Das freut mich. 
Zur Hundeauswahl in der Zukunft:
Es gibt vielfältige Informationen zu dem Thema, wo man einen Hund guten Gewissens kaufen kann und wo nicht. Zur Rassehundezucht gehört weit mehr, als einen Rüden auf eine Hündin zu lassen.
Der VDH und seine Zuchtvereine wurden schon genannt, die sind für Rassehunde die erste und beste Anlaufstelle. Einen Cocker Spaniel würde ich niemals woanders kaufen.
Man darf sich keine Illusionen darüber machen: Beim Verkauf von Hunden bzw Welpen gibt es sehr viele schwarze Schafe. Da sollte man auf keinen Fall uninformiert drangehen. Google mal das Stichwort "Wühltischwelpen".
In den ärmeren Ländern Osteuropas ist die Massenproduktion von Welpen sehr gewinnbringend. Die Zuchthunde und Welpen werden dabei unter schrecklichsten Bedingungen gehalten.
Heute werden solche Welpen auch nicht mehr nur billig aus dem Kofferraum heraus verkauft, da gibt es jede Menge Tricks, wie man dem Käufer eine heile Züchterwelt vorspiegeln kann. Auch der Preis solcher Vermehrerwelpen liegt spätestens seit Corona nicht mehr unter dem von Welpen aus sorgfältiger Zucht, oft ist er sogar höher.
Ein beliebter Trick ist zB der Zukauf von fremden Welpen, wenn die eigene Hündin gerade einen Wurf hat. Oder man zeigt überhaupt nur eine angebliche Zuchthündin zu einem Wurf vor. Oder die Hündin ist leider gerade abwesend, wenn der Interessent kommt. Sie wird ausgeführt oder ist bei der Oma usw.
In deinem Fall gehe ich mal davon aus, daß die Züchterin tatsächlich Welpen ihrer eigenen Hündin verkauft hat, aber auch dann gilt: Rassehundezucht ohne zuchtrelevante Gesundheitsprüfung auf Erbkrankheiten ist lediglich sinnloses Vermehren von Hunden. Für seriöse Zucht braucht es den Rückhalt und die Kontrolle eines guten Zuchtvereins. Das fängt schon mit der größeren Auswahl an Deckrüden an. Ein guter Züchter nimmt nicht einfach den nächstbesten oder den, den er zufällig zuhause hat sondern den, der am besten passt. Masn darf auch nicht mit jeder Hündin und jedem Rüden züchten, sondern nur mit solchen, die eine Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden haben. Es gibt bhestimmte Anforderungen an Gesundheit, Aussehen und Wesen.
Eine Ahnentafel ist auch keine überflüssige Deko, sondern unter anderem der Nachweis dafür, daß bestimmte Erbkrankheiten bei den Vorfahren ausgeschlossen wurden.
Ich habe auch noch nie gehört, daß Cocker Spaniel besonders sensibel sind und daß Ängstlichkeit daher normal ist. Das sind normalerweise, wesensfeste, stabile Hunde.
Nun hatte der Kleine bei dir besondes ungünstige Umstände, trotzdem bleiben da Fragezeichen, was Herkunft und Aufzucht betrifft.
Auch das du keine Möglichkeit bekommen hast, die Züchterin vor der Abgabe zu besuchen, ist ein Alarmzeichen und deutet darauf hin, daß sich jemand nicht in die Karten schauen lassen wollte.
(Beim Abholtermin selber ist man ja quasi im Hormonrauch der Muttergefühle, völlig mit dem Welpen besachäftigt und schaut nicht mehr so kritisch hin.)
Trauerfall hin oder her, eine gute Züchterin möchte das Beste für ihre Welpen und daher die Interessenten nicht nur am Telefon kennenlernen. Umgekehrt geht es für mich als Interessentin auch nicht nur darum, süße Welpen zu knuddeln. Ich möchte auch die Zuchtstätte sehen und wie die Hunde dort gehalten werden. Leben sie tatsächlich in Haus und Garten oder werden sie nur zur Besichtigung aus dem Zwinger im Hinterhof oder gar aus dem Keller geholt?
Alles schon dagewesen.
Ich möchte auch die Mutterhündin etwas besser kennenlernen und mir vom Vater zumindest die wichtigen Dinge erklären lassen. Beide Eltern zusammen zeigen das, was aus meinem Welpen werden wird, viel besser als der junge Welpe selbst zu diesem Zeitpunkt. Die Eltern sind also nicht irrelevant, Hauptsache, ich hab das süße Bündel auf dem Arm.
Dagmar & Cara