Beiträge von dagmarjung

    Da ihr euch in einem oder zwei Jahren Kinder wünscht, würde ich den Wunsch nach einem Hund hinten anstellen. Ein Baby nimmt die Eltern doch extrem in Anspruch, und oft fallen Hunde dann hintenrunter, wenn Zeit und Aufmerksamkeit fehlen und die jungen Eltern mit dem Schlafmangel kämpfen. Zumal ein Hund in einem Jahr nicht ausgewachsen und fertig erzogen ist, sondern mitten in der Pubertät steckt.

    8 bis 9 Stunden alleine sind für einen Welpen/Junghund gar nicht machbar und auch für einen erwachsenen Hund muß eine Lösung gefunden werden, damit er sich mal lösen kann. Sei es durch Gassigänger oder Betreuung.

    Egal ob du viel zuhause arbeitest oder nicht, auch für einen Hund hat der Tag 24 Stunden. In denen muß er ganz sicher nicht ständig bespaßt werden. Hunde ruhen und schlafen mehr als Menschen, im Schnitt so um die 17 Stunden.

    Plane aber auf keinen Fall weniger als drei Stunden Qualitätszeit am Tag für deinen Hund ein. Das umschließt die kurzen Gassigänge, einen längeren Spaziergang pro Tag, Pflege, Fütterung, sonstige Extratätigkeiten rund un den Hund. Zeit, in der der Hund im Mittelpunkt steht und nicht nur nebenherläuft. Vier Stunden sind besser, 3 das Minimum.

    Wenn du diese drei Stunden am Tag nicht übrig hast oder nur mit Mühe aufbringen kannst, dann wird die Hundehaltung mehr Last als Freude. Und dem Hund wird man nicht gerecht. Natürlich kann man diese Zeit auch auf mehrere Personen im Haushalt verteilen, die sich um den Hund kümmern.

    Der Bewegungsbedarf von kleinen Hunden: Kleine Hunde machen kürzere Schritte, kommen also in einer Stunde nicht ganz so weit wie ein großer Hund mit längeren Beinen. Das ist aber schon der einzige wesentliche Unterschied zu großen Hunden.

    Kleine Hunde möchten genausoviel Zeit draußen verbringen, genauso lange rennen, spielen, schnüffeln, die Welt erkunden und sich geistige Anregung holen dürfen wie größere Hunde. Sie brauchen also genauso langen Auslauf wie große Hunde.

    Kauf dir bitte nicht deshalb einen kleinen Hund, weil du glaubst, der ist weniger zeitaufwendig als ein großer.

    Drei Monate ist noch gar nichts. Da kann das Vertrauen auf beiden Seiten ja noch gar nicht bombenfest sein. Und die Festigung der vertrauensvollen Beziehung finde ich erstmal wichtiger.

    Wenn ihr jetzt schon sehr großen Wert auf Aus-Übungen legt und daher eurer Hündin ständig abverlangt, Dinge herauszuheben, dann ist das meiner Meinung nach der Beziehung nicht förderlich. Die Hündin wird es so sehen, daß ihr ständig an ihre Sachen wollt und das ist dann ein ständiges Stressthema zwischen euch.

    Ich würde erst mal Management betreiben und mittels Schleppleine und falls nötig Maulkorb verhindern, daß eure Hündin draußen Müll aufnimmt. Dann kann man das Thema in aller Ruhe angehen und wirklich erstmal Supertausch üben (Wertlos gegen Supertoll) und sich dann ganz langsam, in sehr kleinen Schritten vorarbeiten.

    Aufdrehen nach dem Spaziergang kann in zwei verschiedene Richtungen weisen: entweder zuwenig oder zuviel Input.

    Wenn der Hund immer nur zu kurz nach draußen kommt, was nicht so selten vorkommt, wenn die Halter die 5-Minutenregel falsch interpretieren, dann muß der junge Hund seine Energie natürlich zuhause loswerden.

    Wenn es dagegen zuviel für ihn war, dann gilt wie bei Kindern der alte Spruch "nach müd kommt blöd", der Welpe ist überdreht und kommt nicht zur Ruhe.

    Wobei das Zuviel meist die geistige Beanspruchung betrifft und nicht so sehr die körperliche. Zu langes Toben mit anderen, vielleicht schon älteren Hunden, zuviele Eindrücke, zu lange Übungen von Leinenführigkeit oder SitzPlatzFuß, hochputschendes Bällchenwerfen.

    Kannst du irgendein Muster erkennen, wann dein Kleiner nur wenige Minuten oder 10 Minuten und länger aufdreht? War dann vielleicht beim Spaziergang mehr los?

    Trainingseinheiten zur Leinenführigkeit würde ich in dem Alter ganz kurz halten. Eine Minute ist da schon reichlich. Eine bewährte Methode ist es, sowohl Geschirr als auch Halsband am Hund zu haben. Die Leinenführigkeit wird dann nur am Halsband geübt, den Rest der Zeit wird die Leine am Geschirr eingehakt und der Hund darf dann auch ziehen.

    Was für eine Leine verwendest du? An der normalen Führleine stößt ein junger Hund ständig ans Ende der Leine, das verursacht auch Frust. Wenn es dir nicht möglich ist, den Hund in sicherer Umgebung frei laufen zu lassen, dann hilft es sehr, statt der normalen Führleine eine längere "Schlamperleine" zu verwenden. Ich habe meine aus Seil und einem Karabinerhaken (beides aus dem Baumarkt) selbst gemacht. Ich finde 5 bis 6 Meter eine gute Länge, die dem Hund einen deutlich größeren Freiraum gibt, sich aber doch noch recht einfach händeln läßt. Mit dieser Leine verliefen Leinenspaziergänge mit Klein-Cara gleich deutlich entspannter.

