In Niedersachsen haben sie für diesen Blödsinn ein Bußgeld von bis zu 10 000 Euro angesetzt.
Dagmar & Cara
In Niedersachsen haben sie für diesen Blödsinn ein Bußgeld von bis zu 10 000 Euro angesetzt.
Dagmar & Cara
Ja, wir in Niedersachsen haben das schon durch. Es ist nervig, unnötiger Geldrauswurf und komplett sinnfrei, weil wie immer nur die ohnehin Braven mitmachen und die anderen nicht. Wer seinen Hund schon nicht steuerlich anmeldet (Dann hat die Gemeinde ja die Daten) der wird doch einen Teufel tun und ihn brav bei dieser Registratur anmelden. Ja nee, is klar.
Wer Verantwortung für seinen Hund auch im Schadensfall ernst nimmt, der tut das auch ohne Registratur und die anderen hauen ab. Da nützen die gespeicherten Daten des Hundes auch nichts, wenn der nicht greifbar ist.
Dagmar & Cara
Nur weil es ein Retriever ist, heißt das nicht, dass er Apportieren und Dummies toll finden muss
Aber wenn ein 9 Monate alter Labrador-Junghund aus überwiegend Arbeitslinie sich bei einem hundesportlich unerfahrenen Halter mit dem Apportieren schwertut, dann liegt das mit 99,99%iger Wahrscheinlichkeit am falschen Aufbau und nicht daran, daß der Hund Dummy grundsätzlich doof findet.
Dagmar & Cara
Hier ist Spiel Spiel und Apport Apport.
Beim Spiel bestimmen beide Mitspieler gleichberechtigt die Regeln. "Fang mich, ich hab die Beute" ist eine völlig legitime Spielaufforderung. Daher glaube ich schon, daß euer Hund gerne mit euch spielen würde, nur geht ihr anscheinend nicht so recht drauf ein. Weil es nicht eurer eigenen Vorstellung vom "richtigen" Spiel entspricht.
Wenn (m)ein Hund mich so mit gefundener Beute zum Mitspielen animieren will und ich Lust zum Spielen habe, dann renne ich ohne Hemmungen hinter ihm her und versuche, ihm die Beute abzujagen. Ich verlange dabei auch kein ordentliches Ausgeben oder sonst eine Gehorsamsleistung. Das würde das gleichgerechtigte Spiel ja sofort beenden, wenn einer dem anderen gehorchen muß.
Obwohl der Hund schneller ist als ich, bietet er mir immer wieder die Beute so an, daß ich sie fast erwische. Wenn ich scheinbar aufgebe und mich abwende, kommt er unweigerlich mir hinterher und präsentiert mir die Beute noch verlockender, um mich zum Weiterspielen zu animieren. Der Hund nimmt also Rücksicht auf meine "Laufschwäche" damit ich weiter mit ihm spiele. Er geht auf mich ein und gibt mir die Chance, das Stöckchen doch mal zu erwischen.
Was ich damit sagen will: euch fällt kein Stein aus der Krone und ihr versaut euch auch nicht das Apportieren, wenn ihr mit eurem Hund zusammen spielt und ihn dabei auch die Regeln mitbestimmen laßt.
Ihr schafft euch aber Probleme, wenn ihr beides vermischt. Freies Spiel ist kein Training und verliert seinen Zauber, wenn ihr es dazu machen wollt.
Der Aufbau des Apportierens ist dagegen kein Spiel, sondern eine Lernaufgabe. Es soll zwar Freude machen, aber mit dem Dummy wird gearbeitet und nicht gespielt. Ich lege die Regeln fest und erwarte vom Hund ein ganz bestimmtes Verhalten.
Mir ist anhand deiner Beschreibung nicht so recht klar, wie du den Aufbau bisher angefangen hast, aber ich würde dir sehr raten, damit noch etwas zu warten und lieber mit einem guten Dummytrainer zusammenzuarbeiten als alleine herumzuprobieren. Von Anfang an korrekt unter fachgerechter Anleitung aufgebaut ist es für den Hund viel leichter zu lernen als wenn man Anfängerfehler später wieder ausbügeln muß.
