Beiträge von dagmarjung

    Wenn die Hündin Nassfutter bekommt und dazu noch trinkt, bekommt sie ja schon einiges an Flüssigkeit, da Nassfutter bereits viel Wasser enthält. Es wäre aber doch interessant, zu erfassen, wieviel sie am Tag wirklich trinkt und das ins Verhältnis zu den Pfützen zu setzen.

    wenn es wirklich körperliche Ursachen gibt, dann können diese von Blase, Nieren über Herzerkrankungen, Schilddrüsenproblemen bis zu Diabetes und Hirnerkrankungen (Hypophyse) und und und gehen.

    Das möchte ich auch nochmal unterstreichen. Das häufige Urinieren kann eine Vielzahl möglicher Ursachen haben, die nicht nur in Blase und Niere begründet sein müssen.

    Es ist absolut nicht normal, daß ein erwachsener Hund alle halbe Stunde urinieren muß. Mit 9 Jahren ist ein Zwerghund auch noch nicht alt. Es überrascht mich, daß deine Tierärztin nichts gefunden hat. Ich würde hier doch für eine eingehendere Untersuchung, eventuell in einer Tierklinik plädieren.

    Das komische ist aber, da sie sich in meinem Schlafzimmer ja aufhält, geht sie meist ein Stockwerk nach unten, uriniert in den Flur und kommt wieder in mein Zimmer. Also sie uriniert immer nur in den flur.

    In deinem alten Thread hast du beschrieben, daß sie nie wirklich stubenrein war. Schon bei der Vorbesitzerin nicht, und auch bei dir hat sie lieber die Windelunterlagen benutzt als rauszugehen. Vermutlich, weil ihr die Welt da draußen eher unheimlich war und immer noch ist.

    Inzwischen hat sie aber dein Schlafzimmer als ihr Heim akzeptiert und löst sich folgerichtig in einer gewissen Entfernung davon. Und zwar in einem Bereich des Hauses, der in ihren Augen nicht zum Kernrevier zählt, weil sie sich dort kaum aufhält. Auch wenn das jetzt merkwürdig klingt, hat sie also tatsächlich Fortschritte in der Stubenreinheit gemacht. :smile: Nur das sie eben (noch) nicht dein gesamtes Haus als "Stube" ansieht.

    Okay, ich bin von meinem Knie ausgegangen, das liegt deutlich tiefer... :D

    Was für Rassen und Größen ich meine, habe ich ja beschrieben. Deutlich unter 50 Cm Schulterhöhe, so zwischen 30 und 45 findet sich schon einiges.

    Ich weiß ja nicht, in welche Richtung deine favorisierten Rassen gehen, aber alles was den Ruf des gefährlichen Hundes hat, ist in Vermieterkreisen nicht ohne Grund ungern gesehen. Also Amstaff, Rottweiler, Pitbull und ähnliche Rassen und Mixe. Da ist zuviel Konfliktpotential für den Hausfrieden.

    Mit Rassen mit einem "netten" Image hast du es leichter. Nicht nur im Mietshaus, sondern auch im städtischen Leben generell.

    Die Offizielle Einstufung in den Rassestandards deckt sich nicht immer mit der "normalen" Größeneinschätzung von Hunden. Laut Rassestandard gilt ein Deutscher Schäferhund zB nur als mittelgroß. Wen auch immer du sonst fragst, wird einen Deutschen Schäferhund niemals als mittelgroß, sondern als großen Hund beschreiben. Und alles was noch größer ist, als Riesenhund.

    Du willst also schon einen großen Hund haben. Mit etwas kleineren Hunden lebt es sich im Miethaus aber konfliktfreier, sie werden einfach anders wahrgenommen.

    Vielleicht könntest du deinem Vermieter hier etwas etgegenkommen? Es muß ja kein winziger Zwerghund sein, in der unteren Mittelgröße unter oder bis knapp Kniehöhe gibt es doch eine große Rassenvielfalt: Cockerspaniel, Kleinpudel, diverse Terrier, Schnauzer und noch einige mehr.

    Haben andere Mieter in deiner Wohnanlage denselben Vermieter oder sind das zwar ähnliche Häuser, aber andere Besitzer?

    Falls es derselbe Vermieter ist, kann er dir nicht verwehren, was er anderen erlaubt. Auch in Bezug auf die Größe des Hundes.

    Die Genehmigung des Vermieters einholen müssen ist nicht dasselbe wie ein Tierhaltungsverbot. Das muß es schon vernünftige Gründe geben.

    Willst du dir denn einen großen Hund holen oder darf es auch ein kleiner sein?

