Beiträge von dagmarjung

    Als Hundesportlerin ohne Auto war ich deutlich im Nachteil bei Turnieren. Ich mußte mir Cara halt immer buchstäblich ans Bein binden und sie kam deshalb längst nicht so ausgeruht in die Prüfung wie die anderen Hunde, die bis dahin in ihren Autos geparkt wurden.

    Im Normalfall sieht der autogewöhnte Hund seinen Wagen als Heim an und entspannt sich dort auch gut, ruht und schläft, umsichtiges Parken natürlich vorausgesetzt.

    Cara mußte halt immer und überallhin mitwackeln oder auch mal irgendwo angebunden warten, was viel mehr Stress mit sich bringt als ein gewohnter Liegeplatz im eigenen Auto.

    Bei auswärtigen Turnieren kommt die ungewohnte Örtlichlkeit hinzu, bei Turnieren im eigenen Verein ist man als Helferin in der Küche, auf dem Platz und bei tausend Hilfsdiensten im Einsatz. Wie oft habe ich die Autobesitzer beneidet!

    Der Umgang mit den Hunden - so wie er in den Videos dokumentiert wird - ist einfach unprofessionell und leichtsinnig. Indem Bokr mit ihren Bißverletzungen und Narben prahlt, disqualifiziert sie sich selbst.

    Richtig sauer stößt es mir auf, wenn sie dann noch Dritte durch ihren flapsigen Umgang mit den Hunden gefährdet. ZB "durfte" ja mal ein Reporter einem Hund einen Maulkorb auf- oder abziehen bei der Fütterung. Solche Drittpersonen vertrauen ihr ja in dem Moment ihre körperliche Unversehrtheit an, weil sie sich auf Bokrs Fachlompetenz verlassen.

    Was hat die Terrierpfote innerhalb eures Grundstücks verloren? :emoticons_look:

    Ich glaube nicht, daß da etwas auf euch zukommt, dazu hätte der Hundehalter ja direkt Kontakt mit euch aufnehmen müssen. Im Nachhinein läßt sich das ja gar nicht rekonstruieren. Der Terrier kann sich die Pfote ja auch eingeklemmt haben.

    In Hundeverordnungen jeder Art ist meines Wissens auch immer von Zäunen die Rede, nicht von Mauern. Ein Zaun ist nunmal ein Gebilde mit Löchern.

    Mein Hund hat sich wohl von einem Kind bedrängt gefühlt und nach Aussage des Freundes meiner Mutter das Kind nur angebellt. Das Kind hat natürlich angefangen zu schreien und die Eltern waren wohl sehr besorgt und haben das Kind genauer untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass das Kind eine kleine Schramme unter der Kleidung hat (ca. 1 cm lang, wirklich nur eine oberflächliche Schramme, keinen tiefe Bisswunde), die Kleidung war völlig unversehrt. Der Freund meiner Mutter meint, dass die Schramme nicht von meinem Hund seien kann,

    Die Schramme kann durchaus von deinem Hund stammen, auch ohne zerissene Kleidung. Wenn nicht die ganze Zeit ein Meter Abstand zwischen Kind und Hund war, würde ich mit Sicherheit davon ausgehen.

    Ich mußte einmal in einem engen Durchgang an einem bellenden kleinen Hund vorbeigehen, der meine Pudelhündin attackieren wollte. Ich führte meine Hündin an der abgewandten Seite, woraufhin der Hund bellend vorwärtsschoß und in mein Bein schnappte. Die Besitzer nahmen das auch nicht wirklich wahr, sondern stritten ab, daß der Hund geschnappt hatte. Es geschah ja auch blitzschnell. Aber ich habe den Biß gespürt, und zuhause sah ich dann den blutigen Ratscher, obwohl die Hose unversehrt geblieben war.

    Kinderhaut ist ja auch nochmal empfindlicher als die von Erwachsenen.

    Man kann und soll vieles mit dem jungen Hund trainieren, aber man kann Dinge auch übertrainieren. Das gilt besonders, wenn der Welpe/Junghund noch nicht reif genug für bestimmte Anforderungen ist. Dann macht man sich selbst und dem Hund das Lernen unnötig schwer und schafft sich selbst Probleme, die man mit ein wenig mehr Gelassenheit und Geduld gar nicht hätte.

    Man steigert sich auch selbst in die Wichtigkeit des "Problems" unnötig hinein. Ich habe so ein bißchen den Eindruck, das könnte bei euch der Fall sein.

    Hier immer die richtige Balance zu finden, ist nicht einfach.

    Euer Hund kann schon gut alleine bleiben, ist aber noch in dem Alter, wo er stete Anlehnung zum "Rudel" sucht. Diese ständige Anhänglichkeit wird mit der Zeit von selbst nachlassen. Natürlich wollen Hunde jeden Alters immer gerne da sein, wo der augenblickliche Lebensmittelpunkt ihrer Gruppe ist. Aber die etwas älteren Junghunde und die Erwachsenen sind doch nicht mehr so kindlich abhängig wie die Welpen.

    Ich würde an eurer Stelle also kleinschrittiger im Tempo des Welpen üben, nicht zu oft am Tage und zunächst immer dieselben Situationen, zB Klo und Bad. Dann soll er halt vorerst mit zum Wäscheaufhängen kommen. Nehmt ein Zergelspielzeug mit zur Ablenkung und notfalls kann man ihn auch mal für ein paar Minuten in Sichtweise anleinen, da spricht doch nichts dagegen.

    Hunde halten sich normalerweise immer bei ihren Menschen auf. Es sind nunmal Rudeltiere. Gesellschaft ist gerade für Welpen und Junghunde auch ein Garant für Sicherheit. Das beruhigt und schafft Vertrauen.

    Was spricht dagegen, eurem Hund das zu ermöglichen?

    Wenn er schon so gut alleine bleiben kann, wenn ihr das Haus verlaßt, dann ist das eine SUPER Leistung! Ihr könnt stolz auf euren Hund sein! :smile:

    Natürlich möchte man alleine aufs Klo und ins Bad gehen dürfen, das übt man ja auch täglich. Auf die Dauer merkt der Hund dann schon, daß er nichts verpaßt. Oder daß er nicht in die Küche darf, wenn man kocht. Aber es erschließt sich mir nicht, warum euer Hund sich ansonsten nicht dort aufhalten darf, wo ihr seid. :???: