Sie überschlägt sich jeden Morgen fast vor Freude wenn ich rauskomme.
Das ist nicht wünschenswert, sondern ein Alarmsignal. Das heißt nämlich, daß sie auch nach 3 Jahren scheinbarer Gewöhnung die langen Trennungszeiten schlecht wegsteckt. In einer sicheren Beziehung besteht kein Grund, sich vor Aufregung schier zu überschlagen. Daher fallen Begrüßungen dann wesentlich gelassener aus.
Tatsächlich gibt es hier im Forum eine ganze Reihe Threads, in denen die Hauptbezugsperson des Hundes, die ständig mit ihm zusammenlebt, ihn erzieht und sich mit ihm beschäftigt, sich darüber Sorgen macht, daß der meist abwesende Partner, der sich kaum mit dem Hund beschäftigt, viel "freudiger" begrüßt wird als sie selbst. Das ist aber normales Verhalten. Die Hauptperson ist verläßlich da, der Hund hat eine sichere Bindung zu ihr, die muß man nicht überschwänglich demonstrieren. Bei der anderen Person ist das nicht so.
Auch meine Hündin begrüßt mich mit einem gelassenen "Na, auch wieder da", während sie sich bei meiner Nachbarin, die wir nur alle paar Wochen mal treffen, vor Freude gar nicht lassen kann. Hat sie deshalb zu ihr eine engere Beziehung zur Nachbarin als zu mir? Natürlich nicht. Durch die seltene Begegnung ist lediglich die Erregung größer. Sobald ich mich abwende und gehe, ist das Freudenfest auf einen Schlag beendet und meine Hündin folgt mir, ohne meine Nachbarin weiter zu beachten.
Wenn meine Hündin mich doch mal mit mehr Überschwang begrüßt, dann weiß ich, daß sie während der Trennung Stress hatte. ZB wenn ich sie zu ganz ungewohnter Zeit oder in fremder Umgebung alleine lassen mußte.
Ein Hund, der so weitgehend isoliert gehalten wird wie Kona, hat natürlich allen Grund, seinen Menschen, wenn er dann mal erscheint, so aufgeregt zu begrüßen wie du es schilderst. Natürlich freut sie sich in dem Moment auch wirklich. Aber diese überschwängliche Freude deutet vor allem auf den großen Mangel in ihrem Leben hin und ist kein Ausdruck von echter Lebenszufriedenheit.
Dagmar & Cara