Beiträge von dagmarjung

    Stellt euch vor, der Mensch, mit dem ihr 40, 50 Ehejahre verbracht habt, bricht plötzlich zusammen und wird mit Blaulicht in die Intensivstation gebracht. Es sieht sehr, sehr ernst aus.
    Man bittet euch um eure Telefonnummer und fragt: "Dürfen wir Sie auch nachts anrufen, falls etwas passiert?"

    Was antwortet ihr?

    a) "Ja, ich bitte darum!"

    b) "Ja sicher, was soll die blöde Frage!"

    c) "Nein, nicht vor sieben Uhr, denn wenn ich nachts geweckt werde, kann ich nicht mehr einschlafen."

    Ich sprach heute mit einer kürzlich verwitweten Bekannten, sie hat sich für Option c entschieden.


    Dagmar & Cara

    Es ist tatsächlich sehr wichtig, daß man die eigene Wohnsituation - inclusive Treppen - berücksichtigt, wenn man einen großen und schweren Hund anschafft. Sowohl junge als auch alte Hunde können oder sollen keine Treppen laufen.

    Aber für die Eignung als Besuchs- oder Therapiehund spielt das keine Rolle.

    Dagmar & Cara

    Du trägst keinen 50kg Rüden in den dritten Stock zu einem Patienten

    - In Einrichtungen, die mit (bettlägerigen) Patienten zu tun haben wie Pflegeheime usw sind Aufzüge Standard.

    - Wenn ein Hund aber so eingeschränkt in der Bewegung ist, daß er keine Teppen mehr bewältigen kann, gehört er in Rente und nicht mehr in den Einsatz als Therapie- oder Besuchshund.

    Dagmar & Cara

    Einen Berner zum kuscheln zu haben ist schön aber wenn das "Kalb" mal halb auf's Bett geht weil er eben schmusen will/soll

    Ein Hund muß aber nicht unbedingt zum Kuscheln aufs Bett. Ein großer Hund ist eben auch groß genug, daß man ihn streicheln kann, wenn er neben dem Bett steht, hohe Krankenhausbetten mal ausgenommen.

    Eine gute Grunderziehung ist auf jeden Fall Voraussetzung für den Einsatz, und dann kann man das auch regeln, ob der Hund aufs Bett darf oder eben nicht.

    Berner Sennenhunde sind zwar groß und schwarz, aber durch die bunte Zeichnung mit Weiß und braun wirken sie auf Hundelaien trotzdem freundlich und haben allgemein das Image des lieben Kuschelbären. Darin allein sehe ich keinenn Hinderungsgrund bei der Rassewahl.

    Das Thema Gesundheit und Lebenserwartung ist aber sehr ernst zu nehmen. Auch die Berner in meiner Bekanntschaft wurden nicht alt und litten schon früh unter Krankheiten.

    Als super spezielle Rasse würde ich Berner Sennenhunde nun wirklich nicht bezeichnen.

    Dagmar & Cara

    Da hatte ich es doch besser. Mein Vater hat schon aus eigenem Leseinteresse für den regelmäßigen Asterix- und Lustige Taschenbücher Nachschub gesorgt.

    Und unser Nachbar aus der Wohnung unter uns hatte geschäftlich viel mit diversen Comicverlagen zu tun. Da fiel für uns auch schon mal was ab in Punkto Superman und Marvel.

    Manchmal sprach er sehr laut auf französisch mit Dargaud in Paris. In unserem sehr hellhörigen Haus hörte man jedes Wort. Dann witzelten wir "Jacki, nimm doch's Telefon, dann brauchste nich so zu brüllen..." :D

    Dagmar & Cara

    Reinrassig und Ahnentafel ist nun mal sowas wie der Adelsbrief. Ist halt was Besseres. Da kann man gleich viel mehr Geld für verlangen. Und Mischling ist toll, weil immer super gesund & nur das Beste von beiden Eltern!

    So schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!

    Dagmar & Cara

    Er kann schon jetzt sehr viele Kommandos nur auf Handzeichen,

    "Nur"auf Handzeichen: Es fällt Hunden wesentlich leichter, auf Sichtzeichen zu reagieren als auf Hörzeichen. Da wir Menschen gewohnt sind, die sprachliche Kommunikation in den Mittelpunkt zu stellen, empfinden wir letzteres als einfacher und finden den Hund dann ganz besonders intelligent, wenn er "sogar nur auf Handzeichen" prompt reagiert.

    Tatsächlich ist es aber die hohe Schule des Hundetrainings, wenn der Hund eindeutig auf nur gesprochene Kommandos reagiert und keine Handzeichen als Führerhilfe benötigt.

    Das wird aber nur in manchen Hundesportarten so verlangt.

    Man kann mal spaßeshalber den Test machen, dem Hund zu den gewohnten Handzeichen ganz andere Kommandoworte zu sagen: "Kühlschrank" für Sitz, "Besen" für Platz oder was auch immer.

    Oder umgekehrt, nur das gewohnte Wort sagen aber ohne Handzeichen dabei, Dann sieht man sofort, welches Zeichen der Hund mit dem Kommando verknüpft hat.

    Dagmar & Cara

    Die Tendenz geht heute dahin, daß nette Hunde mit keinen oder wenig Problemen über die Kleinanzeigen verkauft werden und im Tierheim eher solche Hunde landen, die gesundheitliche oder Verhaltensprobleme haben. Denn im Tierheim muß man eine Gebühr bezahlen, wenn man ein Tier abgibt, für einen Hund in den Kleinanzeigen kann man dagegen Geld verlangen.

    Ich rate auch dringend, sehr nüchtern an das Ganze heranzugehen und sich vom "Rettenwollen" ganz zu verabschieden.

    Bei einem Hund von privat würde ich mir zeigen lassen, wie der Umgang innerhalb der Wohnung ist, inclusive Pflegemaßnahmen: wirkt der Hund vielleicht deshalb ungepflegt, weil er sich nicht bürsten läßt? Läßt er sich überall anfassen, ohne zu schnappen? Können die Besitzer ihm Spielzeug oder Fressbares wegnehmen?

    Ein Spaziergang außerhalb zusammen mit den Besitzern gehört auch unbedingt dazu, um abzuschätzen, wie es mit der Umweltgewöhnung steht. Wie steht es mit der Artgenossenverträglichkeit?

    Wichtiger Punkt ist auch das Alleinebleiben. Der erwähnte Hund mußte viel alleine bleiben, aber kann er das überhaupt? Oder ist der eigentliche Abgabegrund, daß er das Haus zusammenheult und die Wohnungskündigung droht? So etwas wird längst nicht immer ehrlich gesagt.

    Gesundheitscheck gehört wie schon gesagt auch unbedingt dazu.

    Dagmar & Cara