    Wie lange hat euer Dackel denn seine wilde Phase? Nur ein paar Minuten oder kommt er länger nicht zur Ruhe?

    Die 5-Minuten-Regel bezieht sich ausschließlich auf des Mitlaufen an der Leine im Tempo des Menschen. Das ist eine Konzentrationsleistung, die Welpen und Junghunde nur für kurze Zeit erbringen können.

    Mit 4,5 Monaten ist euer junger Hund aber in einem Alter, in dem er seine Umwelt erforschen will und muß, und das nicht nur in 5-Minuten-Häppchen. Dazu braucht es längere Aufenthalte im Freien, was aber nicht strammes Mitlaufen bedeutet. Sondern mehr gemächliches Erkunden im Tempo des Welpen. Freie Bewegung, möglichst ohne Leine, notfalls mit einer Schleppleine. Stehenbleiben. Gucken. Schnüffeln. Bummeln. Klettern., Das Ufer eines Baches oder Teiches erkunden.

    Auch mal Kontakt mit anderen Hunden, aber dosiert.

    Jeder Spaziergang mit dem Hund sollte zum Ende hin ruhig verlaufen, Spiel, Spaß und Hundekontakte sollten wenn, dann vorher stattfinden.

    Insgesamt würde ich bei eurem Hund die gemeinsamen Gänge (Abgesehen von den Kurzgassis aber länger, dafür ohne viel Action gestelten, mit Betonung auf entspannen und in Ruhe die Welt kennenlernen.

    Der Herr ist bekannt,

    Das überrascht mich nicht, zum einen, weil die Wahrscheinlichkeit einfach dafür spricht, zum anderen, weil er offenbar so gar nicht im Schock war, sondern seine Geschichte gegenüber der Polizei ganz flott parat hatte. Mal im Ernst, welcher normale Hundehalter wäre nicht im seelischen Ausnahmezustand wenn ihm sowas unversehens passiert und sein Hund schwer verletzt wird?

    Gut, daß du die Unterstützung deiner SV Kollegen hast.

    Alles Gute für dich und deine Hündin, gute Besserung für euch beide!

    Wichtig war mir eine Inhalationsnarkose.

    Das ist wirklich wichtig!
    Nur mit einer Inhalationsnarkose kann die TÄ die Stärke der Narkose während der OP nach Bedarf flexibel steuern. Bei einer einfachen Narkose mittels Spritze bleibt die Gesamtmenge des Mittels im Tier und kann dann nicht mehr verändert werden. Bei älteren Hunden sollte die Inhalationsnarkose Standard sein, aber frag das auf jeden Fall ab.

    Das erste und wichtigste, was du in solchen Fällen tun kannst ist, vorausschauend zu handeln. Du weißt ja nun, daß Knödel dazu neigt, manche Menschen doof zu finden.

    Du kannst ihm Schutz geben - und dem Menschen ebenso - wenn du ihn immer rechtzeitig vorher an die abgewandte Seite holst. Also nicht warten, bis er vorschießt und bellt und dann erst reagieren - sondern vorher bringst du dich als Puffer zwischen die Person und den Hund. Das gibt dem Hund und dem Gegenüber Sicherheit. Egal ob du gehst oder stehst. Und auch bei allen Menschen, denen du so begegnest. egal ob mit ihnen schon mal Probleme gab oder nicht.

    Dabei nimmst du die Leine kurz genug, damit der Hund nicht vorschießen kann, aber ohne ihn am Halsband zu zerren. Sonst ist das Anspannen der Leine für den Hund bald ein ungewolltes Zeichen für Gefahr im Verzug.

    Hunde lernen das zu schätzen, wenn du ihnen so deutlich zeigst, daß du den Schutz eures Teams übernimmst und niemand an sie ranläßt.

    Bei Knödel kann es gut sein, daß er sich hier bisher auf sein Herrchen verlassen konnte, bei dir ist er sich aber noch nicht so sicher und versucht deshalb selbst zu regeln. Du hast aber die Möglichkeit, dir sein Vertrauen zu verdienen.

    Ganz wichtig zu wissen: Schwanzwedeln ist keineswegs immer ein Zeichen für Freude!

    Es signalisiert lediglich allgemeine Erregung. Man muß die übrige Körpersprache des Hundes schon gut lesen können, um zu wissen ob es Freude, Agression oder Aufregung aus anderen Gründen ist.

    Auch das Zugehen auf eine fremde Person oder einen Artgenossen bedeutet nicht immer Zuneigung. Manche Hunde stellen sich der "Gefahr" aktiv und wollen sie stoppen oder vertreiben, während andere zurückweichen. Das ist oft auch eine Typfrage. Obwohl beide Typen in dem Moment eigentlich keinen Kontakt wollen, können sie also ganz unterschiedlich darauf reagieren.

    Gedächtnisprotokoll, so ausführlich wie möglich.

    Hast du die Namen der Polizisten? Auch mit aufschreiben, später gegebenenfalls in Absprache mit deinem Anwalt eine Dienstaufsichtsbeschwerde veranlassen. Denn beide Parteien müssen gehört werden. Polizisten können sich nicht einfach nach Gefühl für eine Version entscheiden.

    Warst du beim Arzt und hast deine eigene Verletzung behandeln und protokollieren lassen?