Beiträge von dagmarjung

    und verstehe nicht, warum ich Spielzeit damit verschwenden sollte, an einem Sofa zu kratzen oder aus einer Pfütze zu trinken,

    Oh, dieses Spiel wird so meins sein! :nicken: (Hab's aber noch nicht gekauft.)

    Ich liebe zweckloses herumspazieren in fiktiven Welten. Was könnte schöner sein? Und nun gar als Katze... :herzen1:

    Ich bin glaube ich inzwischen schon mehr als 20 Stunden nur in Shadow of the Colossus spazieren geritten, um die wunderschöne Welt zu erkunden und habe noch keinen einzigen Koloss umgebracht. Wär ja auch schade drum. :roll:

    Die Frage nach der Auslastung war vielleicht nicht genau genug.

    Deshalb hier mal aufgedröselt:

    Wie ist euer Tagesablauf? Lebst du mit deiner Hündin in einem eher ruhigen Haushalt oder geht es mit mehreren Personen vielleicht oft lebhaft zu? Wie oft und wie lange gehst du am Tag mit deiner Hündin raus und was macht ihr draußen? Wie viele Hunde trefft ihr? Wie lange ruht und schläft sie am Tag?

    Junghunde spielen viel und suchen den Kontakt zu fremden Hunden, um Spielpartner zu finden. Erwachsene Hunde spielen aber normalerweise nur noch mit ihren Menschen und mit einigen wenigen gut bekannten Hundefreunden, meist sind es solche, die der Hund noch aus seiner Jugend kennt. Mit fremden Hunden wird aber in diesem Alter so gut wie gar nicht mehr gespielt.

    Deswegen haben viele hier große Zweifel, daß deine Hündin wirklich mit ihren 7 Jahren noch so verspielt ist, wie du glaubst. Deine Schilderungen hören sich nämlich gar nicht nach fröhlichem Spiel an.

    Es gibt aber Verhaltensweisen wie Auflauern, Hetzen, Mobben, agressives Vertreiben, die oft mit Spiel verwechselt werden, weil die Hunde ja so schön miteinander rennen und toben.

    Daher raten viele hier, daß du dich mit Hilfe einer Trainerin und DVDs zum Thema Hundeverhalten und Körpersprache kundig machst. Vermutlich siehst du das Verhalten deiner Hündin dann in einem anderen Licht und weißt dann auch besser, was sie wirklich braucht.

    Übrigens sind weder Border Collies noch Pekingesen für ewige Verspieltheit bekannt. Besonders die Pekingesen gelten als sehr ernsthafte Hunde, die eher gar keinen Kontakt zu anderen Hunden wollen. Bei Border Collies dagegen kommt es nicht selten vor, daß sie ihren Jagdtrieb an anderen Hunden ausleben, wodurch es zu Verhaltensweisen wie Auflauern, Hetzen und Zwicken kommt.

    Die Situation aus dem anderen Thread fand in einer Prüfung statt. Dort gelten - anders als im Alltag -besondere Regeln. "Platz" + "Bleib" gilt dann nämlich als Doppelkommando, so als hätte die Teilnehmerin zweimal "Platz" gesagt, weil es das erstemal noch nicht befolgt wurde. Das gibt dann Punktabzug. Der Hund soll prompt und aufs erste Kommando hören.

    Die TeilnehmerInnen bekommen das in der Vorbereitung auch alle eingeimpft, aber in der Prüfung selbst flattern dann schon einmal die Nerven, gerade bei der gefürchteten Ablageübung, bei der die Hundeführerin in einiger Entfernung und mit dem Rücken zum Hund warten muß: "Wird er auch liegenbleiben? Ganze, endlosen 10 Minuten lang???" :shocked: - und da passiert so was schon mal, wenn man es im Alltag anders gewohnt ist mit den Kommandos.

    ich bin ja immer wieder völlig verwirrt nach solchen Videos:

    Hunde bauschen sich hinter einem Zaun gern mächtig auf, weil sie sich geschützt fühlen. Fällt der Schutz weg, aktualisieren sie ihre Risikoeinschätzung flexibel und backen dann meist sehr viel kleinere Brötchen.

