Also würdest du empfehlen sie mehr mit hunden frei spielen zu lassen?
Da wäre ich vorsichtig. Denn aus dem unbeschwerten Spielalter wächst ein Hund mit einem Jahr allmählich raus. Diese gesteigerte Erregung und das Zwanghafte, was du beschreibst, kann unter anderem auch damit zu tun haben.
Hundekinder sehen in anderen Hunden meist vor allem einen potentiellen Spielpartner. Mit dem Erwachsenwerden treten neue mögliche Rollen in den Vordergrund: Konkurrent, Geschlechtspartner, Eindringling ins eigene Revier, Raufgegner, an dem man sich beweisen kann oder der mir was beweisen will. Alles sehr ambivalent und daher mega aufregend.
Daher sind Hundebegegnungen in diesem Alter spannungsgeladener als vorher und fröhlich gespielt wird dann immer weniger, irgendwann nur noch mit gut bekannten Hundefreunden. Oft sieht man zwar viel Rennen und Bewegung, das ist dann aber mehr Konfliktaustragung als Spiel. Wird allerdings von Besitzern oft nicht als solche erkannt.
Diese oben erwähnten Hundefreunde sind aber schon wichtig! Und gelegentlich kann man schon auch neue kennenlernen. Also spielen ja, aber gut schauen, ob es auch wirklich passt und nicht kippt.
Dagmar & Cara
Zum Thema Auslastung und Impulskontrolle:Dummytraining verbindet beides optimal. Gerade für Retriever. Macht ihr sowas? Ein Jahr ist ein gutes Alter, um anzufangen! ![]()
In einer Gruppe macht es am meisten Freude, aber das dürfte coronabedingt gerade schwierig sein. Es gibt aber gute Bücher, nach denen man durchaus alleine Grundlagen legen kann.
Dagmar & Cara