Beiträge von dagmarjung

    Könnte das Verhalten der Rüden etwas mit einer evtl. vorhandenen Entzündung zu tun haben?

    Ganz klares Ja! Rüden reagieren auf Entzündungen im Vaginalbereich oft wie auf Läufigkeitsgeruch. Das ist immer ein Alarmzeichen, selbst wenn noch gar nichts zu sehen ist, und rechtfertigt einen Tierarztbesuch zur Abklärung.

    Geh bitte sofort und nicht erst nächste Woche zum Tierarzt, wenn Ausfluss vorliegt egal wie er aussieht.

    Eine Gebärmutterentzündung ist immer ein Notfall, der schnell behandelt werden muß, denn sie kann sich sehr schnell massiv verschlechtern. Ich drücke dir die Daumen, daß es doch eine andere Ursache hat.

    Nachtrag:

    Tierärzte haben aber ein verständliches Interesse daran, ihre Kunden zu behalten und sind deshalb zurückhaltend.

    Und die Halter der Hunde gehen dann fälschlicherweise davon aus, daß ihre Hunde gesund sind, "weil der Tierarzt ja nichts gesagt hat".

    Wenn bei einer normalen Standarduntersuchung (zB vor der Impfung) so nebenbei Sätze fallen wie "Atmung/Puls/ecetera ist normal für die Rasse/für einen Mops" dann heißt das übersetzt: bei einem Hund mit langer Schnauze wäre derselbe Zustand im höchsten Maß alarmierend und dringend behandlungsbedürftig! - aber die Kurznasenhunde sind eben alle chronisch krank und dieser Mops auf dem Behandlungstisch unterscheidet sich nicht von allen anderen Kurznasen. Sie sind alle massiv beeinträchtigt.

    Stichwort Tierarzt:


    Sprich deinen Tierarzt/deine Tierärztin konkret darauf an, daß du über die rassetypischen Probleme deiner Hündin informiert werden möchtest. Über die Unterschiede zu normalen Hunden und was gegebenenfalls an Behandlungen zur Linderung auf euch zukommt.


    Es ist nämlich so, daß viele TierärztInnen dieses Thema gar nicht mehr von sich aus ansprechen. Sehr viele Mops- und Frenchiehalter wollen nichts davon hören, reagieren beleidigt und wechseln den Tierarzt. Tierärzte haben aber ein verständliches Interesse daran, ihre Kunden zu behalten und sind deshalb zurückhaltend.


    Wenn du aber ehrlich um ein offenes Gerspräch bittest, wird dir jede Haustierärztin eine Menge sagen könnnen. Denn sie sehen ja jeden Tag Möpse und Bulldoggen in ihrer Praxis, und zwar nicht nur die, die von ihren Besitzern als krank eingeschätzt werden, sondern auch die, die nur zum Impfen kommen.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie es dem TE helfen soll, permanent vorgehalten zu bekommen, dass er sich eine Qualzucht gekauft hat.

    Der Hund ist ja jetzt nun mal da. Und egal ob er dort wohnen bleibt oder woanders unter kommt, daran ändert sich da der Gesundheitszustand nicht

    Doch, es ist wichtig, daß die TE sich über die gesundheitlichen Probleme im klaren ist, die unvermeidlich auf ihre Hündin zukommen. Denn nur wer die rosa Brille absetzt, wird seinen Mops mit der nötigen Aufmerksamkeit beobachten und dann auch handeln.

    Es gibt viel zu viele MopsbesitzerInnen, die auch dann noch mit Stolz von ihrem "freiatmenden Sportmops" erzählen, wenn dieser schnorchelnd und röchelnd neben ihnen hockt.

    Die Probleme bewußt wahrzunehmen ist der notwendige erste Schritt dazu, dem Mops mit tierärztlicher Hilfe ein wenigstens den Umständen entsprechend anständiges Leben zu ermöglichen.

    Daß das einiges an Geld kostet gehört natürlich auch dazu.

    Ich selbst führe seit mittlerweile guten vier Jahren einen English Springer Spaniel (ESS) Rüden und würde diese Rasse hier eher nicht sehen. ESS sind sehr aufgeweckte, temperamentvolle, bewegungsfreudige Hunde, die definitiv mehr gefordert werden müssen als von der TE beschrieben.

    Auch der von @Rafile empfohlene Pudel ist aufgeweckt, temperamentvoll und bewegungsfreudig und wünscht sich geistige Förderung.

    Ich habe ihn nach dem ersten Beitrag der TE bewußt nicht genannt, da dort noch keine Rede von spezieller Beschäftigung für den Hund jenseits von Begleitung im Alltag war.

    Da du, liebe TE, das Thema Hundesport usw doch positiv siehst, und dich auch mit Fellpflege - dafür kein Haaren - anfreunden kannst, bringe ich ihn nun doch mal ins Spiel. Obwohl er Locken hat. ;)

    So einen kleinen Havanese würde ich in einen passenden Fahrradkorb passen, aber ein Spaniel wird dort ja nicht für ewig rein passen.

