Eigentlich sollte man erkennen können, ob Hündinnenurin oder Wildfährten das Interessse deines Rüden erregt. Bei Pipistellen wird zB auch geleckt, um den Geruch zum Jacobsohnschen Organ im Gaumen zu transportieren, und es geht um bestimmte Stellen, wo Hunde eben gern urinieren. Während Wildgeruch , Wildspuren usw meist nicht so punktuell sind und eben einen Verlauf haben, der dann nachgesucht wird. Das kann natürlich auch bei der Spur einer läufigen Hündin der Fall sein, aber dann wird von Pipistelle zu Pipistelle gesucht.
Ein Hund in der Pubertät kann sich natürlich auch für beides begeistern.
Zum Sexualverhalten: In der Pubertät wird der Rüde zunächst mal mit Testosteron regelrecht geflutet. Im Verlauf der Entwicklung zum Erwachsenen nimmt der Pegel dann ganz von selbst aber auf Normalmaß ab.
Das ist also eine begrenzte Zeit, die man durchstehen muß, aber leider auch die Zeit, in der viele Rüden kastriert werden, weil die Besitzer vorschnell in Panik verfallen.
Vielleicht hilft dir der Gedanke, daß du keine Erziehungsfehler gemacht hast, sondern daß es eine normale Entwicklungsphase ist. Du mußt damit umgehen, aber du brauchst dir ganz bestimmt keine Vorwürfe machen.
Mehr Ruhe reinbringen klingt auf jeden Fall sehr angebracht für euch. Das Rammeln istr nämlich oft nämlich eine stressbedingte Entlastungshandlung. Es ist nachvollziehbar , wenn ein Rüde in diesem alterstypischen Testosteronrausch dafür eher das Rammeln wählt als etwa das Kauen. Das heißt aber nicht, daß das Rammeln ursächlich sexuell motiviert ist. Ein Hund im Stress will sich einfach gute Gefühle verschaffen.
Dass Hunde schnüffeln und lecken und sabbern ist ja recht normal finde ich
Lass das nicht zu! Er steigert sich dadurch nur immer mehr hinein.
Dagmar & Cara