Bei einem Vermehrer-Westie kommt die Hautproblematik halt auch nicht ganz überraschend.
Dagmar & Cara
Bei einem Vermehrer-Westie kommt die Hautproblematik halt auch nicht ganz überraschend.
Dagmar & Cara
Hallo Tuningboy, schön, daß du hierher gefunden hast! ![]()
Ich glaube, sowohl deine Mutter als auch du, ihr unterschätzt den Schock, den ein Hund durchmacht, der plötzlich alles verliert, was er bisher gekannt hat. Der kennt deine Mutter und ihren Freund noch nicht und vertraut ihnen noch nicht. Die Wohnung und die Gassistrecken sind ihm fremd. Er findet sich noch gar nicht zurecht in dieser fremden Welt. Und dann kommst auch noch du dazu und bedrängst ihn (aus seiner Sicht).
Ich gebe dir ganz recht: das mit dem Leckerli war keine gute Idee. Aber nicht, weil du dir damit das Wohlwollen des Hundes erkaufen könntest oder auch nicht, sondern weil das viel zu viel erzwungene Nähe war.
Eigentlich sollte der Hund erstmal in Ruhe bei seinen neuen Besitzern ankommen dürfen. Besuch sollte mindestens eine Woche nach dem Einzug erst mal gar nicht stattfinden. Wenn er dann ein wenig Vertrauen gefaßt hat, erst dann kann man auch mal an Besuch denken. Das gilt schon für normale Hunde aus zweiter Hand, für frisch importierte Hunde aus dem Ausland muß man diese Zeit stark verlängern.
Dann solltest du den Hund aber komplett ignorieren. Nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht die Hand hinhalten, schon gar nicht füttern oder streicheln.
Aus Sicht des Hundes hast du ihn bedrängt und bedroht, indem du dich vor sein Körbchen gesetzt und ihn angefaßt hast. Das Körbchen sollte sein Ruheplatz sein, auf dem er in Ruhe gelassen wird.
Ich habe ihn erst an meiner Hand schnüffeln lassen und mich anschließend langsam vor sein Körbchen gesetzt. Alles soweit normal und er hat natürlich das Leckerli bemerkt und mir die Hand abgeleckt.
Nachdem das Leckerli aufgebraucht war, habe ich ihn am Hals gestreichelt. Ich saß die Ganze Zeit im Schneidersitz vor ihm und er war ruhig. Dann habe ich mich lang gemacht vor ihm und wollte ihn weiter streicheln, Bin aber Richtung Bauch gegangen. Plötzlich hat er nach mir geschnappt und angefangen zu bellen.
Die rot unterlegten Stellen sind die, die der Hund als fortschreitend stärker werdende Bedrohung wahrgenommen hat. Erst davorsetzen, dann anfassen, dann noch näher kommen und sogar am Bauch anfassen, was viel Hunde nicht mögen. Er hat dir schon früh zu verstehen gegeben, daß er das nicht will, (Hand lecken war sicherlich ein Beschwichtigungssignal, kein Ausdruck von Zuneigung - er kennt dich ja noch gar nicht.) Du hast nicht darauf gehört, sondern die Bedrohung verstärkt. Darauf mußte er deutlicher werden.
Im weiterten Verlauf hat er folgerichtig immer dann "komisch" auf dich reagiert, wenn du Bewegungen wie vorbeugen oder bücken gemacht hast. Du hast leider einen denkbar schlechten ersten Eindruck auf ihn gemacht und nun mißtraut er dir und beobachtet genau, ob du ihn wieder "angreifen" willst.
Was du tun kannst: Ihm viel Zeit lassen, dich nicht aufdrängen, kein Futter anbieten, keine Streichelversuche, kein Drüberbeugen. (Mit Futter bringst du ihn in einen Konflikt: Angst gegen Hunger).
Einfach ignorieren. Du besuchst schließlich deine Mutter, nicht ihren Hund.
Dagmar & Cara
Bist du sicher, daß dein Hund wirklich so viel Gras, Erde und andere Sachen draußen frißt oder nimmt er es nur ins Maul und kaut darauf herum?
Das ist nämlich ein großer Unterschied. Genau wie Kleinkinder untersuchen auch Welpen alles mögliche mit dem Maul. Aber sie schlucken deshalb noch lange nicht alles hinunter. Das zu unterscheiden kann aber etwas schwierig sein. Deshalb ist diese Phase für neue Welpenhalter nicht ganz einfach, aber sie geht von selbst vorbei.
Wenn der Hund aber wirklich viel Erde, Gras usw frißt, dann gilt alles, was schon gesagt wurde.
