Beiträge von dagmarjung

    Meine Hündin heißt offiziell "Cara vom Danebrog" Das steht so in ihrer Ahnentafel und auch im Impfpass.

    Das "Vom Danebrog" ist der Zwingername, also der Name der Zuchtstätte.

    Züchter im Zuchtverein geben ihrer Zucht (Ihrem Zwinger) immer einen Zwingernamen. Jeder dort gezüchtete Hund trägt diesen Zwingernamen zusätzlich zu seinem Rufnamen in den Papieren. Caras Mutter heißt also offiziell: "Urmel vom Danebrog".

    Du findest Zwingernamen zB auf der Homepage von Züchtern.

    Dagmar & Cara

    Der VDH = "Verband für das deutsche Hundewese" ist der übergeordnete Dachverband für die einzelnen Rassezuchtvereine. Für die Rasse Cocker spaniel gibt es mehrere Zuchtvereine.

    Seriöse Rassehundezüchter für Cockerspaniel findest du in diesen Vereinen:

    https://www.vdh.de/welpen/zuechter?id=174

    Nicht alle Rassehundezüchter sind in Vereinen organisiert, die Mitglied im VDH sind. Die sogenannten "Dissidenzvereine" bieten aber - jedenfalls bei den Spanielrassen - nicht entfernt die gleiche Qualität wie die VDH Vereine. Oft sind die Zuchtvorgaben sehr viel lockerer, was Gesundheitsprüfungen der Elterntiere, Schonung der Hündin, Überprüfung der Zuchtstätte durch einen Zuchtwart usw betrifft. Oft sind es nur Pseudovereine, dazu da, die Welpen mit Papieren zu adeln, damit man einen höheren Preis verlangen kann.

    Dagmar & Cara

    Gestern ein bemerkenswerter Arztbesuch.

    Ich hatte mir vor fast zwei Wochen Zeit einen Zeh übel angestoßen und wollte, da die Schwellung sich sehr lange hinzog, doch lieber einen Unfallchirurgen drüberschauen lassen.

    Termin in der Praxis um 12:40, ich war aber schon früher da, denn bei einem neuen Arzt muß man ja immer erst einen Patientenbogen mit Angaben zur Person, Vorerkrankungen, Hausarzt usw ausfüllen.

    12: 25: Zettel in Empfang genommen, Brille rausgekramt, Name und Adre - "Frau Jung? Bitte kommen Sie mit!" (2:30)

    Der Arzt hört sich mein Problem an, gibt mir einen Laufzettel fürs Röntgen und schickt mich zurück ins Wartezimmer.

    Wo ich Kuli und Klemmbrett rauskrame, Adresse und Telefon eintra - "Frau Jung? Bitte kommen sie mit zum Röntgen!"

    Fuß wird geröntgt, ich kehre ins Wartezimmer zurück, um meine Hausaufgaben fertig zu schreiben - "Frau Jung? Bitte zum Herrn Doktor!"

    Arzt schaut sich die Aufnahmen an, zum Glück ist nichts gebrochen oder angeknackst, kein Handlungsbedarf, Abklärung der letzten Fragen, Verabschiedung, fertig.

    Und ich war bis dahin noch nicht einmal dazu gekommen, den Patientenbogen auszufüllen! Das habe ich dann ganz zuletzt im Wartezimmer nachgeholt. Weniger als eine halbe Stunde vom Betreten der Praxis bis zum Verlassen - und das beim Facharzt! :shocked:

    (PS: dem Zeh ging es bis zum Arzttermin schon wesentlich besser. Aber das war noch nicht abzusehen, als ich den Termin vereinbart habe.)

    Dagmar & Cara

    Eine Augenblickseinschätzung wird dir nicht viel bringen. Die hattest du ja schon vor einigen Wochen und du hast dich damals aus gutem Grund dagegen entschieden.

    Die eigentliche Frage ist, bringt der Hund ein genetisches und aufzuchtbedingtes Päckchen mit? Wie hat er die allerersten, allerwichtigsten Wochen verlebt? Das wird wohl im nachhinein kaum noch zu ermitteln sein.

    Daß er inzwischen schon so oft den Besitzer gewechselt hat, deutet darauf hin, daß durchaus mehr im Argen liegt als eine momentane Überforderung durch einen einzelnen, unbedarften Besitzer.

    Faustregel: Ein Hund mit guten Startbedingunen leidet unter ungünstiger Haltung, kann das aber bei einem besseren Halter wieder überwinden.

