Beiträge von dagmarjung

    Wenn neue User mit genau dieser Frage hier ins Forum kommen, dann ist das in meinen Augen ein Zeichen dafür, daß die Entscheidung eigentlich schon gefallen ist, man sich aber noch innerlich dagegen wehrt. Es hilft dann oft sehr, sich mit anderen Hundehaltern über ihre Erfahrungen auszutauschen. Durch den Vergleich mit anderen wird manches klarer.

    Wenn Tierhalter im Nachhinein etwas bereuen, dann so gut wie immer immer, daß sie zu lang gewartet haben. Nicht, daß es zu früh war.

    Für mich stellte sich die Frage noch nicht bei einem Hund. Aber bei einem meiner Vögel habe ich zu lange gewartet und brauchte einen Anstoß von einer unbeteiligten Person, die das Tier eine Weile nicht gesehen hatte und die Verschlechterung des Zustandes anders und objektiver wahrnahm als ich das zu der Zeit konnte.

    Ich freue mich für dich, daß du auch jemanden in deinem privaten Umfeld hast, mit dem du das besprechen kannst.

    Dagmar & Cara

    Wenn der Zustand eines Tieres sich ganz langsam, wie in Zeitlupe verschlechtert, ist es sehr schwierig, die letzte Entscheidung zu treffen. Denn man gewöhnt sich ja auch unbewußt mit der Zeit an die Verschlechterung und nimmt sie dann anders wahr als wenn ein Hund sich von jetzt auf gleich drastisch verändert.

    Dein Hund hat mehrere Krankheiten und Alterserscheinungen, unter denen er leidet. Er hat bei jedem Schritt Schmerzen. Daß er im Liegen keine hat, wage ich zu bezweifeln und du zweifelst ja offenbar auch daran. Du schließt es lediglich daraus, daß er sie nicht äußert, was aber Tiere bei chronischen Schmerzen kaum tun.

    Er ist teilnahmslos und frißt nicht mehr gern. Er kotet sich ein. Er spielt nicht mehr. Mit der einzigen Ausnahme, daß er ab und an noch das Streicheln genießt, sehe ich hier keine Lebensqualität mehr. Es tut ja schon jeder notwendige Gassigang weh.

    Sprich doch noch einmal bei deinem Tierarzt eingehend das Thema Schmerzmittel an. Wenn dein Hund durch mehr/wirksamere/andere Schmerzmittel noch einmal deutlich Lebensfreude zurückgewinnt, dann könnt ihr hoffentlich noch eine gemeinsame Zeit haben.

    Wenn aber die medizinischen Möglichkeiten ausgereizt sind, dann ist es wohl doch Zeit für den Abschied.

    Ich dachte mir am Ende nur, dass ich ihn besser als Sonnenschein gehen lasse, bevor er es nicht mehr ist…

    Ich teile diese Einstellung vollkommen!

    und nun frag dich selber, ob Nico noch ein Sonnenschein in diesem Sinne ist?

    Dagmar & Cara

    Sabine Winkler: "So lernt mein Hund: der Schlüssel für die erfolgreiche Erziehung und Ausbildung"


    Das vielleicht?


    EDIT: Wurde von dagmarjung in einem thread empfohlen.

    Ja, das kann ich nach wie vor wärmstens empfehlen.

    Es ist für mich sozusagen die Grammatik des Hundetrainings (liest sich aber längst nicht so trocken ;) ), weil man mit dem dort enthaltenen Grundwissen sachkundig beurteilen kann, wie und warum alle möglichen Arten des Hundetrainings funktionieren. Und zwar nicht nur die, die man selber bevorzugt, sonderen auch solche, die man ablehnt. Denn sehr verschiedene Trainingsansätze und deren Mischformen können erfolgreich sein - allerdings mit sehr unterschiedlichen Risiken und Nebenwirkungen.

