Beiträge von dagmarjung

    Da Zeus gerade drinnen, in seinem Kernrevier territorial agiert, muß er dort unbedingt einen MK tragen. Er scheint dich größtenteils zu ignorieren, aber in Wirklichkeit tut er das ja nicht, sondern behält dich immer im Auge und wartet auf eine Gelegenheit, dich aus seinem Revier zu vertreiben, wie der eingangs geschilderte Vorfall zeigt.

    Hier bitte bloß kein unangebrachtes Mitleid mit dem Hund! Ein passender Maulkorb behindert ihn nicht und ist wichtig für deine Sicherheit.

    Dagmar & Cara

    Eine Läufigkeit nach Lehrbuch dauert 21 Tage. Um die Mitte herum ist die Hündin für einige Tage deckbereit.

    Der Sheltiewelpe ist bestimmt nicht reinrassig. Steh- statt Kippohren, hoch getragener Schwanz mit Tendenz zum Ringelschwanz, viel zu viel weiß - das sind drei untypische Merkmale. Bei einem von dreien könnte man noch sagen, ist halt aus Eltern ohne Papiere, wenn aber so viel zusammenkommt, würde ich auf einen guten Schuß Spitz oder Papillion wetten.

    Dagmar & Cara

    z.B beim Gassi hat sie manchmal kein Bock mehr weiter zu laufen und legt sich hin


    Kannst du herausfinden, warum sie das tut?

    Möchte sie zB am selben Ort noch schnüffeln, in eine andere Richtung gehen, von etwas weg, hat sie etwas Interessantes in der Nase oder im Blick, hat sie Scheu vor irgendetwas, Schmerzen im Bewegungsapparat? Was möchte sie in dem Moment denn lieber tun?

    "Kein Bock" das ist so ein Aufkleber, der nichts erklärt und nur die eigene Genervtheit ausdrückt. Das hilft euch beiden nicht so recht weiter.

    Meine Cara kennt ein Freigabewort: "Jetzt darfst du!" Dann darf sie mich führen, wohin es sie zieht. Wenn sie also in Bummelstreik geht, dann kann ich sie mit diesem Wort fragen, was sie möchte und es mir zeigen lassen.

    Wenn ich weiß, warum mein Hund etwas tut, dann kann ich viel sinnvoller darauf reagieren. Hunde haben Gründe für ihr Handeln, und "ich will meinen Mensch ärgern" ist keiner davon. Wenn ich herausgefunden habe, was mein Hund will, kann ich immer noch entscheiden, anzuleinen und weiterzugehen, wenn mir das am Sinnvollsten erscheint. Aber ich muß es nicht deshalb tun, um mich "aus Prinzip" durchzusetzen.

    Dagmar & Cara

    Dagmar & Cara

    "Sobald der Welpe keinen Folgetrieb mehr hat, müssen Sie ihn zwingend an die Leine nehmen".

    Das habe ich nie gemacht. Ich habe aber sehr darauf geachtet, wo ich den älteren Junghund ohne Gefahr laufen lassen konnte. Wo also keine Autos, keine Radler, kein Wild usw waren.

    Im Junghundealter wurde Cara also mehr und öfters an die Leine genommen als als kleiner Welpe oder als Erwachsene. Aber wo immer es ging, durfte sie auch dann frei laufen.

    Klar, man muß den selbstständiger werdenden Hund besser sichern als den kindlich anhänglichen. Aber man hat die Zeit vorher ja genutzt und den Abruf schon geübt.

    Nur Leute, die vom angeborenen Folgetrieb nichts wissen und glauben man müsse gar nichts trainieren, weil der Kleine ja so schön folgt, die fallen dann ins Loch.

    Es heißt ja, man soll den Hund nur dann rufen, wenn man sicher weiß, dass er kommt. Aber woher soll man das wissen?

    100% Sicher wissen kann man es nie. Aber: ersetze das "sicher wissen" durch "ich würde 100 Euro wetten daß er in diesem Moment kommt", das kommt der Sache näher. Würdest du's riskieren? Oder in der Zusammenschau aller Umstände doch lieber nicht? Ganz ohne Risiko ist Lernfortschritt nicht zu haben, irgendwann muß man dem Hund und den eigenen Training auch mal was zutrauen. Aber wenn du eigentlich schon weißt, es wird schiefgehen, dann ruf nicht ab sondern hol den Hund.

    Du wirst mit der Zeit immer besser einschätzen können, wann der richtige Moment zum Abruf gegeben ist. Weil du deinen Hund immer besser lesen lernst.

