Beiträge von dagmarjung

    Die Zeit, die dein Mann für den Hund aufwendet, wird auf jeden Fall auf Kosten der Zeit mit seinen Kindern gehen. Du hast ja schon mitbekommen, daß es nicht mit hier und da mal eine Stunde getan ist. Mehrmals in der Woche mehrere Stunden auf dem Hundeplatz und ein Tag am Wochenende dazu, das ist das, was alle aktiven Hundesportler hier schreiben.

    Der Tag hat nur 24 Stunden und an Arbeit und Schlaf kann dein Mann ja nichts kürzen. Was also bleibt realistisch? Genau, seine Zeit mit den Kindern.

    Gerade wenn ihr noch ein drittes Kind plant, wird das auf deine Kosten gehen, wenn er dich bei den Kindern weniger statt mehr unterstützt als bisher.

    Vielleicht wäre es für euch als Familie doch sinnvoller, wenn dein Mann seine Zeit und Einsatzfreude erstmal in seine Kinder investiert und seinen Wunsch nach einem Hund noch einige Jahre zurückstellt.

    Ich finde halt, dass der hier von den Erleuchteten so resolut formulierte Tenor - kein Kontakt an der Leine, sonst werden Fremdhund und -halter von mir geblockt oder geschreddert - sich in einem Forum leichter formulieren als in der Lebenswirklichkeit umsetzen lässt

    Hier schreiben viele, die es aus verschiedenen Gründen wirklich nicht drauf ankommen lassen wollen und können - weil sie zB gebrechliche alte Hunde, sehr kleine oder sehr große Hunde, unverträgliche Hunde oder schlicht mehrere Hunde haben. Denn gerade sie fühlen sich von der Überschrift natürlich angesprochen.

    In vielen anderen Fällen gehen direkte Begegnungen, auch an der Leine, natürlich auch harmlos aus. Da wird auch niemand von den "Erleuchteten" unnötig eine Welle machen. (gerade mal geguckt - den Titel trage ich ja auch :D )

    Auch die TE hat ja wohl bisher Anfängerglück gehabt. Nur ist bei ihr und ihrer Hündin nicht zu erwarten, daß es so bleibt.


    In dem von dir beschriebenen Fall ist aber keinerlei Gefahr zu erwarten. Denn ich gehe mal davon aus, daß dein Hund dem Hund der alten Dame nichts tut und umgekehrt. Da kann man es laufen lassen, es wird kurz geschnüffelt und dann geht man weiter.

    Es besteht doch niemand hier aus reiner Prinzipienreiterei auf dem Anleinen, sondern man möchte aus guten und sehr verschiedenen Gründen keinen Kontakt. Vor allem um den eigenen oder den Fremdhund vor Schaden zu bewahren.

    Für einen Welpen braucht man vieles von deiner Liste noch gar nicht.

    Intelligenzspielzeug und Schnüffelteppich sind zB überflüssig, wenn der Welpe noch vollauf damit beschäftigt ist, euch, eure Hausregeln, die Welt und das Leben an sich kennenzulernen.

    Schnüffelspiele kannst du ganz ohne Zubehör in der Wohnung oder draußen im Gras machen.

    Es ist auch preislich günstiger, erst mal nicht jedes "Willhaben" gleich beim Einzug des Hundes zu kaufen, sondern erst mal in die Sache reinzuwachsen, denn im Lauf der Zeit stellt sich viel klarer heraus, was man selbst und der Hund wirklich braucht und was nicht.

    Und shoppen gehen für den Hund macht auch später noch Spaß... :smile:

    Nachhaltig sind in meinen Augen vor allem solche Produkte, die lange halten, robust sind und bequem und zuverlässig in der Handhabung. Die man also nicht ständig ersetzen muß. Bei Leinen, Geschirren und Halsbändern möchte ich daher nicht mehr auf Produkte aus Plastik verzichten. Denn die nehmen Nässe am wenigsten auf und halten lange. Knackpunkt sind dabei allerdings regelmäßig die Verschlüsse und Karabiner. Also lohnt es sich auch im Sinne der Nachhaltigkeit, in diesem Punkt auf beste Qualität zu achten.

    Wobei ein Welpe aus mehreren Geschirren und Halsbändern herauswachsen wird, bis man an ein "endgültiges" denken kann.