Dagmar & Cara
liebe @mara65,
mach mal langsam und entspann dich. ![]()
6 Wochen sind doch noch gar keine Zeit. Da kann und wird sich noch ganz viel tun in der Entwicklung.
Ich kann verstehen, daß dich das Getöse bei Hundebegegnungen nervt, aber du kannst dir (und anderen Leuten) ja immer sagen, daß du sie mit dieser Macke übernommen hast. Du bist also unschuldig an dem Verhalten und es braucht dir daher auch in keiner Weise peinlich zu sein.
Unterdessen kenne ich sie etwas besser und stelle fest, dass ihr Verhalten nicht in Angst begründet liegt, sondern vielmehr aggressiv ist.
Woran genau machst du das fest?
Agression aus Angst ist die häufigste Art der Agression, gerade auch bei Zwerghunden, die ja in jeder Begegnung körperlich unterlegen sind und oft auch diesbezügliche Erfahrungen mit größeren Hunden machen mußten. Da handelt so mancher dann nach dem Grundsatz "Angriff ist die beste Verteidigung".
Nicht jeder Hund wählt, wenn er Angst hat, den Rückzug. Manche gehen dann eben nach vorne. Wäre bei einem Terrier auch rassebedingt nicht untypisch.
Es gibt natürlich noch andere Arten der Agression, die nichts mit Angst zu tun haben: Revierverteidigung, Konkurrenzverhalten zwischen gleichgeschlechtlichen Hunden, Verteidigung von Ressourcen jeder Art usw.
Wenn du viele Leckerchen gibst, mußt du das in die gesamte Tagesration einrechnen und das Futter im Napf gegebenenfalls kürzen. In Gramm kann man das von hier aus aber nicht berechnen, es kommt immer auf den Hund, das Futter usw an. Beobachte deine Hündin, ob sie schön schlank bleibt oder ob du doch etwas tiefer pieken mußt, bis du auf die Rippen stößt.
Dagmar & Cara
Es ist immer gut, sich über die ursprüngliche Verwendung einer Rasse eingehend zu informieren. Auch wenn sie schon seit Generationen in der Schauzucht nicht mehr auf diesen Gebrauchszweck hin gezüchtet wurde, es liegt den meisten trotzdem noch im Blut. Die ursprünglichen Eigenschaften werden ja nicht aktiv "weggezüchtet", sondern es wird lediglich auf andere Eigenschaften hin selektiert, das heißt im Regelfall bestimmte Schönheitskriterien. Es kommt also nicht derjenige Hund in die Zucht, der am wenigsten Jagdtrieb hat, sondern der, der am schönsten ist.
Die Vorstehhunde und damit die Setter sind Hunde mit Jagdtrieb, die sehr weiträumig und schnell unterwegs sind und mit hoher Nase nach Wildwitterung suchen. Es ist also züchterisch gewollt, daß sie sich weit vom Halter entfernen.
Auf der Plussseite gehören Setter zu jenen Jagdhunderassen, die eng mit dem Menschen zusammenarbeiten im Gegensatz zu solchen, die vorwiegend selbstständig arbeiten. Sie sind also im Regelfall einer Gehorsamserziehung besser zugänglich.
Bei allen Jagdhunderassen muß man sich als Normalhundehalter aber bewußt sein, daß man dem Hund das absolut Größte, Beste und Tollste, das wofür er wirklich brennt, lebenslang verwehren muß. Man muß also, wenn man selbst kein Jäger ist, gegen die Anlagen und Triebe des Hundes arbeiten. Das ist nicht nur schwierig, sondern auch ein zusätzlicher Aufwand, den man bei anderen Hundetypen so nicht hat.
Die Idee, zwecks Auslauf einfach aufs Land zu fahren, klingt gut, aber gerade auf dem Land gibt es nun einmal besonders viel Wild und damit Gelegenheit zum unerwünschten Hetzen.
