Gerade eben hatte ich ein längeres Gespräch mit einer Bekannten. Ihr Hund, vermutlich Havanesermix, ist etwa 10/11 Jahre alt und leidet seit jeher unter immer wiederkehrenden, teils sehr schlimmen Ohrenentzündungen. Nach verschiedenen Allgemein-Tierärzten ist er jetzt bei einer Dermatologin in Behandlung. Das von ihr (und von anderen Ärzten über die Jahre) empfohlene Futter "Hills Z/D Reis und Huhn" scheint aber auch nicht so recht vertragen zu werden, denn nach dem Absetzen der letzten Antibiotikabehandlung kam die Ohrenentzündung wieder.
Zum Selberkochen, was die Dermatologin als erstes empfohlen hat, fühlt sich meine Bekannte aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage. Sie sucht daher nach einer Fertigfutter-Alternative.
Eine Bekannte riet der Hundehalterin, es mit Barf oder Ähnlichem zu versuchen und empfahl ihr einen Barf-Shop. Dort ließ sie sich beraten und füttert ihren Hund seit nun 5 Wochen mit Rindfleisch , getrocknet und vor dem Füttern eingeweicht + Kräuter und Mineralstoffmischung, ganz ohne Kohlenhydrate.
Tatsächlich hat sich die Ohrenproblematik deutlich beruhigt und die Ohren sehen momentan gut aus.
Nach meinem Dafürhalten ist diese Ernährung aber sehr einseitig und gerade für ältere Hunde (Nieren) nicht zu empfehlen.
Noch ein paar Infos zum Fall:
- Meine Bekannte mutmaßt, daß ihr Hund Huhn nicht verträgt, weil eine Durchfallerkrankung vor Jahren nach der Verfütterung der üblicherweise empfohlenen Schonkost (Reis mit Huhn) schlimmer statt besser wurde.
-Sie hat jedoch noch nie eine echte, kontrollierte Ausschlussdiät durchgeführt. Vage Empfehlungen von Tierärzten "man muß das mal ausprobieren, was er vertägt und was nicht", hat sie nicht in diesem Sinne umgesetzt.
Ich habe sie dazu angeregt, sich im Fachhandel nach den 2-Kompomenten-Fertigfuttern für Allergiker unzusehen. Also eine Fleich- und eine Kohlehydratquelle, aber eben etwas anderes als Huhn, wenn sie den Verdacht hat, daß er ausgerechnet Huhn nicht verträgt.
Habt ihr Ideen zu diesem Thema?
Ich möchte auf keinen Fall zu Experimenten anregen, die zu einer Verschlechterung des Zustandes führen. Aber eine Fütterung wie oben beschrieben kann ja auch keine dauerhafte Lösung sein, oder?
Dagmar & Cara