    Ist diese Art dafür geeignet neben dem Fahrrad her zu Rennen oder eher nicht? 🤔

    Kleine Hunde passen in einen Fahradkorb, für größere gibt es Anhänger, auch in mehreren Größen. Ich habe auch kein Auto und bin mit meiner Kleinpudelhündin immer mit dem Rad zum Hundesportverein gefahren. Je nach Wetter, verfügbarer Zeit und anderen Faktoren konnte ich den Weg flexibel gestalten. ZB Hinfahrt überwiegend im Korb, aber so, daß der Hund sich vor der Stunde lösen und warmlaufen kann. Rückfahrt an der Autostraße im Korb bis zum Kanal, wo es durchs Grüne bis nach Hause geht und Cara nach dem Hundesport noch ein paar Kilometer locker traben und schnüffeln konnte.

    Welpen und Junghunde läßt man noch nicht neben dem Rad laufen. Erwachsene - auch kleinere - normal proportionierte Hunde können das aber ohne weiteres leisten.

    Als echte Einschränkung erwies sich das fehlende Auto allerdings, als wir an Hundesportturnieren auf anderen Plätzen teilnahmen. Die anderen teilnehmenden Hunde hatten in ihrer Autobox ein vertrautes Heim zur Verfügung, in dem sie entspannen und schlafen konnten, während ich Cara ständig dabeihaben mußte. Das war schon nachteilig, denn so ein Turniertag ist lang und mental anstrengend, auch wenn die eigentliche Prüfung kurz ist.

    Allein schon das Hinkommen zu Veranstaltungsorten oder die Fahrt zu bestimmten Trainern, die einen sportlich weiterbringen ist ohne Auto oft umständlich oder gar nicht möglich. Ich konnte mich zwar öfter mit motorisierten Sportfreundinnen zusammentun, aber das fremde Auto war eben kein Heim für meine Hündin, in dem ich sie parken konnte.

    Ui, das könnte was nettes sein...

    Oh, ein Spiel wie für mich gemacht! :cuinlove:

    Ich liebe diese Art von Spielen. Stimmungsvolles Spiel, emotionales Thema, schöne Graphik, die nicht realistisch sein muß. Welt entdecken ohne ständiges Feindemetzeln. Solche Spiele sollte es öfter geben.

    Und wir dürfen den Hund spielen!!!! :D Wie großartig ist das denn!

    Einen Pflegehund läßt man erst mal lange Zeit gar nicht freilaufen. Er kennt dich noch nicht oder noch nicht gut, er hat keinen Grund, dir zu gehorchen. Ganz besonders gilt das hier, wo der Hund anscheinend viele wechselnde Betreuungspersonen hat und auch eine Angstproblematik hineinspielt. Das Risiko ist hoch, daß er dir abhaut. Oder sich vor etwas erschreckt und abhaut.

    Wenn man über längere Zeit mit einem Hund zu tun hat und regelmäßig mit ihm rausgeht, dann entwickelt sich mit der Zeit auch eine Beziehung. Den Rückruf erarbeitet man sich dann genauso, wie man das bei beim eigenen Hund täte, das dauert natürlich längere Zeit.

    Mit dem Unterschied, daß man noch viel vorsichtiger ist und noch weniger Risiken eingeht, denn man ist ja einem anderen Menschen gegenüber in der Verantwortung, daß dem Hund nichts passiert.

    Es gibt auch genügend Hunde, die von ihren eigenen Besitzern aus gutem Grund niemals frei laufen gelassen werden. Und das muß nicht an ungenügender Erziehung liegen.

    Ich bin als Teenager viel mit Hunden anderer Leute spazierengegangen, da ich selbst keinen haben durfte. Eine Schleppleine oder sonstige längere Leine war dabei sehr hilfreich, um dem Hund ein gewisses Maß an Freiheit zu geben. Man kann auch spielen und gemeinsam rennen, ohne den Hund von der Leine zu lassen.

    Als Cara zu mir kam, war sie achteinhalb Wochen alt. Bis dahin war sie bei der Züchterin in Haus und Garten aufgewachsen.

    Ich lebe in einer Etagenwohnung und habe keinen Garten. Die Frage, ob der Welpe in so jungem Alter schon raus "darf", stellte sich daher gar nicht: selbstverständlich ging es vom ersten Tag an nach draußen, und kleine Ausflüge fanden täglich statt. So lernte sie allmählich die Welt kennen.

    Mit 12 Wochen kannte sie schon Park, Wald, Fahradkorb, Straßenbahn, Kontakte mit Hunden und verschiedenen Menschen und viele andere Alltagsdinge.

    Viele Welpen, gerade in der Stadt, wachsen gesund und munter ohne eigenen Garten auf.