Dein Hund zeigt dir jedenfalls, daß es vorerst noch viel zu früh für Treffen mit der Vorbesitzerin ist. Auch habe ich nach deiner Beschreibung nicht den Eindruck, daß sie ihn schon immerlich losgelassen hat.
Beiträge von dagmarjung
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Wie lange hast du denn deinen Hund schon?
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Die nette Dame überprüfte meine Wohnung und alle Zimmer - aber fragte mich recht schnell, ob ich Hund und Ratte beim Auslauf trennen könnte.
Klar, habe ich gesagt - wenn es sein muß - aber soll ja nicht die Endlösung sein.
Aber sie können sie trennen - ja, habe ja genug Zimmer.
Da hatte ich schon ein komisches Gefühl, aber dachte mit weiter nix dabei - sie möchten es nur gut für den Hund haben.Ich finde die Frage ganz nachvollziehbar. Hunde jagen nun mal Kleinnager. Ja, eine Gewöhnung an gemeinsamen Auslauf kann im allerbesten Falle auch mal gutgehen - aber die naturgegebene Rollenverteilung ist schon so, daß Hund und Nager Jäger und Beute sind und das man das als Halterin entsprechend managen muß.
Du hattest großes Glück mit deiner Luna, daß sie und Socke so ein Dreamteam geworden sind, aber das ist halt nicht die Regel.
Mein Sheltie war auch ein so harmloses Gemüt ohne jeden Jagdtrieb, daß ich mein Kaninchen Paul sogar ohne Aufsicht mit ihm alleine lassen konnte, und das schlimmste was passierte war, daß der Rammler das Hundebett als Klo mißbrauchte und der Sheltie bedröppelt davor stand. (Ein neues Bett mit glatter Oberfläche löste das Problem.)
Weder meiner Schäferhündin noch meiner Kleinpudelhündin hätte ich jemals einen freilaufenden Nager zugemutet.
Ich stelle mir vor, daß ihr beide, die Dame und du, von verschiedenen Voraussetzungen ausgegangen seid: Sie wollte sich versichern, daß du die beiden Tiere dauerhaft trennen kannst und willst, während du auf Dauer ein Zusammenleben wie von Luna gewohnt anstrebst. Ob das je Wirklichkeit werden kann, ist aber zweifelhaft.
Dazu noch mal eine kleine Anekdote von meiner Kleinpudelhündin:
Auf unseren Spazierwegen kamen wir regelnäßig an einem Kleingarten in der Gartenkolonie vorbei, in dem einige Kamerunschafe gehalten wurden. Die jugendliche Cara war schon sehr interessiert an den Schäfchen, und es war Teil von Caras Jugenderziehung, ihr klarzumachen, daß die Schafe sie nichts angehen. Als Cara erwachsen war, schenkte sie den Schafen auch keinen Blick mehr, auch ohne Kommando, auch wenn sie frei lief. Alles super entspannt.
Nach einigen Jahren wurden aber die Gärten auf einer Seite des Schafgarten entfernt, weil dort ein Parkplatz gebaut werden sollte. Wir kamen also eines Tages von anderer Seite als gewohnt an den Garten heran und rate mal, wer wie aus der Pistole geschossen und mit eindeutig jadlicher Absicht zum Zaun stürmte!
Der Perspektivwechsel allein reichte, um zu zeigen wie Cara die Sache sah: Schafe am gewohnten Weg sind tabu, aber Schafe woanders sind neue Schafe und die sind zur Jagd freigegeben, dazu hat Frauchen ja nichts gesagt!
(Frauchen hat dann aber doch was gesagt und Cara hat das in der Folge auch akzeptiert.)
Worauf ich damit hinauswill: Es kann sogar sein, daß alles friedlich aussieht, solange du ein direktes Auge darauf hast. Und trotzdem kann es gewaltig schiefgehen sobald deine Aufmerksamkeit nachläßt oder irgendwelche Umstände eintreten, aus denen deine Hündin folgert, daß du die Ratte jetzt gerade nicht als dein eigen beanspruchst und daher zur Jagd freigibst.
Aber auch, daß ich nicht erfahren durfte, warum sie vom Amt in Obhut (ins Tierheim) genommen worden ist, finde ich ein bißchen unfair - ich mußte ja auch alle Karten offen auf den Tisch legen.
Diese Verschwiegenheit ist normal und auch richtig, denn es betrifft das Privatleben des Vorbesitzers. Mehr als ein, zwei allgemeine Sätze wird man da nicht erfahren.
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Nun beruhigt euch mal wieder. Ehrlich, hier geht's ja zu wie in einer Klasse voller Vierzehnjähiger.

Etwas Meditation wird euch allen gut tun. Zum Beispiel Mandalas ausmalen:
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Danke für deine klare Antwort auf eine sachliche Frage.
Ich versuche mich mal an einer ebenso sachlichen Einschätzung der Lage aus Sicht deines Hundes:
Hondo schafft es nicht, entspannt mit Kindern zusammenzuleben, deren Lebhaftigkeit, Geräusche und Bewegung ihn überfordern. Er ist krank und so nervös, daß er sich selbst beschädigt (exzessives Pfotenlecken). Er verträgt sich nicht wirklich mit eurem Mops. Er hat nach wie vor Probleme mit dem Futter, denn das:
Er ist total verfressen, nimmt aber schnell ab und schwer zu. Er bekommt fast doppelt so viel, wie er haben müsste.
ist kein guter oder normaler Zustand.
Dein Mann mag Hondo nicht wirklich, und du magst ihn auch nur so halb, weil er sehr anstrengend ist. Zwischen deinem Mann und dir ist der Hund sicherlich auch oft ein Konfliktthema. All das spürt ein Hund als soziales Rudeltier natürlich und leidet auch darunter.
Hundeboxen sind für Transport oder zur kurzzeitigen Auszeit bestimmt, nicht als Dauerlösung. Täglich viele Stunden Aufenthalt in der Box verstößt gegen das Tierschutzgesetz.
Das Leben bei euch ist nicht wirklich schön für den Bully. Er führt ein Leben im Dauerstress. Obwohl du dich sehr bemühst, wird es auch nicht besser werden, weil die Grundbedingungen für diesen Hund bei euch einfach nicht stimmen, du sie aber nicht ändern kannst.
Zu diesem Schluss bist du ja schon selbst gekommen, da du ihn seit längerem abgeben willst.
Tierheime sind keine Hundehöllen. Der Gedanke"alles, nur nicht ins Tierheim" ist unbegründet. Im Tierheim könnte Hondo mit Sicherheit besser zur Ruhe kommen als in eurem Haushalt. Schon das würde sein Leben verbessern. Er würde gut betreut und viele Menschen suchen ihren zukünftigen Begleiter gezielt im Tierheim und nicht in den Kleinanzeigen. Ein erst fünfjähriger Hund einer (leider) beliebten Rasse hat da durchaus gute Chancen.
Hondo ist zwar chronisch krank, aber eine kurze Internetsuche sagt mir, daß er mit Medikamenten trotzdem ein gutes und auch langes Leben haben kann und daß die Kosten kalkulierbar sind.
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äääääh. 4000 Euro? 🤯
...und dazu diese ausführliche und liebevolle Beschreibung...

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Gerade als Hundetrainerin arbeite ich mehr mit den Menschen als mit dem Hund. Von daher MUSS ich mit Menschen kommunizieren können.
Wer als HundetrainerIn arbeiten will unter dem Motto "seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere" hat den Beruf absolut verfehlt.
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"Alle Welpen wachsen im Wohnzimmer auf und sind kerngesund
Ab der 12 Woche dürfen die 5 ausziehen."
Nach 12 Wochen mit Akita-Samojedenwelpen ist das Wohnzimmer bestimmt kein Wohnzimmer mehr...

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Liebe Kalifornier:
Das fragliche Produkt ist eine Kamera. Man soll sie nicht essen!
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Bevor Cara als Welpe bei mir einzog, habe ich mir vier verschiedene Welpenstunden bei drei Hundeschulen und einem Hundesportverein angeschaut, Das ging ohne Probleme und ohne Kosten. Niemand war verblüfft von meinem Anliegen.
Von der Beschreibung her waren alle Anbieter gut. Live und in Farbe war die eine HS dann für mich erledigt und ich war im nachhinein sehr froh, daß ich diese HS ohne Klein-Cara besucht habe.
Ohne Hund kann man viel gelassener und objektiver beobachten und sich eine Plus- und Minusliste machen.