Beiträge von dagmarjung

    Fun fact: Meine Kleinpudelhündin Cara (Schulterhöhe nur 36.5 cm) fiel bereits in die mittlere Größenkategorie und hat die 15-Kilometer Ausdauerprüfung erfolgreich abgelegt, damals im Pinscher-Schnauzer-Klub an einem warmen Maitag mit Temperatur um die 20 Grad.

    Bei den Gebrachshunderassen ist diese Prüfung Pflicht, aber auch jede andere Rasse mit normalem Körperbau ist dazu imstande. Die Anforderung liegt im ganz normalen Rahmen für alle Hunde mit normal langer Schnauze und normal langen Beinen, die im Alltag mehr Bewegung bekommen als dreimal um den Block.

    Noch ein Fun Fact: Die winzigen Zwergpinscher legten die Prüfung zusammen mit den Riesenschnauzern, also im selben Tempo ab. Das wurde so gehandhabt, daß die Zerge nach den ersten 10 Kilometern an einem bestimmten Treffpunkt zur restlichen Prüfungsgruppe dazu stießen.

    Stichwort Ausdauertest:

    Es gibt im VDH zwei grundverschiedene Prüfungen, die so oder ähnlich bezeichnet werden. Bei verschiedenen Rassen muß entweder die eine oder die andere vor einer Zuchtzulassung abgelegt werden.

    Die Ausdauerprüfung zB bei Pinschern und Schnauzern, aber auch bei anderen Rassen: je nach Hundegröße werden 20, 15, oder 10 Kilometer flott am Fahrrad getrabt. (Jawoll, auch die winzigen Zwergpinscher traben ihre 10 Kilometer!)

    Danach werden noch Unterordnungsübungen abgefragt, um zu zeigen, daß die Hunde auch nach der körperlichen Belastung noch fit und konzentrationsfähig sind.

    Gesunde Hunde bestehen diese Prüfung mit links. Auch bei Temperaturen über 20 Grad, wobei man diese Prüfung natürlich nicht gerade in den Hochsommer legt.

    Wer mit seinem Hund regelmäßig rausgeht und für artgemäße Bewegung sorgt, muß für die Ausdauerprüfung nicht extra trainieren, es sei denn das Mitlaufen am Rad, falls der Hund das noch nicht kennt.

    Andererseits der Belastungstest für brachyzephale Rassen: Hier legen die Hunde einen Kilometer in 11 Minuten zurück. Das entspricht flottem Spazierengehen oder langsamen Joggen. Danach werden Puls und Atem gemessen und bei überhöhten Werten hat der Hund die Prüfung nicht bestanden.

    Das sind "sportliche" Anforderungen, die für Hunden mit normal langer Nase schlicht lachhaft wären, bei kurznasigen aber extra überprüft werden müssen.

    Zwar fallen auf diese Weise einige der am allerschwersten behinderten Hunde raus oder werden erst gar nicht zum Test vorgestellt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Andererseits werden die Hunde ja vor der Zuchtzulassung, also im jugendlichen Alter vorgestellt und da sind viele Plattnasen noch relativ gut beieinander, mit jedem weiteren Jahr nehmen die Symptome dann aber mehr und mehr zu.

    Die grundlegende Idee dieses Tests, Möpse, Bullys & Co aus der Rasse heraus bei gleichbleibendem Aussehen immer gesünder zu züchten, ist zum Scheitern verurteilt, weil die Skelettdeformation zwingend gesundheitliche Nachteile mit sich bringt. Das hat physikalische und biologische Gründe, die man mit noch so viel Wunschdenken nicht beseitigen kann.

    Es gibt bei brachyzephalen Hunden mehrere typische Engstellen in der Luftröhre, also nicht nur das wuchernde Gaumensegel. Ein Tierarzt hat das mal so beschrieben: drei Mann stehen auf einem Gartenschlauch. Wenn einer davon weggeht, (Gaumensegel wird operiert) dann läuft das Wasser trotzdem nicht durch, solange die beiden anderen stehenbleiben.