    In Caras Welpenstunde haben wir das Abrufen aus dem Spiel von Anfang an schon mit den ganz jungen Welpen geübt. Dabei hat uns die Trainerin Hilfestellung geleistet und gezeigt, wann ein Welpe - wenn auch ganz kurz - frei steht und keinen Spielpartner hat, wann er gerade das Interesse am Spiel verliert oder den Blickkontakt zu seinem Menschen sucht. Solche Momente bieten sich für einen Abruf an.

    Dagmar & Cara

    :klugscheisser: In solchen Situationen ist die Aufmerksamkeit des Gegenübers zu 99% beim süüüßen :herzen1: :herzen1: :herzen1: Welpen. Die Kuschelhormone tanzen Samba, der Verstand macht Pause. Du als Hundebesitzerin bist sowieso nur ein Schatten am Rande des Gefühlshorizonts.

    Differenzierte Ansprache mit "Bitte" und rationale Erklärungen laufen daher ins Leere.

    Was durchdringt, sind klare, einfache Befehle in höchstens zwei Worten. :nicken:

    Dagmar & Cara

    Diese Leute meinen es ja nicht böse, ihnen dann einen Einlauf zu verpassen, schaffe ich auch irgendwie nicht.

    Das kann man üben.

    Als Cara klein war, gab es hier auch ein paar ähnliche Situationen, weil ich auf solche Übergriffe erst mal gar nicht gefaßt war. Aber wenn man das ein, zwei mal erlebt hat, weiß man ja, daß es solche Leute gibt und kann sich dann besser drauf einstellen.

    Ein Mann, der dir an den Busen faßt, meint es ja auch nicht unbedingt böse, sondern findet dich attraktiv. Trotzdem ist es übergriffig und du wirst darauf nicht mit Verständnis reagieren. Ebenso darf man ein Mindestmaß an Selbstbeherrschung von Menschen erwarten, die irgendwas niedlich finden und streicheln wollen.

    Irgendwelche Erklärungen usw nützen da übrigens gar nichts, sondern nur klare, einfache, sehr energisch ausgesprochene Befehle wie: "Finger weg!" mit entsprechender Körpersprache. Wer sich benimmt wie ein dreijähriges Kind, wird eben auch so angesprochen.

    Ob der Hund beißt oder freundlich auf die Leute zugeschwänzelt kommt ist völlig egal. DEIN Wille zählt und Begründungen dafür mußt du nicht geben. Dein Hund ist dein Eigentum und kein Streichelzoo für fremde Leute.

    Denk immer daran, daß du jedesmal Vertrauenspunkte bei deinem Hund gewinnst, wenn du ihm in solchen Situationen wirksam beistehst. Er lernt dadurch, daß er sich auf deinen Schutz immer verlassen kann. Das wird dir genügend Motivation geben, dich notfalls auch mal bei "netten" Leuten unbeliebt zu machen.

    Kleiner Trost: Es wird von selbst deutlich besser, wenn der Hund aus dem niedlichen Welpenalter herauswächst. Wobei bei kleinen Begleithunden immer ein gewisses Restrisiko bleibt.

    Dagmar & Cara

    Schweig, Frevlerin!

    Der läßt sich nicht einfach nur von kranken Kindern streicheln wie ein gewöhnlicher Therapiehund. Der ist ausgebildeter Mediziner und macht Herztransplantationen!

    Und das schon in so zartem Alter...

    (Ich will auch was von dem, was diese Leute sich in den Tee tun...)

    Dagmar & Cara

    Noch ein Nachsatz zum Thema "angeleint bei Frauchen warten".

    Dafür bewährt sich der Trick mit dem Fuß auf der Leine. Man hält die Leine in der Hand und stellt den Fuß so auf die Leine, daß sie am Boden fixiert wird. So kann der Welpe bequem und ohne jeden Zug am Halsband stehen, sitzen oder liegen. Aber er hat keinen Freiraum, um rund um seinen Menschen herumzuwuseln oder in Richtung des Nachbarwelpen zu ziehen. Gerade bei kleinen Welpen ist ja sonst viel Leine zwischen der Hand und dem Hund.

    Der Fuß auf der Leine bewährt sich in vielen Situationen, zB bei Besuchen im Restaurant oder wenn man Bekannte trifft und der Welpe sie nicht anspringen soll, während man ein Schwätzchen hält usw. Das wird mit der Zeit zum Pausensignal.

    Dagmar & Cara