Mein Beileid! 
Ich bin sicher, du hast deine Hündin geliebt und sie bis zum Tode bestmöglich versorgt.
Dann ist es das beste, was du tun kannst, wenn du nach ihrem Tod nicht komplett ins schwarze Loch fällst, sondern die frei gewordene Zeit für andere Dinge nutzt, die du in letzter Zeit vernachlässigen mußtest.
Mit einem Hund zu leben ist wunderbar, aber es bringt Einschränkungen mit sich. Das ist der Preis, den man zahlen muß, und den man ja auch gerne zahlt. Es ist völlig in Ordnung, wenn du nach dem Tod deiner Hündin nicht nur die Trauer spürst, sondern auch die objektiven Vorteile eines Lebens ohne Hund wahrnehmen kannst, nämlich größere Unabhängigkeit und mehr unverplante Zeit am Tag. Es ist ja beides Realität.
Du verrätst deine Hündin dadurch nicht, die Trauer ist ja trotzdem da.
Nach dem Tod meiner Hündin vor einem Jahr habe ich bewußt Dinge unternommen, für die mir vorher die Zeit oder Möglichkeit gefehlt hat. Ich habe mir eine Jahreskarte für den Zoo gekauft, da kann ich direkt nach der Arbeit hin, wenn ich will. Oder spontan nach der Arbeit ins Museum. Ich habe alte Hobbys wiederaufleben lassen, für die mir mit Hund die Zeit fehlte. Mal für ein Wochendende zu einer Veranstaltung wegfahren.
Ich bedaure Menschen, die auschließlich auf ihren Hund fixiert sind und ansonsten kein Leben haben. Das ist nicht gut und hat mit Liebe zum Hund auch nichts zu tun.
Hab kein schlechtes Gewissen, wenn du deinen Urlaub planst und erleichtert bist wegen der jetzt wegfallenden Tierarztkosten.