Beiträge von dagmarjung

    Was ich immer überhaupt nicht verstehe ist, daß sich Frauen über das Verhalten von Männern beklagen, wobei doch sie selbst es in der Hand haben, ihre Söhne entsprechend zu erziehen.

    Nach dieser Logik sind Frauen selbst schuld am real exitierenden Patriarchat in allen seinen Spielarten. Vom Gender Gap bei Löhnen und Gehältern bis zu den Taliban.

    Warum funktioniert das in so vielen Fällen dann nicht ?

    Weil niemand sein Kind im Alleingang erzieht. Aus Afrika kommt das Sprichwort "es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen". Und das Dorf erzieht immer mit. Kinder orientieren sich nicht nur an einer einzigen Person in ihrem Leben, sondern an allem um sie herum, das betrifft natürlich auch die Geschlechterrollen. Und das beginnt schon im Kleinkindalter.

    Es ist bei den allermeisten Menschen geschlechtsunabhängig üblich, daß zwei entgegenkommende Leute sich gegenseitig ein wenig ausweichen, so daß beide aneinander vorbeikommen. Aber in den wenigen Fällen, wo das bewußt ignoriert wird und einer offenbar die eingebaute Vorfahrt zu haben meint, ist dieser Jemand nach meiner (weiblichen) Lebenserfahrung männlich.

    :klugscheisser: Nach der Mengenlehre ausgedrückt muß eine solche Person zwei Eigenschaften haben: Dumpfbacke und männlich sein. Es gibt auch weibliche Dumpfbacken. Und die allermeisten Männer sind keine Dumpfbacken. Aber die Teilmenge der Personen, auf die beides zutrifft, das sind Dampframmen auf Kollisionskurs. Jedenfalls wenn ihnen Frauen entgegenkommen.

    Es gibt ja nicht immer nur reine, ungemischte Emotionen.

    Wenn lieber Besuch kommt, der gemocht wird, betritt dennoch eine Person die Wohnung, die da nicht "hingehört" und die gewohnte Routine unterbricht. Echte Freude kann durchaus mit einer gewissen (momentanen) Unsicherheit gepaart sein. Das ist auch ganz normal, besonders in dem Alter.

    Auch bei Begegnungen mit Hunden kann sich Freude (gleich darf ich spielen) mit Unsicherheit (bitte tu mir nichts) mischen.

    Das sieht dann oft so aus, daß Welpen/Junghunde scheinbar begeistert auf andere Hunde zustürmen, nur um sich dann aufdringlich - unterwürfig auf den Boden zu werfen und den anderen zu umwuseln. (Was ältere Hunde oft gar nicht mögen.)

    Meine Hündin hat mich immer dann besonders "freudig" begrüßt, wenn ich zu ungewohnter Zeit allein gelassen habe, zB wenn ich mal abends ohne sie ausging, was nur selten vorkam. Da war die intensive Begrüßung vor allem ein Zeichen der Erleichterung.

    Meine Kleinpudelhündin Cara hat als Welpe und Junghund jeden Streichelversuch in ein Beiß- und Raufspiel umgewandelt. Streicheln und Zärtlichkeiten war nicht ihrs.

    Ich kenne das auch von anderen Welpen. Ist ganz normal.

    Später hat sie Streicheln, besonders Ohrenmassagen, schon noch zu schätzen gelernt. Aber sie war lebenslang nie der Typ, der einem auf den Schoß springt und sich durchknuddeln läßt.

    Lieber wollte sie selbst streicheln: Ausführlich und gründlich meine Füße oder mein Gesicht ablecken. Das konnte ihr gar nicht lange genug dauern.

    Wenn du sonst ein gutes Verhältnis zu deiner Hündin hast, ihr viel zusammen spielt und gemeinsam positive Erlebnisse habt, würde ich mir keine Sorgen machen.

    Meine Cara hat auch lebenslang gewisse andere Leute viel begeisterter begrüßt als mich. Das hört man überhaupt häufig von Hunden. Es hat aber mit der Bindung nichts zu tun. Ich nenne das den "Oma-Effekt": Oma kommt selten zu Besuch und ist daher ewas Besonderes. Mutti ist immer da und wird als selbstverständlich angesehen. Würde man aber das Kind fragen, würde es immer mit Mutti leben wollen und nicht zur Oma ziehen.

    daß sie, genauer drauf geachtet, ein bisschen drückt. Ich sage das zu der Verkäuferin, die mich fragt, wies sich denn anfühlt.

    Ihre Antwort" Sie sind aber empfindlich".

    Wie extrem unprofessionell! :omg:

    Meine Optiker fragen von sich aus, ob es irgendwo drückt und passen dann individuell an. Das ist doch selbstverständlich! Dasselbe tun sie auch, wenn ich nach einer Woche oder später nochmal vorbeikomme, weil ich den Druck erst nach einer gewissen Zeit bemerke.

    Ist ja nicht so, als würde man eine Lesehilfe von der Stange im Drogeriemarkt kaufen.

    Radfahrer die meinen sie haben ein Anrechte auf Klappsitze.

    Fun fact: In Regionalzügen und S-Bahnen gibt es Klappsitze, die im Bedarfsfall: Rollstühle, Kinderwagen, und ja, auch Fahrräder! -freigegeben werden müssen.

    Der Anspruch auf Mitfahrt schließt keinen Anspruch auf einen Sitzplatz ein. Es ist also zumutbar und auch von der Bahn so vorgesehen, daß Fahrgäste ohne Rad, Rolli usw aufstehen und die dafür bestimmten Klappsitze freimachen.

    Erst wenn der ganze Zug knüppeldickevoll ist und die Leute sich in den Gängen drängen wie die Sardinen, können Räder nicht mehr mitgenommen werden. Das ist aber ein absoluter Ausnahmefall.

    Seid ihr denn alle als geborene Hundeexperten zur Welt gekommen?

    Nicht zur Welt gekommen, aber: in diesem Thread schreiben tatsächlich mehrere sehr gute professionelle Hundetrainerinnen mit, die dir aus ihrer reichhaltigen Erfahrung heraus Hilfestellung geben. Für umsonst! :smile:

    Ich lese da auch keinerlei Vorwürfe heraus, sondern nüchterne Analyse des Ist-Zustandes und seiner Ursachen sowie Tips, wie du deine Hündin besser verstehen und auf sie eingehen kannst.

    Manches wird in kurzen Worten auf den Punkt gebracht, andere erklären ausführlicher. Aber alle nehmen sich Zeit für dich und wollen dir und deiner Hündin helfen.