Patte, hast du eigentlich diesen Thread durchgelesen, bevor du selbst dazu schreibst? Falls nicht, solltest du das nachholen.
Die TE war anfangs auch der Meinung, daß ihre beiden Bullys zwar nicht super sportlich, aber doch fit und alles andere als krankgezüchtet sind. Viele, sehr viele Fallbeispiele, auch von Tierärztinnen, die hier mitschreiben, ließen dann doch Zweifel wachsen. Aus gegebenem Anlass plante sie zuletzt, ihre beiden Hunde in einer spezialisierten Tierklinik untersuchen lassen.
Im Alter von einem Jahr oder weniger sind auch Bullys, Möpse und andere Brachyzephale meist noch ganz gut aufgestellt und aktiv. Das Bild ändert sich aber regelmäßig mit fortschreitendem Alter. Viele Hundehalter, die zunächst stolz auf ihre freiatmenden jungen Bullys oder Möpse waren mußten das schon erleben. Nach zwei, drei Jahren liegt der Hund bei sommerlichen Temperaturen nur noch platt auf dem Bauch und sucht Kühlung, während andere Rassen noch voll aktiv sein können.
Leider nehmen längst nicht alle Besitzer die langsame Verschlechterung wirklich wahr. Das hängt nicht zuletzt mit einem Gewöhnungseffekt zusammen, wenn sich ein Zustand nicht drastisch, sondern über längere Zeit hinweg verändert. Auch wünscht man sich ja vielleicht gerade einen ruhigen Hund als Begleiter, da ist es doch schön, wenn die Gassigänge kürzer ausfallen können. Nur ist es für den Hund selbst alles andere als schön, wenn er so unter seinem Körper leidet, daß er im besten und normalerweise aktivsten Alter nur noch so belastbar wie ein Hundegreis ist.
Man kann sich auch vieles schönreden. "Sie ist halt schon alt" sagte die Besitzerin über ihre sehr matte und stark hechelnde Mopshündin. "Schon 6 Jahre!" Ich schaute auf meine muntere Pudelhündin, die mit ihren 11 Jahren fast doppelt so alt war, aber dreimal so fit.