    Dann gibt es ja auch so einige Hundegurus, die mit schwallenden Worthülsen eher verdecken als darlegen, was sie eigentlich tun. Auch die Arbeitsweise solcher Wundertäter läßt sich so beurteilen, denn letztlich kochen ja alle nur mit Wasser.

    Im allgemeinen befassen sich Bücher über Hundetraining nur mit der vom jeweiligen Autor oder Autorin vertretenen Methode. Um sich einen allgemeinen Überblick zu verschaffen, gibt es meines Wissens keine anderes Buch als das von Winkler. Wobei auch Winkler eine klare Präferenz hat, (freundlich, belohnungsorientiert und gewaltfrei) aber klar und einleuchtend erklären kann, wie zB auch druck- und strafbasiertes Training wirken kann.

    Dagmar & Cara

    Mach dir keinen Stress. Mit 16 Wochen sind sehr viele Welpen noch nicht so weit.

    Alles was du brauchst, ist Geduld. Und nein, er wird das nicht dauerhaft beibehalten. Die weiche Unterlage erinnert halt in einer Wohnung noch am ehesten an Naturboden draußen.

    Mit zunehmender Reife wird er zum einen rein körperlich länger einhalten können und die Hemmung, den ummittelbaren Lebensbereich zu verunreinigen, steigt auch immer mehr.

    Du stellst ja allgemein fest, daß dein kleiner Hund zunehmend draußen macht und immer weniger drinnen. Er ist also auf dem richtigen Weg. Manchmal sind die letzten Meter bis zur Perfektion am schwersten zu ertragen. Gerade weil schon so viel gut klappt, macht man sich Sorgen, wenn noch nicht immer alles klappt. Aber diese Phase ist ein notwendiger Teil im Lern- und Reifungsprozess.

    Und schimpfen oder maßregeln in irgendeiner Form würde ich da gar nicht. Dazu gibt es keinen Grund. Die Stubenreinheit ist nämlich eigentlich keine pädagogische Leistung des Menschen, sondern eine allmähliche Ausreifung des Hundes. Wir können ihn nur darin uterstützen, inbdem wir ihm oft genug die Möglichkeit gaben, sich draußen zu lösen.

    Dagmar & Cara

    Also immerhin ist Mister Ausrufezeichen nun schon so einige Jahre im Geschäft. Er taucht ja immer wieder hier auf wie ein Froschkof aus dem Sumpf. Es muß sich also für ihn lohnen. Ob er die aufgerufenen Preise wirklich bekommt, bleibt Spekulation. Aber lohnen muß es sich wohl.

    Wobei ganz eindeutig nur Privatkunden seine Klientel sind, Behörden würden dem Mann nicht mal ein müdes Lächeln schenken.

    Dagmar & Cara

    Um für dich selbst Klarheit zu gewinnen, mach dir doch mal eine Pro und Contra Liste. Schreib alles auf, was dir Freude macht mit deinem Hund und alles, was du eher als Belastung empfindest. Oft sieht man dann schon etwas klarer, wenn die eine Liste sehr lang und die andere nur kurz ist.

    Insgesamt lese ich schon heraus, daß du deine Hündin sehr häufig fremdbetreuen läßt und froh bist, wenn du deine Ruhe hast. Das ist in keiner Weise negativ gemeint. Mir scheint es einfach so, daß du jedenfalls an Werktagen zuwenig Energie hast, um dich deiner Hündin so zu widmen, wie du es eigentlich möchtest und wie sie es auch braucht.

    Da würde ich mich eigentlich lieber hinlegen und erstmal nix machen zum abschalten und nicht laufen. Aber nach 4 Stunden Schlaf im Büro will natürlich der Hund mal langsam Action

    Das ist leider ein Punkt beim Thema Hund & Vollzeitarbeit, der oft unterschätzt wird: selbst wenn der Hund nicht alleine bleiben muß, der Beruf schlaucht und dann fehlt es vielleicht an eigener Energie.

    Wenn deine Hündin aber gut mit der wechselnden Fremdbetreuung zurechtkommt und du das finanzieren kannst, ist das kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Denn dann ist ja für ihre Bedürfnisse gesorgt.

