Beiträge von dagmarjung

    Ein seltsamer Artikel und ein unverständliches Gerichsturteil.

    Warum fällt im Artikel nicht ein einziges Mal das Stichwort Animal Hoarding? Warum wird die Hundebesitzerin sogar respektvoll als Züchterin bezeichnet? Der Begriff Animal Hoarding sollte doch inzwischen allgemein bekannt sein, das kann man doch auch so benennen.

    Daß die Frau klagt, sehe ich nicht als Dreistigkeit, sondern als typisches Anzeichen für die verschobene Wahrnehmung bei Animal Hoardern, die immer davon überzeugt sind, daß ihre Tiere es nirgends so gut haben wie bei ihnen und den Blick für die Realität verloren haben.

    Daß sie damit vor Gericht durchkommt, macht mich allerdings fassungalos.

    Ein Buch, auf das ich immer wieder zurückgreife ist "So lernt mein Hund" von Sabine Winkler.

    Das ist für mich der Schlüssel und die Grammatik zum Thema. Es erläutert die Grundlagen, auf denen jedes (!) Hundetraining aufgebaut ist. Mit dem Wissen, das hier gut verständlich erklärt wird, kann man gute und schlechte Hundetrainer und deren Methoden ebenso wie Scharlatane jeder Art erkennen und beurteilen.

    Und natürlich hilft es einem enorm, den eigenen Hund zu verstehen, aber es ist kein Ausbildungsbuch in dem Sinne, daß der Aufbau von Kommandos usw erklärt wird.

    Es behandelt allerdings vorrangig das Lernen im Sinne von Erziehung und Ausbildung des Hundes. Es gibt darüber hinaus natürlich noch andere Arten des Lernens, auf die hier nicht oder kaum eingegangen wird.

    Das sehe ich auch so. 10 oder 15 Km ohne besondere Belastung läuft für mich unter normaler Tag. (Für einen gesunden, noch nicht alten Hund.)

    Bei Cara habe ich das Futter nicht mit der Grammwaage abgemessen.

    Wenn ich den Eindruck hatte, sie hat nach dem Essen doch noch Hunger, bekam sie als Test ein Stück hartes Brot. Fraß sie es, dann war es tatsächlich Hunger. Fraß sie es nicht und versteckte es stattdessen unter meiner Bettdecke, dann hatte sie nur Appetit auf Leckerbissen gehabt.

    Warum bedrückend? Das ist doch das Musterbeispiel einer Dienstleistungsgesellschaft. :nicken:

    Immerhin werden auch allereinfachste Jobs so gut bezahlt, daß der Protagonist sich ein halbes Dutzend Leute als Hauspersonal leisten kann. Die haben ihrerseits mit Sicherheit auch Personal. Das wiederum von anderen Leuten bedient wird usw.


    Ja, Kurzfilme sind immer wieder Entdeckungen! :applaus:

    Aber in einer funktionierenden Hund- Halter- Beziehung kommt für mich auch noch die Komponente -schwierig den passenden Begriff zu finden- Willfährigkeit des Hundes zum Tragen.

    Ich würde dazu die Begriffe Kooperationsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit wählen. Es ist ja schon so, daß Hunde aller Rassen und Typen uns Menschen sehr, sehr weit entgegenkommen im Zusamenleben. Einfach weil sie Hunde sind. Die bringen im Gegensatz zu anderen Tieren von sich aus die Bereitschaft mit, und Menschen verstehen zu wollen.

    Meiner Meinung nach ist das auch ein wesentlicher Punkt, weshalb auch abstruse Methoden des Hundetrainings Erfolge zu verzeichnen haben: Nicht, weil diese Trainer Hunde so gut verstehen, sondern weil Hunde mit Menschen kooperieren wollen, egal wie ungeschickt diese sich anstellen.

    Furchtkonditionierung ist sogar recht wirkungsvoll, da relativ löschresistent.

    Deswegen war diese Art der Konditionierung ja auch lange Zeit das erste Mittel der Wahl in der Abrichtung alter Schule.