Den wichtigsten Schrritt hast du eigentlich schon getan: Du bist dir im Klaren darüber, daß der Welpenblues ein rein subjektives Gefühl ist, keine reale Überforderung. In Wirklichkeit kommst du ja prima klar mit dem Welpen, nur deine Seele will es nicht so recht wahrhaben.
Zwei wichtige Gründe für dieses ungute Gefühl ist die Umstellung des Alltags und das Gefühl, aus dieser neuen Verpflichtung nicht mehr zu entkommen. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier, Gewohnheiten geben Sicherheit und plötzliche Änderungen können unterbewußt zu Verunsicherung führen, auch wenn die Ursache selbstgewählt ist.
Mit der Zeit wird das - versprochen - von selbst besser. Auch die neue Alltagsstruktur wird zur Routine und es ist dann ganz einfach selbstverständlich, daß die Gassirunden usw in den Tag eingebaut werden.
Kurz gesagt: die Zeit arbeitet für dich! ![]()
Die berühmte 5-Minuten-Regel bezieht sich ausschließlich auf das stramme Mitlaufen an der Leine im vorgegebenen Tempo des Menschen von A nach B. Denn das kann schnell zur Überforderung der Welpen - körperlich und geistig - führen. Weil viele Menschen aber genau das unter "Spazierengehen mit Hund" verstehen, wurde die Regel formuliert. Leider wird sie oft verkürzt und mißverständlich weitergegeben und führt dann dazu, daß Welpenbersitzer ihren jungen Hunde kaum Aufenthalt im Freien zumuten.
Nun ziehen aber Hundemütter ihre Welpen keineswegs über viele Monate im Bau auf, sondern die Kleinen bewegen sich draußen, spielen und erforschen ihre Umwelt. Genau dasselbe müssen Welpen auch bei ihren Menschen tun dürfen. Setz dich auf eine Wiese, an einen Waldrand, an einen Teich (oder bummele dort herum und folge deinem Welpen) und dort darf der Welpe sich nach eigenem Ermessen bewegen, schnüffeln, spielen und ruhen, ohne daß du auf die Uhr schauen mußt.
Dagmar & Cara