Beiträge von dagmarjung

    Dein Hund ist in einem Alter, in dem 2 Dinge im Vordergrund stehen: Das Kennenlernen der Welt und das Kennenlernen und Einüben der eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

    Beides erreichst du aber nicht, wenn du den Hund bis auf Mini-Ausgänge quasi nur in Wohnung und Garten hältst.

    Geschicklichkeit, Wendigkeit und kräftige Muskeln entstehen nicht von alleine, sondern durch Übung, möglichst vielfältige Bewegung in verschiedenem Gelände. Das gilt für gesunde Hunde und ist eher noch wichtiger für solche mit Einschränkungen im Körperbau.

    Gut entwickelte Muskeln sind das allerwichtigste, was einen suboptimalen Körperbau stützen kann.

    Stell deinen Hund doch einmal einer Hunde-Physiotherapeutin vor und laß dir eine Einschätzung geben, was du ihm zumuten kannst und wo du ihn besser schonst. Es gibt nicht nur absolute Schonung oder Überlastung, sondern auch viele Wege dazwischen. Da können Physio's meist besser und konkreter beraten als Tierärzte, weil das ihr spezielles Fachgebiet ist.

    Umweltgewöhnung braucht ebenso vielfältige Erfahrungen draußen, mit allem, was die Welt so zu bieten hat. Natur, Stadtleben, Menschen, Hunde usw.

    Dagmar & Cara

    Und warum hießen so viele Westies Cä/esar?

    Weil das Cäsar-Hundefutter tatsächlich nur mit dieser einzigen Rasse Werbung machte und dieser eine Hund auf sämtlichen Produkten erschien. Außerdem wurde die Rasse wegen des schon vorhandenen Booms ausgewählt und hat ihn nicht in Gang gesetzt, allenfalls ein wenig verstärkt. Man pflegt sich ja erst dann genauer mit Hundefutter zu befassen, wenn man einen Hund versorgen muß.

    Die meisten Firmen zeigen aber auf jeder Futtersorte andere Bilder, also für Junior, Adult, Senior, Diät, Rind, Huhn, Mini, Maxi usw. Da relativiert sich die Werbewirkung pro Rasse doch erheblich.

    Dagmar & Cara

    Ich denke mal, die TE ging anfangs nur vo einer kurzen Eingewöhnungsphase aus, während der die Tiere getrennt werden müßten. Zumal die allerersten Tage ihr Hoffnung gaben:

    So einfach wie die ersten Tage waren .... Hund "Marlon" war vorbildlich, ruhig, einfach nett. Aber jetzt....

    Wenn ein Hund ganz neu in einem Haushalt kommt, ist er zunächst einmal verunsichert, traut sich wenig und erscheint sehr "brav". Sobald er sich heimischer fühlt, packt er dann sein Köfferchen aus und allmählich zeigt sich sein eigentliches Wesen.

    Hast du denn bei den Vorbesitzern nach der Katzenverträglichkeit gefragt? Hatten die Katzen im Haushalt? Oder bist du einfach davon ausgegangen, daß es klappt, weil der Hund noch recht jung ist?

    - Allerdings: auch wenn Hunde mit Katzen aufwachsen, ist es oft so, daß der Burgfrieden nur für die bekannten eigenen Katzen gilt und fremde trotzdem gejagt werden.

    - Mit 17 Monaten ist ein Hund, zumal eine Jagdhunderasse, in dem Alter, in dem der Jagdtrieb sich so richtig entwickelt bzw sich schon zu voller Stärke entwickelt hat. Eine friedliche Zusammengewöhnung ist dann wesentlich schwieriger als bei einem jungen Welpen und muß auch nicht immer klappen.

    Dagmar & Cara

    Kommandos wie "Sitz", "Platz" oder "Bleib" müssen immer auch beendet werden. Und zwar, solange der Hund sie noch befolgt. Entweder durch ein Freigabewort oder durch ein anderes Kommando wie ZB "Fuß".

    Sonst weiß der Hund nicht, wie lange er das tun soll und er wird sich dann irgendwann selbst entlassen.

    Hunde schlafen nicht die ganze Zeit fest durch. Meine Hündin hat nachts mehrere Schlafplätze und wechselt sie mehrmals.

    Warte doch erstmal den Trainertermin ab, dann siehst du hoffentlich weiter.

    Ich finde allerdings, daß dein Kater die älteren Rechte hat und nicht wegen des Hundes unter Einschränkungen leiden sollte.

    Dagmar & Cara

    Die Frage ist halt - wie stressig ist das neue Leben Tür an Tür mit dem Hund für den alten Herrn? Beide Tiere wissen ja, daß der andere hinter der Tür wartet.

    Ich bin nicht so bewandert mit Katzen, aber soweit ich weiß, sollen Katzen nicht dauerhaft nur Trockenfutter bekommen, weil sie dann nicht genug trinken und das den Nieren schadet. Besonders alte Katzen sind da meines Wissens empfindlich.

    Vielleicht wäre es ja eine Alternative, wenn du den Hund jeweils mit ein paar Bissen Nassfutter in der Küche beschäftigst während du mit dem Napf des Katers ins Schlafzimmer gehst.

    Dagmar & Cara

    Schön, wieder von dir zu hören! :smile:

    Du hast ja gerade keine leichte Zeit. Ich wünsche deiner Mutter gute Besserung und daß sie sich im Heim gut einlebt und wohlfühlt.

    Klar, daß dein Stress und die ganze Hektik sich auch negativ auf deinen Hund ausgewirkt hat. Ich finde es bemerkenswert, daß du das Ereignis doch sehr nüchtern einordnest und deshalb nicht gleich aufgibst oder es dem Hund anlastest, obwohl dir die Eskalation Angst gemacht hat. :gut:

    Nach dem Foto bin ich mir sehr sicher daß dein Hund kein Mischling, sondern eine reinrassige Alpenländische Dachsbracke ist. Dachsbracken werden als schneidige, wildscharfe Jagdhunde beschrieben.

    Ich bin gespannt was der Trainer sagen wird. Insbesondere zu der Frage des friedlichen Zusammenlebens zwischen Hund und Kater.

    Jagdtrieb ist nicht dasselbe wie Agression, aber keinesfalls leichter zu kontrollieren. Bei Agression gibt es Eskalationsstufen wie Drohen, Vertreiben usw, bis es zum Töten kommt. Damit kann man im Training arbeiten. Bei der Jagd wird aber mit der Beute nicht rumdiskutiert, Beute ist zum Töten da. Das macht es schwierig, wenn Jagdtrieb sich auf in unseren Augen unerwünschte Objekte richtet.


    https://www.klub-dachsbracke.com/

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    https://hundefunde.de/alpenlaendische-dachsbracke/

    Vielleicht findest du über den Zuchtverein Ansprechpartner oder sogar den Züchter deines Hundes. Hat er eine Tätowierung oder Chipnummer? Beim Rassehund aus seriöser Quelle ist das normalerweise der Fall. Da dein Hund als Mix angesehen wurde, hat vielleicht einfach noch niemand danach gesucht. (Tierärzte haben ein Chipauslesegerät.)

    Falls es sich herausstellen sollte, daß Hund und Kater nicht dauerhaft zusammenleben können, ohne den Kater in ständige Gefahr zu bringen (Ich drücke dir die Daumen, daß du mit dem Trainer eine andere Lösung findest) könntest du hier auch Ansprechpartner für eine Vermittlung in geeignete Hände finden. Gute Züchter fühlen sich für ihre Hunde ein Hundeleben lang verantwortlich, Zuchtvereine betreiben oft "Rasse in Not" Vermittlungen.


    Dagmar & Cara