Leckerchen brauchst du nicht, um deinen Hund stubenrein zu bekommen. Im Grunde werden Welpen nämlich "von selbst" stubenrein, weil sie von sich aus das Bestreben haben, den eigenen Heimbereich nicht zu verschmutzen. Wir unterstützen sie lediglich ihrem angeborenen Reifungsprozess, indem wir ihnen oft genug die Möglichkeit geben, sich draußen zu versäubern. Schon das Gefühl, sich zu entleeren ist ja angenehm und daher selbstbelohnend.
Da Welpen aber mental (Ablenkung) und körperlich noch nicht in der Lage sind, lange einzuhalten, mußt du schon Geduld aufbringen.
Dagmar & Cara
Stattdessen wartete er die letzten 10 Minuten sitzend vor der Küchentür. Hm.
Also meine Hündin kann gut alleinebleiben und ist 100% entspannt in der Wohnung. Aber wenn ich koche oder esse , bezieht sie auch Posten möglichst nah am Geschehen und hofft, das etwas abfällt bzw sie bald ihr Futter bekommt. Küche ist nun mal ein sehr wichtiger Ort für Hunde. Ich würde das nicht überbewerten.
Die anderen haben auch noch nicht begonnen, ihn mal kurz alleine zu lassen, mal konsequent Türen zu schließen, etc. Da muss ich nochmal das Gespräch suchen, sonst mühe ich mich ab und es bringt kaum was.
Es wäre natürlich schön, wenn alle an einem Strang ziehen. Aber ich kann dir in diesem Punkt Mut machen, es bringt dir durchaus sehr viel, das Alleinebleiben zu üben, ganz unabbhängig von dem was die anderen tun. Denn Hunde lernen ortsbezogen. Außerdem und sind sie sozial hochintelligent und können sich auf verschiedene Personen einstellen. Du kannst deinen Oskar also beibringen, daß zum Leben bei dir und in deiner Wohnung auch das gelegentliche Alleinebleiben gehört. Deine Freundin wird es dann in ihrer Wohnung auch noch mal extra üben müssen, das kann er dann nicht automatisch übertragen, nur weil es es bei dir schon gelernt hat. Aber das ist dann ihr Problem.
Dagmar & Cara
Weil es vorhin aufkam und ich diesen Beitrag eines erfahrenen Tierarztes auch immer gerne verlinke, hier ist er:
"Hunde, die ihren Tubus lieben"
https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=19799
Dagmar & Cara
Die Mopsapokalypse steht bevor .... "The Healthy Pugs" - die neue Serie bei Netflix! ![]()
Dagmar & Cara
Ob aus dem Tierschutz oder aus dem Ausland: Sofern ein Hund den Kopf und Körperbau eines Mopses hat, kann er nicht gesund sein. Beides schließt sich aus.
Brachyzephalie oder brachyzephales Syndrom ist der medizinische Ausdruck für ein Krankheitsbild mit vielfältigen negativen Folgen für die betroffenen Hunde. Daß die Brachyzephalie züchterisch so gewollt ist, ändert nichts an den Problemen.
Gäbe es irgendwo auf der Welt gesunde Möpse, hätte sich die Züchterschaft schon längst drauf gestürzt, um diese Wundertiere in die eigenen Zuchtlinien einzukreuzen und so die Rasse gesundheitlich zu retten. Die schlichte Wahrheit ist: es ist nicht möglich, einen Hund züchten, der aussieht wie ein Mops, gleichzeitig aber gesund ist. Das Rassebild ist nämlich gleichzeitig das Krankheitsbild.
Wenn du einen gesunden Hund willst, nimm keinen Mops oder sonstigen Hund mit Brachyzephalie.
https://www.wikiwand.com/de/Brachycephalie
Dagmar & Cara
Hallo Sakari,
du hast dein Problem doch schon in einem älteren Thread angesprochen. Hier geht es wieder um das gleiche Thema, auch wenn der Hund inzwischen etwas älter geworden ist.
Für alle, die dir antworten wollen, ist es hilfreich, wenn sie direkt auf alle bisherigen Informationen zugreifen können. Bleib deshalb besser im alten Thread und schreibe dort einfach einen neuen Beitrag.
Dagmar & Cara
Wenn du das meinst, dann empfiehl doch keinen!
Dagmar & Cara
Ein Blick auf das Profil des heutigen Boston Terriers reicht: Extrem verkürzte Nase = Qualzucht. Die Skelettverformung ist dieselbe, also sind auch die Probleme dieselben.
Manchmal ist es so einfach, wie es aussieht.
Dagmar & Cara