Auf der unten verlinkten Webseite findet ihr viele Infos zum Thema Jagdhunde für Nichtjäger:
http://www.sabinemiddelhaufeshundundnatur.net/index.htm
Dagmar & Cara
Pudel sind gute Familienhunde, die sich auch sehr für Hundesport begeistern können. Vom Zwergpudel über den Kleinpudel bis zum Großpudel kann man zwischen mehreren Größen wählen.
Ich habe mit meiner Kleinpudelhündin Dummytraining und Obedience gemacht. Pudel sind gerne mit ihren Menschen zusammen aktiv und sehr gut motivierbar. Da hat man die Wahl, wohin es hundesportlich gehen sollte, von Mantraining bis Agility.
Dagmar & Cara
ich habe noch nie einen Kleinpudel mit viel Jagdtrieb kennengelernt
Ich kenne einige, auch Zwergpudel.
Auch bei nur mäßigem Jagdtrieb ist Antijagdtrainig echte, zeitaufwendige Arbeit und daher sicher nicht das, was der TE vorschwebt, wenn sie einen Hund möglichst ganz ohne Jagdtrieb will.
Daher fallen meiner Meinung nach alle Terrier, Spaniel und auch der Pudel raus.
Dagmar & Cara
Ich habe eine Kleinpudelhündin.
Sie ist doppelt geprüft für soziale Einsätze, zum einen für Besuche in Schulklassen und Kindergärten, zum anderen für Besuche in Seniorenheimen. Sie hat also zweimal einen Belastungstest erfolgreich abgelegt, in dem Nervenstärke und Agressionsneigung geprüft wurden. Genau wie gefordert, zieht sie sich zurück und greift nicht an, wenn Menschen ihr gegenüber aufdringlich werden.
(Bei den Prüfungen für solche sozialen Einsätze zeigt sich übrigens immer wieder, daß die Eignung nicht so sehr von der Rasse abhängt wie vom Individuum. Man kann daher keine Rasse nennen, die per se "keine Agressionsneigung und viel Geduld mit Kindern" mitbringt. Hund A kann das leisten, sein Rassegenosse B aber deshalb noch lange nicht.)
Meine Cara hat dennoch zweimal in ihrem Leben ein Kind angeknurrt, und zwar meinen Neffen. Ich habe beide Male sofort eingegriffen: aber nicht etwa meine Hündin gemaßregelt, sondern meinem Neffen energisch klargemacht, daß er Cara auf ihrem Platz in Ruhe lassen soll, was er wußte, aber nicht befolgt hat.
Cara ist wirklich gut erzogen und gehorsam, aber sie hat wie jeder gesunde Hund ein lebhaftes Interesse an ihrer Umwelt. Sie darf ganz überwiegend frei laufen, aber nur, wenn ich mit einem Auge bei ihr bin. Ich kann nicht von ihr erwarten, daß sie wie ein Ziehspielzeug brav hinter mir bleibt, während ich meine Aufmerksamkeit auf alles andere richte als auf sie. Eine ständige Kommunikation muß von beiden Seiten aufrecht erhalten werden. Wenn ich das nicht leisten kann, läuft Cara an der Leine.
Es gibt Pudel mit viel, mittel, wenig oder keinem Jagdtrieb. Das Problem ist, es läßt sich nicht vorhersagen.
Cara hat mittleren Jagdtrieb, das heißt, sie interessiert sich nur sehr mäßig für Spuren, jagdbares Wild auf Sicht ist aber sehr wohl ein Thema. Das betrifft nicht nur Reh, Hase und Kanin, sondern auch Eichhörnchen oder Katze.
Pudel sind temperamentvolle Hunde. Durch zuviel Aktion, Toberei und Bällchenspiele kann man sie leicht hochpushen. Sie können dann auch zu kläffenden Nervensägen werden.
Ein Pudel will immer da sein, wo die Party ist, er kann sich eher nicht selbst zurücknehmen.
Mit den Erwartungen, die du an einen Hund hast, würde ich keinen Pudel empfehlen.
Dagmar & Cara