    Ein Hund mit miesen Startbedingungen leidet oft lebenslang darunter, denn gewisse Einschränkungen bleiben.

    Ich möchte nach wie vor einen unkomplizierten immer-dabei-Hund haben, natürlich mit entsprechendem Engagement von mir.

    Wenn das dein wirklicher, echter Wunsch ist, dann löse dich von Ideen wie "Schicksal" und" retten wollen".

    Du hast den Hund einmal live gesehen. Das ist alles andere als ein untrennbares Schicksalsband.

    Nimm ihn nur dann, wenn du die nächsten 15 Jahre mit allen häufig auftretenden Problemen in ähnlichen Fällen leben kannst: Artgenossenunverträglichkeit, ständiges Kläffen, Hibbeligkeit, nicht alleine bleiben können, kaum irgendwohin mitnehmen können, Fremdbetreuung schwer oder gar nicht möglich usw.

    - Und zwar ohne den inneren Wunsch, ihn zu einem pflegeleichten Begleiter umzumodeln, und Enttäuschung, falls es doch nicht klappt.


    Dagmar & Cara

    Die Idee bei der Betreuung war zum Einen, dass es für ihn gut sein könnte, in einer kleineren Gruppe (um die 5 Hunde) zu lernen, auch mal in Anwesenheit anderer Hunde zur Ruhe zu kommen.

    ...

    Gerade in den Bring- und Abholphasen sind auch die anderen Hunde ziemlich aufgeregt und das schaukelt sich dann wohl immer etwas hoch.

    Was du beschreibst, führt dich deinem Ziel eines entspannten Hundes also offenbar nicht näher. Er lernt eher, sich von der Aufregung anderer Hunde anstecken zu lassen.

    Ich möchte dabei sein und die Kontrolle behalten, wenn mein Hund mit anderen Hunden interagiert. Gerade bei jungen Rüden in der Pubertät und Adoleszenz verändert sich innerhalb kurzer Zeit viel, besonders wenn sie einem eher ernsthaften Hundetyp angehören. Da muß man fortlaufend beobachten, Entwicklungen schnell wahrnehmen und mit Fingerspitzengefühl regulieren. ZB auch mal den Hund ganz aus der Situation entfernen, wenn er überfordert ist. Das kannst du aber nicht, wenn du gar nicht anwesend bist.

    Es ist ganz normal, daß Hunde in diesem Alter und auch darüber hinaus noch nicht gelassen und souverän sind, wenn Artgenossen in Sichtweite sind.

    Ich finde aber, gemeinsame Spaziergänge mit souveränen Althunden oder auch mal Treffen mit spielwilligen Altersgenossen unter meiner erzieherischen Aufsicht produktiver als den Hund in eine Gruppe abzugeben und zu sagen, "so, jetzt sozialisier dich mal".

    Das Alleinebleiben würde ich auf jeden Fall üben, am besten täglich, so daß es zur Routine wird.

    Grundsätzlich ist es aber gut, den Hund auch frühzeitig mal an Fremdbetreuung zu gewöhnen. Man weiß nie, wann man es mal braucht.

    Dagmar & Cara

    da sie kein Fell haben sondern Haare."

    Fell: das Haar wächst bis zur vorgegebenen Länge, bleibt eine Weile und fällt beim Fellwechsel aus.

    Haare: wie beim Menschen wächst das Haar ohne Stop weiter und bleibt lange erhalten. Es gibt keinen Fellwechsel.

    Ist aber schon sehr Groomer-Fachchinesisch und führt in einer solchen Anzeige nur zur Verwirrung.

    Der ominöse "Master"Hund: Was soll der Blödsinn? Malteser plus Malteser gibt halt auch wieder einen Malteser. In diesem Fall nicht nur ohne Papiere, sondern auch jenseits seriöser Zuchtvorgaben (Papa: "Minimalteser").

    Da war es sicherlich das Ziel, Teacup-Malteser zu produzieren, nur hat Mama sich genetisch durchgesetzt.

    Dagmar & Cara

    So schnell kann man Mutter werden... das haben sie uns damals im Aufklärungsunterricht aber nicht verraten! :shocked:

    Dazu passt folgendes:

    "Hey Sie! Leinen sie gefälligst ihren Hund an!!!"

    "Warum? Ist doch nicht mein Hund."

    "Der läuft ihnen aber hinterher!"

    "Na und? Sie laufen mir ja auch hinterher und sind nicht mein Hund..."

    Dagmar & Cara