    Am Wochenende kommt dann dazu dass natürlich alles mit dem Hund geplant werden muss und ich habe das Gefühl ich habe fast keine Freizeit mehr. Viele Sachen schaffe ich gar nicht mehr zu machen.

    Auch wenn man während der anstrengenden Werkwoche nicht so motiviert ist, sollte man sich doch aus ganzem Herzen aufs Wochenende freuen und auf alles, was man dann endlich gemeinsam mit seinem Hund unternehmen kann. Wenn der Hund aber auch am Wochenende eher im Weg ist und einen vor allem an anderen Aktivitäten hindert, dann steht das Thema Abgabe doch ernsthaft im Raum. Denn ein Hund soll ja dein Leben bereichern und nicht immer nur lästig sein.

    Ich weiß nicht, was für Schrauben du da drehen kannst. Eventuell Arbeitszeit etwas verkürzen?

    Ein Hund verlangt nun mal Zeit. So 3 -4 Stunden am Tag sollten alles in allem drin sein, mit Spaziergängen, Kurzgassi, Pflege, Füttern, Spielen usw.

    Auch ich habe Hobbys und Aktivitäten aufgegeben oder eingeschränkt, seit ich einen Hund habe. Und das geht wohl allen HundehalterInnen so, denn man hat ja vor dem Leben mit Hund nicht 3 Stunden am Tag dagesessen und Däumchen gedreht, sondern sich anderweitig beschäftigt. Die Frage ist halt, ob man das Leben mit Hund als lohnender empfindet als das ohne Hund und daher die Freude mehr wiegt als die Einschränkungen. Das kannst du nur für dich selber beantworten.

    Deine täglichen Laufzeiten sind auch eher hoch finde ich. Du könntest gut einiges davon ersetzen durch qualitativ hochwertige Arbeit (Dummy, Fährte, Mantrailing, ZOS, Artenspürhund usw.). Das braucht dein Vizsla ja eh.

    Allerdings ist qualitativ hochwertige Beschäftigung ja nicht unbedingt weniger zeitintensiv als reines Laufen. Mit Löserunde vorher, Vorbereitung, Durchführung und nochmal Lösegang kommt man da schon auf dieselben Zeiten. 45 Minuten und 60 Minuten finde ich nun auch nicht so viel für einen jungen aktiven Jagdhund.

    Dagmar & Cara

    Das letzte ist richtig cool geworden, da hat M. Hund geschafft, die K... beim k... auf einem Grashalm aufzufädeln.

    Gähn... Kettenkacke schafft meine Pudeline jedesmal, wenn sie am Vortag Gras gefressen hat. Pudel sind nun mal auf allen Gebieten überdurchschnittlich talentiert! :nicken:

    Besonders beeindruckt war ich aber von ihrem äußerst gelungenen herbstlichen Stillleben: "Eichelimitationen zwischen Eicheln". Form, Größe, Farbe und Glanz waren täuschend echt getroffen.

    Und das Dolle ist: sowas hatte sie sonst noch nie gemacht! Da drückte sich ein starker künstlerischer Wille aus...

    Dgmr & Cara

    Mehr oder weniger auf der Straße heißt: Er konnte tun und lassen was er wollte, es kümmerte sich niemand so wirklich um ihn. Außer der Nachbarin....mehr oder weniger halt. Sie gab ihm Fressen und band ihn 1-2x am Tag vom Baum los um mit ihm spazieren zu gehen,

    Das verstehe ich nicht so recht: Konnte er nun tun und lassen, was er wollte, streunte er also frei durch die Nachbarschaft oder lebte er ständig am Baum angebunden außer wenn die Nechbarin mit ihm spazieren ging?

    Jedenfalls gehörte er aber wohl jemandem und war kein Straßenhund im eigentlichen Sinne, wenn ich dich richtig verstehe.

    Dagmar & Cara