Diese Leute meinen es ja nicht böse, ihnen dann einen Einlauf zu verpassen, schaffe ich auch irgendwie nicht.
Das kann man üben.
Als Cara klein war, gab es hier auch ein paar ähnliche Situationen, weil ich auf solche Übergriffe erst mal gar nicht gefaßt war. Aber wenn man das ein, zwei mal erlebt hat, weiß man ja, daß es solche Leute gibt und kann sich dann besser drauf einstellen.
Ein Mann, der dir an den Busen faßt, meint es ja auch nicht unbedingt böse, sondern findet dich attraktiv. Trotzdem ist es übergriffig und du wirst darauf nicht mit Verständnis reagieren. Ebenso darf man ein Mindestmaß an Selbstbeherrschung von Menschen erwarten, die irgendwas niedlich finden und streicheln wollen.
Irgendwelche Erklärungen usw nützen da übrigens gar nichts, sondern nur klare, einfache, sehr energisch ausgesprochene Befehle wie: "Finger weg!" mit entsprechender Körpersprache. Wer sich benimmt wie ein dreijähriges Kind, wird eben auch so angesprochen.
Ob der Hund beißt oder freundlich auf die Leute zugeschwänzelt kommt ist völlig egal. DEIN Wille zählt und Begründungen dafür mußt du nicht geben. Dein Hund ist dein Eigentum und kein Streichelzoo für fremde Leute.
Denk immer daran, daß du jedesmal Vertrauenspunkte bei deinem Hund gewinnst, wenn du ihm in solchen Situationen wirksam beistehst. Er lernt dadurch, daß er sich auf deinen Schutz immer verlassen kann. Das wird dir genügend Motivation geben, dich notfalls auch mal bei "netten" Leuten unbeliebt zu machen.
Kleiner Trost: Es wird von selbst deutlich besser, wenn der Hund aus dem niedlichen Welpenalter herauswächst. Wobei bei kleinen Begleithunden immer ein gewisses Restrisiko bleibt.
Dagmar & Cara