Es ist von hier aus letzendlich nicht zu klären, warum genau euer Hund sich so verhält, wie er es tut. Aber eins ist sicher: ihr bekommt nur dann einen Fuß in die Tür, wenn ihr ihn nicht weiter so machen laßt wie bisher. Das ist ganz unabhängig von der Ursache und Motivation des Verbellens.
Ich habe einen Hund sogar ganz ohne Gartenzugang - auch das geht. Ihr habt ja weiterhin euren Garten zur Verfügung, aber für den Hund gilt dort erstmal Leinenpflicht.
Und, noch eine vielleicht dumme Frage, müsste er nicht verstehen dass wir entschieden haben dass sie harmlos sind?
Euer Problem ist das altbekannte Postbotendilemma: diese Mistkerle dringen täglich aufs Neue ins Revier des Hundes ein, und viele Hunde sehen es als ihre Aufgabe, die dreisten Wiederholungstäter zu vertreiben. Obwohl sämtliche Besitzer Postboten als harmlos ansehen, lassen längst nicht alle Hunde sich davon überzeugen.
Schönfüttern durch die Personen kann funktionieren, es kann den Hund aber auch stärker in den Konflikt treiben: er muß sich den gruseligen Personen ja gezwungenermaßen annähern. Eigentlich wollen wir aber, daß er Abstand zu ihnen hält und ihnen kein besonderes Interesse entgegenbringt.
Besser und sicherer ist es daher, wenn ihr euren Hund immer tolle Leckerli gebt, sobald die Nachbarn sich zeigen. So daß er sich zu euch umorientiert und nicht zu ihnen läuft.
Aber nicht zuerst hinlaufen und bellen lassen, dann erst abrufen und belohnen. Denn damit belohnt ihr auch das hinlaufen und bellen mit, was ihr ja nicht wollt.
Das nur so ganz im Groben, ein guter Trainer wird euch da eingehender beraten können. Es macht auch einen großen Unterschied, ob euer Hund eher aus Unsicherheit pöbelt oder wirklich einen ausgeprägten Wachtrieb entwickelt. Je nachdem wird man das Training und das weitere Management gestalten.
Dagmar & Cara