    Bei Hundebetten für Welpen/Junghunde ist das Allereinfachste, was seinen Zweck erfüllt, gut genug. Denn das wird doch in den allermeisten Fällen und nicht nur manchmal - zerspielt und geshreddert. Welpen leben sehr zahnbetont.

    Also kein teures Knuffelwuffel oder Memoryschaumbett. Ein paar alte Decken zusamengefaltet tun es auch. Über teure Anschaffungen in hoher Qualität kann man dann nach dem ersten Jahr nachdenken.

    Die richtige Größe von Näpfen findet man auch erst so richtig heraus, wenn der Hund einigermaßen ausgewachsen ist. Wenn du also noch irgendwelche Schüsseln zuhause hast, kannst du auch hier vorerst noch mit der endgültigen Anschaffung warten.

    Beim Futter würde ich auf jeden Fall auf wirklich gute Qualität achten, die gibt es aber im Fachhandel, nicht im Supermarkt. Zum Futterthema gibt es hier im Forum auch eigene Threads. Auch zum Thema Leckerlis.

    obwohl die Besitzer 5 Stadien der Panik durchmachen.

    Die Angst anderer Hundebesitzer derartig zu ignorieren disqualifiziert dich menschlich.

    Ob diese Angst berechtigt ist oder nicht, ist dabei völlig egal. Du wolltest einen Schäferhund, du hast einen Schäferhund. Viele Hundehalter, besonders mit kleineren Hunden, haben Angst vor großen Hunden allgemein und vor Schäferhunden im besonderen, oft mit gutem Grund. Denn es gibt viele Schäferhunde, die mit Artgenossen nicht verträglich sind. In ein, zwei Jahren kann auch deine Hündin dazugehören.

    Es sollte dir eine Selbstverständlichkeit sein, die Sorgen deiner Mitmenschen ernst zu nehmen, deine Hündin ensprechend zu kontrollieren und anderen den Kontakt nicht aufzuzwingen.

    wenn Leute deutlich Nein sagen, lasse ich es bleiben, aber viele klingen eher unsicher als bestimmt.

    Auch unsichere Menschen haben ein Recht darauf, nicht bedrängt, überredet, missioniert und überfahren zu werden.

    Andere Hunde sind für die meisten Junghunde überaus attraktiv und aufregend. Ja, das legt sich normalerweise mit zunehmendem Alter. Wenn du jetzt die Weichen richtig stellst: Indem du das Ziehen und Jaulen niemals dadurch belohnst, daß der Hund doch hin darf!

    Auch dann nicht, wenn du die Hunde kennst und sie nett sind. Und dreimal nicht, weil das Jaulen dir peinlich ist und du es möglichst schnell abstellen willst.

    Denn damit würdest du sein Verhalten sehr wirksam belohnen und er würde sich dann noch mehr anstrengen. Wenn er aber lernt, daß Ziehen und Jaulen niemals zum Erfolg führt, kannst du einen Fuß in die Tür bekommen.

    Allgemein ist die Frusttolerenz bei Welpen und Junghunden noch nicht ausgeprägt und muß in vielen verschiedenen Situationen eingeübt werden.

    Vielleicht kannst du ihn in dieser Situation hochnehmen und so am anderen Hund vorbeitragen. Bei manchen Hunden ist das eine gute Lösung, die zur Beruhigung beiträgt.

    Und die DSH, deren Halter hier auch noch im Alter von einem Jahr so drauf war wie du jetzt, hat jetzt einen 2 jährigen Hund mit Maulkorbzwang und Leinenpflicht weil die Hündin eben dann doch erwachsen geworden ist. Ein Hund tot, der andere schwer verletzt weil Madame ja nur mal eben Hallo sagen sollte.

    Das kann man gar nicht genug betonen. Nicht, daß jeder nette DSH zur Bestie wird - aber erwachsen werdende Hunde wollen sich irgendwann auch stärker gegen Artgenossen abgrenzen. Das ist eine ganz natürliche Entwicklung. Man fühlt sich selbstbewußter und körperlich stärker als bisher und nicht wenige Hunde (aller Rassen) probieren in dieser Phase gerne mal aus, inwieweit man andere, meist Schwächere einschüchtern oder gar verprügeln kann. Dieser Umschwung im Verhalten kommt für viele Ersthundehalter überraschend. Denn gestern noch war der Junghund ja "lieb zu allen" und wich Konflikten eher aus.

    Bitte behalte das auf dem Schirm. Hunde sind keine Engel mit Fell und junge Hunde sind in ihrem Wesen noch nicht fertig.