Beiträge von dagmarjung

    Zuerst im Gestüt Graditz (Vollblüter) jetzt in Trakehnen.

    Der Autor war ein Sohn des Landesstallmeisters, der nacheinander die beiden berühmte Gestüte geleitet hat und erzählt seine Jugenderinnerungen aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg - sehr faszinierend!

    Ich liebe den öffentlichen Bücherschrank! :smiling_face_with_heart_eyes:

    und leider zeigt er keinerlei Freude mehr am Leben.

    Das ist in meinen Augen ein wichtiger Punkt.

    Auch eine schwere Demenz an sich bedeutet ja ein Verschwinden von Lebensqualität. Wer darunter leidet, findet sich nicht mehr im eigenen Leben zurecht, verliert sich selbst und all seine Bezugspunkte. Das ist auch Leiden.

    Wir gehen jeden Tag ca eine halbe Stunde spazieren,

    Wenn sie nicht total ängstlich ist - und trotz schlecher Aufzucht klingt das nicht so- dann kann und darf sie gerne wesentlich länger pro Tag mit euch nach draußen.

    Also die langen Trainingseinheiten streichen, warum wurde ja schon gesagt, und stattdessen draußen die Welt kennenlernen, sich zwanglos bewegen, schnüffeln, spielen, auch mal Hundebegegnungen - aber nicht stundenlang toben! Wald, Wiese, Wasser, auch mal Fußgängerzone usw.

    Ich finde die normale Führleinenlänge von 2,5 Metern für Welpen auch deutlich zu kurz. Meine lange Leine für Cara war gut 5 Meter lang.

    Cara hatte aber auch täglich die Möglichkeit, ganz ohne Leine zu laufen. Richtig rennen und die Beine strecken muß auch mal sein.

    Leinen von 10 oder gar mehr Metern sind zum einen reichlich viel Gewicht für einen so kleinen Welpen und zum anderen wesentlich schwerer zu händeln, besonders wenn man noch keine Erfahrung damit hat.

    Bei richtiger Leinenführung einer langen Schleppleine braucht man keinen Ruckdämpfer, das Geheimnis besteht darin, die Leine stetig nach Bedarf einzuholen und auszugeben, so daß quasi immer nur der letzte Meter der Leine locker ist und der Hund nie mit Anlauf in die Leine rennen kann. Aber das erfordert viel Konzentration und ist quasi die hohe Schule.

    Das Kuriose an der Sache ist sitzen die Leute erstmal. Kommt sie Schwänzchen, wedelt und will gestreichelt werden?

    Gar nicht kurios. Schwanzwedeln bedeutet nicht unbedingt Freude, sondern ist erstmal mur ein Zeichen von Erregung.


    Wenn ein Hund sich an einen Menschen drängelt, interpretieren die meisten das als "will gestreichelt werden"

    Sich herandrängen, sich quer oder dicht vor einen Menschen stellen, Kopf auf die Knie legen muß aber ebenfalls keine Zuneigung ausdrücken sondern kann bedeuten, daß der Hund dem Menschen unter Kontrolle halten will. Ihm den Weg versperren, ihn am Platz fixieren, ihn daran hindern, sich im Revier des Hundes frei zu bewegen. Dazu paßt auch, daß die Hündin bei plötzlichen Bewegungen der Person gerne mal schnappt.

    Je mehr die Hündin sich bei euch einlebt und selbstbewußter wird, desto gefährlicher wird das für eure Gäste. Denn sie möchte die Leute gerne vertreiben, traut sich anscheinend aber noch nicht bis zur letzten Konsequenz. Das kann aber jederzeit kippen.

    Diese Frage war schon oft Thema in Threads über Hunde aus dem Tierschutz. Schau die mal durch, da findest du ausführlichere Erläuterungen. Konkret geht es da oft über die Klausel zur Kastration.

    Die Preisfrage ist: Bezahlst du Geld für den Hund? Dann ist es ein Kaufvertrag und der Hund gehört dir ohne Einschränkung. Du hast alle Rechte und du triffst alle Entscheidungen. Ob du ihn barfst oder mit Trofu ernährst, ob du ihn kastrierst oder nicht, der Verkäufer hat keinerlei Rechte mehr am Hund. Auch wenn das ganze Adoption oder sonstwie genannt wird und die Tierschutzorga noch so viele Klauseln in den Vertrag einbaut. Die kann man dann in der Pfeife rauchen, rechtlich sind sie nicht gültig.

    Etwas anderes wäre es, wenn du nur Pflegestelle für die TS Orga wärst, dann würdest du den Hund für den Verein verwahren und er wäre nicht dein Eigentum. Aber darum geht es hier ja nicht.

    Man muss ja im Grunde 3-4 Mal am Tag Zeit für Gassi gehen + Beschäftigung haben. Ich kann echt nicht versprechen bzw. mir nicht vorstellen, dass ich das 365 Tage im Jahr leisten kann

    Das ist aber genau das, was du einplanen mußt. 365 Tage im Jahr, 15 Jahre lang. Das braucht ein Hund unabdingbar, entweder du must es leisten oder jemand anderes, auf den du dich verlassen kannst.

    Was würdet ihr sagen, sind zudem die größten "Entbehrungen" bzw. "Einschränkungen" im Alltag für die nächsten 10-15 Jahre?

    Mit einem Hund ist man angebunden und weniger flexibel. Man muß den Hund bei allem mit einplanen. Einfach mal spontan im Anschluß an die Arbeit etwas spontan unternehmen geht zB nicht, denn der Hund muß dann zwingend raus. An viele Orte, in viele Läden, zu vielen Veranstaltungen, in vielen Hotels usw dürfen Hunde nicht mitgenommen werden. Auch nicht auf Spielplätze bzw zu vielen Kinderaktivitäten. Der organisatorische Mehraufwand ist schon erheblich und auf manches muß man dann auch verzichten.