Beiträge von dagmarjung

    Warum?

    Ich finde es sehr vernünftig von ihr, daß sie nicht in den Pool springen will!

    Ein Hund sollte überhaupt nicht in Gewässer springen, sondern wenn, dann langsam hineingehen an einer Stelle, wo er dann auch selbstständig wieder heraussteigen kann.

    Dagmar & Cara

    Der große Gewinn für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern beim Aufwachsen mit Tieren liegt nicht darin, ein lebendiges Spielzeug zu haben, das stets verfügbar ist und alles mitmacht.

    Der Gewinn liegt vielmehr darin, lernen zu dürfen, daß Tiere Partner auf Augenhöhe sein können, teils uns ähnlich, teils ganz andersartig, mit ihren eigenen Bedürfnissen. Also eine Lernchance für Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen. Das funktioniert aber nur, wenn die Eltern das vorleben und die entsprechenden Regeln aufstellen.

    Dagmar & Cara

    Kommt halt drauf an, ob der Hund dazu neigt, bei Wildsichtung wuchtig in die Leine zu springen oder ob die Leine mehr zur Sicherung da ist. Meine Hündin läuft in wildhaltiger Gegend auch an der Leine, sie weiß dann aber, daß sie angeleint ist und versucht es gar nicht erst.

    Im übrigen gibt es auch breite Halsbänder, man muß ja nicht das schmalste nehmen.

    Dagmar & Cara

    Ich glaube, du hattest erwähnt, daß dein Freund an Akita kritisiert, daß sie nicht so recht beißen und zergeln mag.

    Das dürfte damit zusammenhängen, daß Spiel, auch Beutekampfspiel, nur im entspannten Umfeld stattfinden kann. Also nur mit einem vertrauenswürdigen Spielpartner, von dem man nicht befürchten muß, daß er aus dem Spiel unversehens ernst macht. Da Akita gute Gründe hat, deinem Freund nicht zu vertrauen, dürfte sie verständlicherweise gehemmt sein. Das zeigt aber nicht ihre grundsätzliche Enstellung zu Zergelspielen.

    Dagmar & Cara

    Ich arbeite ja lieber mit Markerwort als mit Clicker.

    Man kann beides machen, das schließt sich nicht aus. Aber anfangen mit dem Clicker/Markertrainig würde ich tatsächlich mit dem Clicker. Denn das Geräusch ist so markant, daß es der Hund leicht von unserer normalen Kommunikation mit Worten unterscheiden kann. Dadurch fällt es ihm leichter, das Prinzip zu begreifen. Ein weiterer Vorteil ist, daß das Geräusch stimmungsneutral ist, also Gefühle ( zb Ungeduld) nicht wiedergibt. Es vermittelt ganz sachlich die Information: Richtig so!

    Das Clickerprinzip kann man dann später auch auf ein Wort übertragen. (Ich nehme orginellerweise "click". :roll: )

    Es gibt Clicker mit Spiralbändchen, die man am Handgelenk befestigen kann, Oder man baut sich selbst ein Bändchen dran. Aber für den Anfang ist jeder Clicker geeignet.

    Die Handhabung des Clickers ist ein bißchen Übungssache, aber du wirst dich schnell reinfinden. Das ist jedenfalls kein Grund, auf die Vorteile des Clickers zu verzichten.

    Je nach Vorerfahrung fällt es Hunden auch manchmal schwer, sich auf diese neue, straffreie Art des Lernens einzulassen. Wer vorher immer bei jedem Fehler gedeckelt wurde, hat eventuell Hemmungen, Neues auszuprobieren und dabei Fehler zu riskieren. Zumindest bei der Person, die ihn früher per Strafen trainieren wollte.


    Dagmar & Cara

    Und wie soll es ohne Korrekturen/Leichte Rucks am Halsband funktionieren?

