Beiträge von dagmarjung

    Freddy guckt vermutlich deshalb ab und zu fragend, weil noch ganz viel in seiner neuen Leben für ihn verwirrend ist. Er ist doch erst seit einem Tag bei euch. Er kennt euch noch nicht: eure Gesichter, eure Körpersprache, eure Stimmen. Die gesamte Umgebung, eure Wohnung, euer Garten, alle Gegenstände und Gerüche sind neu für ihm. ebenso wie der Tagesablauf. Nicht alle Welpen reagieren auf diese riesengroße Veränderung in ihrem Leben mit einem selbstbewußten"Hoppla, jetzt komm ich!". Manche brauchen Zeit, um Vertrauen zu fassen.

    Laßt dem Kleinen die Zeit, die er braucht. Ein "Trainingsprogramm" in dem Sinne braucht er noch nicht. Er ist ja den ganzen Tag mit lernen beschäftigt und euer ganzer Umgang mit ihm ist ja im Grunde genommen Training. Er lernt, daß ihr freundlich seid, auf seine Befürfnisse achtet, daß ihr zuverlässig seid und Sicherheit gebt, daß man mit euch auch Spaß haben kann, auch daß man nicht immer alles darf, was man will.

    SitzPlatzFuß ist mit Sicherheit nicht das Dringendste.

    Dagmar & Cara

    War grade mit einer Freundin in der Fränkischen Schweiz. Golden- Welpen gucken....

    Gott sei Dank hat meine Freundin eingesehen, dass man da nicht kauft.

    Dickes Lob an deine Freundin, daß sie so klug war, dich als fachkundige Beraterin mitzunehmen und auch auf deine Meinung zu hören. Das wird beim Welpenkauf ja immer empfohlen, eine kundige Vertrauensperson mitzunehmen, aber nur selten getan.

    Es ist ja gerade die Masche der Vermehrer, auf das kuschelhormongesteuerte Aussetzen des Verstandes bei den Interessenten zu setzen, die den süßen Welpen nie und nimmer seinem Schicksal überlassen können, sobald sie ihn erst einmal auf dem Arm hatten.

    Dagmar & Cara

    Czarek:

    Als ich vor 13 Jahren Cara kaufte, gab es bei den Pudeln recht unterschiedliche Preise, zum einen je nach Größe (Kleinpudel waren günstiger zu haben als Zwerge und Großpudel) und besonders auch je nach Farbe, wobei Schwarz am günstigsten, da unbeliebtesten war und die Neufarben Black and Tan, Harlekin und Red/Fawn besonders teuer.

    Wie sieht das denn jetzt aus? Im Zuge des Coronahypes und danach?

    Dagmar & Cara

    Ich kann dich nur auf dem Weg bestärken, den du jetzt eingeschlagen hast.

    Ich verstehe auch, daß du den Hund, den du ja aufgenommen hast, um gemeinsam mit ihm zu leben, nicht von jetzt auf gleich abgeben willst. So ein Entschluß fällt schon schwer, trotz allem, was passiert ist. Ich hoffe, ein bißchen Pause von Cash wird dir helfen, deine Gedanken zu sortieren.

    Als ich Studentin war, habe ich eine Weile in einer WG gelebt, in der es Konflikte mit meinen beiden Mitbewohnern gab. Keine Gewalttätigkeiten irgendwelcher Art, aber ich litt unter der Atmosphäre des Unerwünschtseins. Wenn ich mich dem Haus näherte, schaute ich automatisch zum Küchenfenster hoch und war erleichtert, wenn es dunkel war und ich einer Begegnung somit entgehen konnte.

    Erst als ich auszog, merkte ich, wie sehr ich unter der Situation gelitten hatte und wie unendlich viel besser das Leben in der eigenen Wohnung sich anfühlte.

    Ich vermute, auch deinen Katzen geht es ähnlich, auch den beiden, die nicht verletzt wurden und sich scheinbar wieder normal verhalten. Katzen sind sensible Wesen und sie leiden mit Sicherheit alle drei unter der gesamten Situation, nicht nur Jack.

    Dagmar & Cara

    Für die Katzen ist es ganz unerheblich, ob du jetzt oder in Zukunft deinem Hund "verzeihen" kannst.

    Deine Katzen waren zuerst da und sie haben die älteren Rechte. Was würde Jack wohl antworten, wenn man ihn fragte: "Möchtest du zukünftig gerne mit dem Hund zusammenleben, der dich fast totgebissen hat? Dem du jetzt noch weniger entkommen kannst als beim letzten Mal, weil du jetzt körperlich behindert bist?

    - Du mußt ihn zwar nicht ständig sehen, aber er lauert immer hinter der Tür, Jahre und Jahre und Jahre..."

    Dagmar & Cara

    Es ist im Grunde genommen egal, ob Cash die Situation so wahrnimmt wie du glaubst oder nicht.

    Fakt ist: er hat eine deiner Katzen ernsthaft gebissen und schwer verletzt.

    Du kannst niemals sicher sein, daß er es nicht wieder tut.

    Deine Katzen werden von jetzt an immer Stress haben, weil ihr Todfeind in ihrer Nähe ist. Auch wenn du räumlich trennst, wissen die Tiere ja durch Gehör und Geruch ganz genau, wer sich in ihrer Nähe aufhält. Und wenn du in normalen Wohnverhältnissen lebst, kannst du sie gar nicht soweit voneinander trennen, daß sie die Anwesenheit des anderen nicht bemerken.

    Für deine Katzen ist es deshalb unzumutbar, weiterhin mit dem Hund leben zu müssen.

    Deshalb ist eine Abgabe die einzige Möglichkeit und du brauchst dir keine Gedanken über Trainer und das Geld dafür zu machen.

    Das würde auch dann zutreffen, wenn du deinem Hund mit dem allergrößten Verständnis begegnen würdest.

    Deine Erwartungen an Einsicht, Reue und Besserung kann Cash ganz einfach deshalb niemals erfüllen, weil er ein Hund ist und kein Mensch.

    Dagmar & Cara