Ich würde da überhaupt keinen Erwartungsdruck aufbauen und das Thema Keller einfach links liegen lassen. Ihr habt bestimmt im Alltag noch anderes und derzeit wichtigeres zu bearbeiten.
Wenn deine Hündin nicht ständig die Sorge haben muß, daß sie da runter muß, wird sie sicher auch lernen, entspannt am Kellerzugang vorüberzugehen. Wenn du dem Thema keine Wichtigkeit verleihst.
Sie wird ja auch noch weiter mental reifen und dann auch selbstsicherer werden.
und mit etwas ziehen und locken und Leckerchen kommt sie noch bis zur untersten Stufe mit, aber dann ist alles aus.
Ich vermute, genau mit diesem Trainingsansatz hast du dir das Thema Keller kaputtgemacht.
Ziehen als Zwangsmaßnahme, auch leichtes Ziehen und auch in Verbindung mit Leckerli, wird auf jeden Fall negativ abgespeichert. Bis zur Leistungsgrenze gehen und darüber hinaus (also bis nach ganz unten führen und dann merken, daß nichts mehr geht) ist ebenso kontraproduktiv. Der Hund beendet die Lektion dadurch mit einer überaus negativen Erfahrung.
Der richtige Ansatz wäre, ohne Leine und mit tollen Leckerlis schon ein kurzes Stehenbleiben ganz oben am Kellereingang zu belohnen und dann den Hund sofort aus der Situation zu entlassen. Also ganz weit vor dem Erreichen der Leistungsgrenze zu belohnen und die Übung zu beenden. Dann als Steigerung sich kurz in Richtung Eingang hinzustellen. Dann ein Leckerli von der obersten Stufe zu nehmen.
Später dann eine Stufe tiefer, dann sofort zurück. Usw. Die größte und wirksamste Belohnung ist in diesem Fall immer, gleich wieder umdrehen zu dürfen.
Aber da der Keller nun so negativ besetzt ist, würde ich ihn erstmal auf längere Sicht ganz vergessen.
Vielleicht in 1, 2 Jahren, mit einer wesensmäßig gefestigteren Hündin noch mal einen Versuch machen. Wenn du glaubst, sie müßte doch mal aus dem einen oder anderen Grund mit in den Keller kommen.
Ansonsten reicht es völlig, wenn sie den Keller dauerhaft als unwichtig einstufen kann.