    Naja, aber irgendwann muß man die Weste ja anziehen oder die Tasche umhängen - oder wie machst du das? :denker:

    Also irgendwann kriegt der Hund ja anhand der Vorbereitungen automatisch mit, daß es jetzt gleich losgeht.

    Ich wollte vor allem darauf hinaus, daß er auf den normalen Spaziergängen eben keine Erwartungshaltung entwickelt, daß jederzeit ein Ball/ Dummy /Spielzeug fliegen könnte.

    Apportieren werde ich als Spiel reinnehmen, mal etwas in den Bach werfen, was er holt, das stärkt auch unsere Bindung mehr. Will ja nicht einfach nur neben ihm laufen, sondern möchte ja gemeinsame Beschäftigung.

    Hunde, die leicht hochdrehen, wenn Action angesagt ist, profitieren sehr davon, wenn Arbeit und Freizeit ganz klar getrennt sind. Nur so können sie sich wirklich entspannen und nicht immer auf den nächsten möglichen Kick warten.

    Daher würde ich Dummytraining und relaxte Spaziergänge deutlich trennen. Und auf den letzteren keinerlei Apportierspiele machen. Auch gemeinsam Schlendern, Bummeln und Schnüffeln fördert die Bindung.

    Wenn Dummytraining, egal ob alleine oder mit Trainer/Gruppe, dann mit Ankündigung - du ziehst die Dummyweste an - und - besonders wichtig: einem Feierabendsignal.

    Normale Spaziergänge dann ohne Wurfspiele jeder Art. Das muß ja trotzdem nicht langweilig sein: Neue Wege erkunden, schwimmen, klettern, einfach mal gemeinsam herumalbern, auch mal Hundekontakt usw, je nachdem was sich so ergibt.

    Wäre es denn ein Schaden, dem Hund einfach noch mehr Entwicklungszeit zu geben, ehe man im Sport durchstartet?

    Das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, aber man muß es für jedes Hund-Mensch Team selber herausfinden.

    Ich habe mit Cara praktisch von Anfang an neben der "Pflicht" wie Abruf, Leinenführigkeit, Warten usw, auch schon die "Kür" wie Nasenarbeit, Anfänge das Apportierens und Clickertricks gemacht. Mit richtigem Dummytraining haben wir begonnen, als Cara etwa 9 Monate alt war. Das hat uns beiden viel Freude gemacht und Cara kein bißchen geschadet.

    Klar saßen da so einige Basics noch nicht. Grundlagen waren gelegt, aber das war noch nicht gefestigt.

    Aber das frühe Trainieren von Spaßübungen hat in meinen Augen auch Vorteile:

    Ich bin zB viel lockerer an Übungen herangegangen, die nicht unbedingt klappen "müssen" und konnte das auch auf "wichtige" Übungen übertragen.

    Nasenarbeit und Dummytrainig sind in starkem Maß selbstbelohnend, der Hund lernt früh, daß gemeinsames Tun mit dem Menschen Freude macht.

    Die normalen Gehorsamsübungen wie Abruf, Leinenführigkeit, Sitz und Platz trainiert man zwar auch mit Belohnung und möglichst viel Spaß, aber in ihrem Wesen sind sie ja doch dazu bestimmt, den Hund in seinem Explorationstrieb zu hemmen und ihn zu kontrollieren: er soll nicht zum anderen Hund oder gar dem Hasen nachlaufen, sondern zu uns kommen. Er soll nicht schnüffeln und stehenbleiben, sondern uns an der lockeren Leine folgen. Er soll nicht überall herumwuseln und seine Umgebung erkunden, sondern an einem bestimmten Platz ausharren, bis wir ihn abholen oder rufen usw. Egal, wie nett man das alles trainiert, im Grunde sind das aus Hundesicht alles spaßbremsende Übungen.

    Da finde ich es doch schön, wenn es ein Gegengewicht gibt in Form von Übungen, in denen man gemeinsam zu einem Erfolg kommt, der für Hunde ganz unmittelbar verständlich ist. Wenn das gesuchte Objekt gefunden wird oder die Beute "gejagt" und geholt wird.

    Gerade im Dummytraining werden außerdem Basics wie Frusttoleranz und Leinenführigkeit unter Ablenkung quasi automatisch mittrainiert.

    Man muß mit Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen und abwägen, was und wieviel für den eigenen Hund in jeder Phase (Welpe, Junghund, Pubertät) gut und was zuviel ist. Das kann auch mal wechseln, je nach dem Entwicklungsstand des Hundes.