    Mit meiner Schäferhündin Nuja mußte ich öfters an einem Grundstück vorbei, das von einer jungen Deutsch-Kurzhaar Hündin mit großem Trara verteidigt wurde. (Nuja verhielt sich sehr brav und pöbelte nicht zurück.)

    Eines Tages sprang die Jagdhündin aus Versehen über den eher niedrigen Zaun und fand sich ganz unerwartet auf unserer Seite wieder. Da war sie plötzlich "soo klein mit Hut" und wollte nur winselnd nachhause. Ich hab Nuja dann abgelegt und die Hündin zum Gartentörchen gebracht.

    Meine Cara wußte auch genau, daß Hunde hinter Zäunen nicht an sie rankommen konnten und hat Gebell und Getobe gelassen hingenommen ohne groß auszuweichen, obwohl sie sonst die direkte Begegnung mit großen Hunden eher mied.

    Cara hatte gegen Ende der Läufigkeit und auch noch etwas darüber hinaus eine Rammelphase. Die versuchte sie dann in ausschließlich spielerischen Situatiuonen auszuleben, wenn wir beide auf dem Boden im Wohnzimmer spielten.

    Bei ihr war es also klar hormonbedingt und ich habe das dann auch nicht weiter erzieherisch bearebeitet.

    Ich habe den Eindruck, dass "Hund auf Arm" noch mal stärker zum angrabbeln animiert. Kann das sein?

    Ja, leider! Der Hund ist dadurch auf Augen- und Greifhöhe für andere Menschen. Zu einem Kleinsthund am Boden müßte man sich erst tief runterbücken.

    Daher finde ich, den Hund hinter dir in die Ecke parken und dich vor ihn stellen - mit Blick zum Gegenüber - einen besseren Ansatz als ihn hochzunehmen.

    Hochnehmen und mit dem Rücken zur Person stehen nimmt dir leider die Blickkontrolle.

    Cara habe ich nicht oft hochgenommen, aber regelmäßig zB auf Rolltreppen. Da wurde auch häufiger versucht, sie ungefragt anzufassen als wenn sie am Boden war.

    (ein einfaches: "Fassen Sie meinen Hund nicht an!" gilt ja schon als unfreundlich

    Für bestmögliche Wirkung verwendest du ein energisch druckvoll gesprochenes "Finger weg!" Das ist wirksamer als das umständlichere "Fassen Sie meinen Hund nicht an". Weil es - kein Scherz - das innere Kleinkind im Gegenüber anspricht, das diese Formel schon früh im Leben verinnerlicht hat. Damit löst du praktisch einen - zumindest kurzen - Gehorsamsreflex aus.

    Laß dich auch auf keinerlei Rechtfertigungsdiskussion ein! Allenfalls sowas sagen wie "Sie möchten ja auch nicht von Fremden angefaßt werden!"

    Meine Cara bekam Ultraschall im hohen Alter, es ist absolut nicht nötig, den Hund dafür in Narkose zu legen!

    Durchfall ist in keinem Alter normal und muß zügig behandelt werden.

    Ein Hund kann alt und krank sein. Alter und Krankheit sind aber nicht dasselbe. Wenn ausgerechnet eine Tierärztin Untersuchung und Behandlung eines akut kranken Hundes verweigert, weil er alt ist, würde ich mir ganz dringend eine andere suchen.

    Manche sagen sogar, es gäbe überhaupt kein Spiel mehr unter erwachsenen Hunden.

    Diese haben allerdings nicht recht - man kann das Kind auch mit dem Bade ausschütten, besonders wenn man sich mit seiner Super-Spezialmethode profilieren will.

    Hunde spielen durchaus, auch als Erwachsene. Aber dann meist nur noch mit sehr vertrauten Spielpartnern. Von der Erwartung, daß Hunde fremde Hunde vor allem als mögliche Spielpartner wahrnehmen, sollte man sich spätestens mit dem Erwachsenwerden seines Hundes trennen.