    Bei eurem Hund fallen die extrem engen Nasenlöcher - eher Nasenschlitze - sofort auf, und der weitere Verlauf der Luftröhre im Hals muß ebenfalls überprüft werden.

    Ein Hund, der bei schon geringster Anstrengung röchelt, kollabiert und sich übergibt, ist derartig mit dem nackten Überleben beschäftigt, daß er keine Kapazitäten zum Lernen hat, ganz unabhängig von der wenig schönen Vorgeschichte.

    Auf die Schnelle habe ich mal nach Kliniken gegoogelt, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben:

    https://kleintierklinik.uni-leipzig.de/kurzkopf

    https://www.tierklinik-hofheim.de/die-klinik/fac…es-syndrom.html

    Hier findet ihr sicher kompetente Ansprechpartner, die euch helfen oder je nachdem auch zu einer Klinik in eurer Nähe beraten können.

    Toll, daß ihr euch kümmert! :smile:

    fängt er an zu knurren oder eben auch uns wenn wir seine Futterschüssel wegnehmen. Bei Trockenfutter geht es noch, schlimm wird es bei rohem Fleisch. Jedoch ist es nur immer ein leichtes knurren und er lässt es sich ohne Mucken wegnehmen.

    Nehmt ihr ihm öfters die volle oder halb geleerte Futterschüssel weg? Das wird ja öfters als Erziehungsmaßnahme empfohlen, damit der Hund lernt, sich alles wegnehmen zu lassen. Es kann aber gewaltig nach hinten losgehen, wenn der Hund dadurch verknüpft, daß er nicht in Ruhe fressen darf, sondern daß ihr ihm willkürlich Futter wegnehmt.

    Von euch Erwachsenen läßt er sich das (noch) gefallen, sollte aber einmal eine Situation entstehen, in der er eine Ressource für sich in Anspruch nimmt, und sei es nur ein heruntergefallener Krümel, und ein Kind nähert sich, dann kann es blitzschnell hochtragisch enden. Da läuten bei mir wirklich alle Alarmglocken.

    Die Beiden haben sich früher so gut verstanden, es sind doch Brüder, aber sie benehmen sich in letzter Zeit wie Erzfeinde.

    Das Brüder besonders gut harmonieren müßten, ist eher eine Vorstellung aus dem menschlichen Leben.

    Erwachsene Hundebrüder aus einem Wurf sind vor allem Konkurrenten. Zwei voll erwachsene, geschlechtsreife Rüden, die gleich alt, gleich groß und gleich stark sind, die von klein an jede Schwäche des anderen genau kennen kennen und von denen daher keiner geneigt ist, einen Vorrang des anderen zu akzeptieren.

    Zwei gleichgeschlechtliche Wurfgeschwister gelten von daher als eine besonders schwierige Kombination für den Halter, die oft schiefgeht.

    Ich wünsche dir, daß du eine gute Lösung für dich und die Hunde findest.

    Ist dein Hund an einen Maulkorb gewöhnt? Das wäre drinnen sehr anzuraten zum Schutz deiner Kinder.

    Ich will dir keine Angst machen, aber die weitaus meisten Beißunfälle mit Kindern passieren mit dem eigenen Hund der Familie.

    Es gibt auch Maulkörbe, die draußen eine Futteraufnahme bzw Bodenlecken verhindern können.

    Dieses Problem ist seit ca. einem halben Jahr so akut und auch hier hat sich nichts verändert.

    Hast du deinen Hund gründlich medizinisch durchchecken lassen und dabei die Verhaltensprobleme angesprochen? Wenn sich Verhalten ohne veränderte äußere Umstände verändert, dann steckt sehr oft ein unerkanntes Gesundheitssproblem dahinter. Das können Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen, Rücken- oder Gelenksprobleme oder was auch immer sein. Da muß man einfach nachforschen.

    Wir kennen das ja selbst, wenn wir uns nicht wohl fühlen und Schmerzen haben, haben wir auch eine kurze Zündschnur und sind viel schneller gestresst als normal.