    Ich habe das Fußlaufen ebenso wie viele andere HF ganz ohne Leine aufgebaut. So geht es nämlich leichter. Man hat keine schlackernde Leine zwischen sich und dem Hund. Die Leine benötige ich nicht, weil ich dafür sorge, daß mein Hund bei dieser Übung gerne ganz dicht bei mir sein will.

    Die Leine wird wenn überhaupt, dann nur zur Absicherung gebraucht, zb auf dem Hundeplatz, wenn man zu mehreren in einer Gruppe übt. Sie hängt dann aber immer durch.

    Grundsätzlich gibt es zwei grundverschiedene Ansätze.

    Old Style, durch Strafen:

    Der Hund wird jedesmal am Halsband geruckt, wenn er zu weit vorne, zu weit hinten, zu weit zur Seite hin abweicht. Er wird also überall bestraft, nur nicht in der gewünschten Position am Knie des HF. Er muß selber durch Versuch und Irrtum recht mühsam schlußfolgern, wo er in Sicherheit ist und wo es unangenehm für ihn wird.

    Nicht bestraft zu werden ist die einzige Form der Bestätigung für richtiges Handeln.

    Der Hund lernt also: richtiges Verhalten = keine Strafe; falsches Verhalten = Strafe.

    Würdest du oder dein Freund unter diesen Umständen gerne und freudig lernen und mitarbeiten? - Wohl kaum.


    Aufbau nach aktuellem Wissensstand über positive Verstärkung:

    Dem Hund wird die richtige Position gezeigt, indem genau dort seine Belohnung (Futter, Spielzeug) auf ihn wartet. Nur dort und nirgendwo anders. Er sucht also aktiv diese Position. Woanders wird er aber nicht bestraft, er bekommt lediglich keine Belohnung. Im Verlauf des Trainings muß er immer länger auf die Herausgabe der Belohnung warten und lernt so, die Position über längere Zeit und auch in der Bewegung zu halten.

    Der Hund lernt also: richtiges Verhalten = Belohnung; falsches Verhalten = keine Belohnung.

    So lernt der Hund mit Freude! Für Hunde, die so aufgebaut werden, gibt es auf der Welt nichts Schöneres, als mit dem Hundeführer zusammenzuarbeiten, denn das bedeutet jede Menge SPASS!

    Das Video zeigt das ganz wunderbar. Auch, daß die Freude nicht einseitig ist! Nicht nur der Hund strahlt, auch sein Hundeführer.


    Funktionieren tun letzlich beide Ansätze - wenn man auf freudiges Arbeiten und eine vertrauensvolle Beziehung keinen Wert legt, auch der erste. Der geht halt auf Kosten des Hundes.

    Wer sich einen Freund wünscht und keinen Sklaven, wird immer die zweite Herangehensweise wählen.

    Das läßt sich auch auf andere Lerninhalte übertragen und letzlich auf den gesamten Umgang mit dem Hund.

    Dagmar & Cara

    Es zeigt sich halt, daß dein Freund gar keine realistische Vorstellung von Hundesport hat.

    Vor 40 Jahren konnte man vielleicht noch mit einem meidig-unterwürfigen Hund erfolgreich Prüfungen laufen. (So richtig gern gesehen war es aber schon damals nicht mehr.)

    Heute will man im Training wie in der Prüfung freudige, hochmotivierte Hunde sehen. Ein Hund, der matt und geduckt (was dein Freund "respektvoll" nennt) neben seinem HF herschleicht, gewinnt keinen Blumentopf, auch wenn er in der korrekten Position läuft.

    Diese Freude und Motivation wird durch sehr viel und häufige Belohnung und Bestätigung erreicht. Mit dem fortgeschrittenen Hund trainiert man dann auch mal ganze Sequenzen ohne Belohnung, damit der Hund das für die Prüfung kennenlernt. Dafür bekommt er dann am Ende der Sequenz aber den großen Jackpot!

    Hundesport ist aber Hundesport und keine Alltagserziehung. Daher verwenden HF im Alltag sogar andere Hörzeichen und auch die Ausführung der Kommandos ist unterschiedlich.

    Dagmar & Cara